“Er wurde gebrochen.”


Weil ein Interview mit einem Vampir sowas von letztes Jahrtausend ist, haben wir uns mit einem Schwert getroffen. Aber nicht irgendein Schwert, es ist Urfael, der treue Begleiter des Waldläufers Talion, der sich in Mordors Schatten durch die Orkhorden kämpft. In loser Folge wird uns Urfael mehr von seinen Abenteuern erzählen.

ACHTUNG!!! Kann Spuren von Spoilern enthalten.

NPC: Guten Tag, Urfael. Es freut mich, dass Sie Zeit für uns gefunden haben.

Urfael: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.

NPC: Sie haben lange Zeit im Dienste Gondors verbracht. Wie sind Sie nach Mordor gekommen?

Dolch Acharn

Acharn, die zweite Waffen von Talion. Er schämt sich, seine Bruchstelle zu zeigen.

Urfael: Das ist eine lange Geschichte. Ich versuche es kurz zu halten. Mein Partner, Talion, hat sich etwas mit seinem Schwiegervater verkracht. Das war etwas völlig Belangloses, aber Sie wissen ja, wie Schwiegerväter sind…

NPC: Um ehrlich zu sein, nicht. Ich bin nicht verheiratet.

Urfael (etwas wehmütig): Ich auch nicht.

NPC: Mussten Sie eine Liebe in Gondor zurück lassen?

Urfael: Darüber möchte ich nicht reden.

NPC: Warum sind Sie dann schließlich nach Mordor gekommen?

Urfael: Mein Partner wurde verbannt. Als hochdekorierter Waldläufer Gondors. Stellen Sie sich das mal vor. Wir haben das Land öfter gerettet, als Sie am Tag niesen. Und dann verbannt man uns in dieses Loch. Naja, wir haben das beste drauß gemacht und wir haben seinem Sohn Dirhael beigebracht zu überleben.

NPC: War er gut?

Urfael: Ja, verdammt, das war er. Er hatte Talent. Sein Schwert Acharn und ich lieferten uns immer Wortgefechte während unserer kleinen Duelle. Ein aufgeweckter Kerl. Bis er gebrochen wurde.

NPC: Sie meinen zerbrochen, oder?

Urfael: Das auch, aber er war nicht mehr der selbe nach jener Nacht.

Der Bogen Azkâr hält sich für etwas besseres und glaubt, dass Fernkampf toller sei.

Der Bogen Azkâr hält sich für etwas Besseres und glaubt, dass Fernkampf toller sei.

NPC: Erzählen Sie von dieser Nacht.

Urfael: Aus dem Nichts kamen Uruk-Hai. Sie fielen über das schwarze Tor her, zu Hunderten. Mein Partner und ich kämpften wie Besessene. An unserer Seite war Dirhael mit Acharn. Zahlreiche dieser Bestien fielen tot vor unsere Füße – aber sie waren zu viele. Letztlich ergab sich Talion. Sie hatten seine Frau. Er warf mich fort. Ich fürchtete schon um mein Leben. Aber nur wenige Stunden später kam er zurück und nahm mich mit. Er war anders. Dann holte er Acharn, dessen Klinge gebrochen war. Seither fühlt er sich nicht mehr als Schwert. Stellen Sie es sich einmal vor: Vom Schwert zum Dolch degradiert. Das ist nicht leicht.

NPC: Was war anders an Talion?

Urfael: Er war nicht mehr allein und auch nicht richtig lebendig. Er war so etwas wie ein Geist. Und ein Geist war bei ihm. Und seither auch ein Bogen. Grässliches Teil. Arrogant und fühlt sich so stark, weil mein Partner nicht zu seinen Feinden muss, wenn er ihn benutzt.

NPC: Hat er auch einen Namen?

Urfael: Azkâr. Was ist das für ein Name? Wer nennt seine Waffe schon Azkâr?

NPC: Vielleicht ein rachsüchtiger Elbengeist?

Urfael: Stimmt. Das kommt hin.

NPC: Was geschah nachdem Sie und ihr Partner wieder vereint waren?

Urfael: Wir haben unseren Wachposten aufgegeben und sind nach Mordor gegangen. Aufräumen, Orks jagen und diejenigen bestrafen, die sich an Acharn vergangen haben. Ich dürstete nach Blut!

NPC: Vielen Dank für diesen ersten Teil unseres Interviews. Wir setzen diese Reihe dann später fort.

 

Falls ihr eine “richtige” Review lesen wollt, dann schaut mal bei unseren Freunden, den Teilzeithelden, vorbei.

Felix Mohring

Jahrelanger Pen&Paper-Spieler und -Leiter. War mal in der Gamesbranche tätig. Leitet als Chefredakteur NonPlayableCharacters inhaltlich.
Hauptthemen: Games, Pen&Paper

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