King of Tokyo – das Beat ’em up der Brettspiele


Monster aus aller Herren Länder sind angetreten, die Herrschaft Tokyos an sich zu reißen. Doch wie so oft kann es nur einen geben und so beginnt er auch schon, der erfrischend verrückte Kampf um den Titel “King of Tokyo“.

Die Frage, die sich hier natürlich stellt ist: Wie wird man denn so zum König? Nicht etwa durch Güte und Gnade, nein! Sondern dadurch, dass man möglichst viel Angst und Schrecken verbreitet und im besten Fall seinen Kontrahenten ordentlich eins auf die Nuss gibt!

King of Tokyo von Richard Garfield (Jepp! Der Typ hat auch Magic – The Gathering erfunden!) ist ein Brettspielspiel aus dem Jahre 2011 und ist in Deutschland beim Heidelberger Spieleverlag erschienen. Das Wort “Brettspiel” ist in diesem Fall nicht zu wörtlich zu nehmen. Das Spielbrett an sich ist sehr klein und hat im Ablauf eher eine symbolische Rolle, es geht hier vielmehr um die Kombination aus geschicktem Würfeln und Kartenkauf. Um sich den Sieg zu holen, müsst ihr Tokyo erobern. Aber zum Anfang.

Let’s get ready to rumble

KingOfTokyo_SpieaufbauZunächst einmal darf sich jeder der bis zu sechs Spieler ein Monster aussuchen mit dem es über Tokyo hereinbrechen möchte. Zur Auswahl stehen The King, Kraken, Cyber Bunny, Alienoid, Giga Zaur und Meka Dragon. Namen, die das Herz eines jeden Monster-Fans höher schlagen lassen. Dabei sind Ähnlichkeiten mit bekannten Roman – bzw. Film-Vorlagen natürlich nur “rein zufällig” *hustironiehust*. Es beginnt der Spieler, der sein Monster am besten nachahmen kann (Nein, ich bin nicht betrunken, das steht so in den Spielregeln).

Der Ablauf einer Spielrunde besteht dabei aus einer sehr rituellen Abfolge aus: Würfeln, Würfeln und nochmals Würfeln, Aktionen ausführen und Karten kaufen oder ausspielen. Gewürfelt wird mit sechs Würfeln nach bester Kniffelmanier: dreimal nach Belieben um die gewünschte Kombination an Zahlen und Symbolen zu bekommen. Zum einem gibt es da die Zahlen 1-3, die bei einem Drilling in Ruhmpunkte eingetauscht werden können. Wer als erstes 20 Ruhmpunkte hat gewinnt – wenn er nicht vorher von einem anderen Monster umgenietet wird.

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IMG_7727Womit wir auch schon beim Prankensymbol sind. Die kleine, aber sehr effektvolle Pranke ermöglicht es euch, euren Monster-Kollegen ordentlich auf’s Maul zu geben und ihnen Schadenstreffer zuzufügen. Ruhm – und Lebenspunkte werden auf der jeweiligen Monsterkarte dokumentiert. Wer keine Lebenspunkte mehr hat verliert – irgendwie logisch. Ihr könnt euch jedoch mit den Herzsymbolen heilen – allerdings nur, wenn ihr nicht in Tokyo steht. Aber genau da will schließlich jeder sein. So eine schöne Stadt mit diesen ganzen Maid-Cafés, Mangaläden und Shoppingstraßen…und ach.

Aber zurück zum Thema. Das erste Monster, das eine Pranke würfelt darf nach Tokyo ziehen und gewinnt durch seine bloße glorreiche Präsenz die so begehrten Ruhmpunkte. Da sich allerdings immer nur ein Monster in Tokyo aufhalten darf (im Falle von mehr als fünf Spielern dürfen zwei Monster in Tokyo stehen) finden das natürlich alle anderen Monster doof und versuchen deswegen den Möchtegern-König mit aller Monster-Macht und durch fleißiges Gewürfel aus Tokyo zu schmeißen.

Um das Ganze noch bunter zu gestalten gibt es außerdem Spezialkarten, die ihr kaufen könnt. Als Währung dienen die sogenannten “Energiebrocken”, kleine grüne Steinchen, die mit dem Blitzsymbol erwürfelt werden können. Die Spezialkarten haben allerlei verschiedene Wirkungen. Beispiele gefällig? Here we go: Extraschaden, Schrumpfen des Gegner, Manipulation des Würfelergebnis, Rausschmiss aus Tokyo…. Diese Spezialkarten mischen den Spielverlauf ordentlich auf.

Power-Up: Everybody was Kung Fu fighting!

Erweiterungen – die DLCs der Brettspielwelt! Auch zu King of Tokyo sind bis dato zwei Erweiterungen erschienen. Die erste Erweiterung, oder auch “Power-Up” genannt, schmeißt einen neuen Kontrahenten in den Ring: Pandakai, ein in chinesischen Kampfkünsten ausgebildeter Panda – süß. Die Erweiterung bringt außerdem eine neue Gattung an Karten ins Spiel. Die sogenannten “Evolutionskarten” fügen ein Feature hinzu, das ich mir von Anfang an gewünscht hätte. Die neuen Karten geben nämlich jedem Charakter spezielle Eigenschaften, so dass die Charakterauswahl am Anfang weniger willkürlich ausfällt.

Das ist auch der Grund, warum ich diese Erweiterung definitiv als Pflichtkauf ansehen würde, wenn euch das Spiel gefällt. Denn so könnt ihr das Spiel noch ein bisschen ausgefeilter spielen. Jeder Charakter erhält acht Evolutionskarten, die nicht gekauft, sondern erwürfelt werden. Würfelt ein Spieler drei Herzen, so kann er sich nicht nur heilen sondern auch eine Evolutionskarte aufdecken und gegebenenfalls direkt anwenden.

Roboterprinzessin oder Piratenzombie?

Diese Frage stellt sich bei der Halloween-Erweiterung, die nicht nur die zwei neuen Charaktere Pumpkin Jack und Boogie Woogie mitbringt, sondern auch sogenannte Kostümkarten. Die Kostüme werden unter die anderen Karten im Stapel gemischt und können mit Energiebrocken gekauft werden. Die Kostüme geben dem Monster bestimmte Fähigkeiten (zusätzlich zu seiner Evolution). Das Schöne daran: jedes Monster kann unbegrenzt viele Kostüme tragen, so dass sich mein Cyberbunny auch gerne mal als Hexen-Cheerleader-Vampir verkleiden kann. Die Erweiterung bringt außerdem einen Satz kürbisoranger Würfel mit, die nicht nur sehr hübsch sind, sondern auch sehr praktisch, wenn man mit mehreren Leuten spielt.

Als kleinen Teaser gibt es in dieser Erweiterung eine Spielkarte zu King of New York. Dieser Titel wird keine Erweiterung sein, sondern ein weiteres, eigenständiges Spiel mit einem ähnlichen Spielprinzip wie King of Tokyo. Laut Heidelberger Spieleverlag soll es Oktober 2014 in Deutschland erscheinen und verlegt nicht nur den Schauplatz auf einen anderen Kontinent, sondern bringt auch sechs neue Monster mit. Die Spielbeschreibung verspricht außerdem neue Features, wie das Umwerfen von Gebäuden und den Kampf gegen Armeen. Awesome – ein passenderes Wort lässt sich hierfür einfach nicht finden!

Fazit

Um es kurz zu machen: King of Tokyo macht schlichtweg einen heiden Spaß! Die Spielregeln sind einfach zu verstehen und nach spätestens einer Partie hat man den Dreh raus. Durch die vielen Karten und Erweiterungen ergibt sich außerdem ein sehr hoher Wiederspielwert, da jede Partie in ein komplett anderes Gemetzel ausarten kann. Die Spielregeln geben zudem Anregungen für leicht modifizierte Spielvarianten, die es dem Spieler ermöglicht den Spielverlauf dem eigenen Geschmack anzupassen. Erfahrungsgemäß ist das Spiel zu zweit bereits sehr amüsant, der Spielspaß steigt jedoch exponentiell zur Anzahl der Mitspieler. Eine klare Kaufempfehlung von mir.

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Geschrieben von Isabel Hartmann

Heidelberger Spieleverlag HE532 – King of Tokyo

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Informationen zum Spiel

Verlag: Heidelberger Spieleverlag

Spieler: 2-6

Spieldauer: 20-40 Minuten

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Spaßfaktor: Monstermäßig!

 

Wer mag dieser mysteriöse Gastautor sein? Ist es der Typ da drüben, die Frau da hinten oder gar du? Wenn du Interesse hast, auch mal Gastautor zu spielen, dann melde dich einfach bei uns.
Haupttehmen: Alles

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  • Schiggus

    Simpel, schnell und spaßig? Klingt doch super! Zu Weihnachten haben Spiele ja Kellerpreise, sodass ich mir in Kombination mit diesem sehr gut geschriebenen Artikel wohl einen Wunschzettel haben sollte bezüglich zukünftiger Anschaffungen.
    Gerne weitere Artikel in dieser Art verfassen, so lernt man das Spiel kennen und auch mögen.