The Throne Diaries – Aus dem Tagebuch von Gared Tuttle


Heute bin ich schweißgebadet aufgewacht. Ich hatte einen wirren Traum der sich so echt anfühlte, dass ich nur hoffen kann, dass er sich nicht bewahrheiten wird. Im Traum bin ich mehrfach gestorben, nur um die gleichen grausamen Geschehnisse erneut erleben zu müssen. Es gelang mir zum Glück einen Ausweg zu finden, aber dies machte die Gesamtsituation nicht besser. Aber genug davon, die Erinnerung beginnt bereits zu verblassen und ich werde versuchen, so viel wie möglich davon, auf diesen Seiten festzuhalten:

Game of Thrones -  FestIm Traum hatten wir unser Lager bereits, anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten von Edmure Tully und Roslin Frey, bei den Zwillingen am Grünen Arm des Tridents aufgeschlagen. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich, die Spielleute geben ihr Bestes und es floss viel Wein.

Während Bowen und ich uns um die Ausrüstung kümmerten und dafür sorgten, dass alle genug zu trinken hatten, kam Lord Forrester persönlich vorbei, um mit uns anzustoßen. Anschließend nahm der Lord mich Beiseite, um mit mir unter vier Augen zu sprechen. Nach ein paar persönlichen Worten verkündete er mir, dass ich Morgen endlich in den Stand eines Soldaten gehoben werde! Im Gegenzug verlangte er aber mein Stillschweigen gegen über den anderen und schickte mich an, nach seinem Sohn Rodrik Ausschau zu halten.

Doch als ich mich auf den Weg machen wollte,  ging erneut der Wein aus. Daher machten Bowen und ich uns auf den Weg, Nachschub zu holen. Auf dem Weg schimpfte Bowen über sein Schicksal und darüber, dass wir vermutlich nie Soldaten werden werden. Ich haderte mit mir, ob ich ihm verraten sollte, dass es bei mir nicht mehr lange dauert, aber ich hatte dem Lord versprochen zu schweigen.

Als wir endlich angekommen waren und die Krüge wieder auffüllten, benahmen sich die Truppen der Frey sehr seltsam. Überall waren Waffen bereit gelegt, sammelten und bewaffneten sich die Soldaten der Frey!

 

Ich versuchte Bowen darauf aufmerksam zu machen und ihn mit allen Mitteln zum Aufbruch zu drängen, aber er erkannte unsere brenzlige Lage nicht. Schneller als mir lieb war, waren bewaffnete Frey Soldaten überall. Ich gab Bowen zu verstehen, dass wir dringend zurück müssen. Doch ehe ich mich versah, wurde Bowen hinterrücks ermordet!

 

Ich rannte um mein Leben und wurde von einem der Verräter niedergeworfen und getötet! Ich erwachte plötlich in derselben Situation, rannte und wurde niedergeworfen. Und diesmal entdeckte ich einen Schild neben mir, doch ehe ich Ihn ergreifen konnte, wurde ich erneut erstochen. Als ich abermals erwachte begriff ich was ich zu tun hatte und konnte mit Hilfe des Schildes, dem Tod ein Schnippchen schlagen. Doch kurz darauf wurde ich von einem brennenden Karren erdrückt. Auch dieses Hinderniss konnte ich überwinden, nur um erneut bedrängt und anschließend erdrosselt zu werden. Nach jedem schrecklichen Tod, fand ich mich erneut in der selben Situation wieder und musste erneut um mein Leben kämpfen. Mal schaffte ich es nicht rechtzeitig den Schild hoch zu reissen, dann war ich zu unentschlossen um einen Gegner umzurennen. Für jeden kleinen Fehler und jedes noch so kleine Zögern, wurde ich mit Schmerzen und einem schrecklichen Tode bestraft. Es war ein nie enden wollender Alptraum. Aber ich konnte ihm nicht entfliehen. 

Game of Thrones - Gared in BedrängnisAlso nutze ich mein Wissen um die Dinge, die geschehen würden und schlug mich zu Roderik und anschließend zu seinem Vater Lord Forrester durch. Doch trotz all der Schmerzen und zahlreichen Tode, die ich auf mich nahm, waren meine Bemühungen umsonst. Wir waren von den feigen Verrätern in einem Handstreich grausam besiegt worden. Ich nahm das Schwert von Lord Forrester an mich und schwor ihm, meinem Onkel eine geheime Botschaft zu überbringen. Schweren Herzens floh ich und machte mich auf den Heimweg, um anschließend zu meinem Onkel weiterzureisen und ihm die Nachricht zu überbringen…

Hier liege ich nun in meinem Zelt und schreibe diese Zeilen während draußen bereits das Lager aufgebaut ist, von dem ich geträumt habe! Wenn doch blos mein Onkel hier wäre, er würde wissen, was es mit diesem Traum auf sich hat. Meinem Freund Bowen kann ich nicht davon erzählen, er würde mich nur auslachen. Sollte ich vielleicht Lord Forrester davon berichten? Ich weiß es nicht. Falls es keine Vision war und ich ihm davon erzählte, würde er mich vermutlich für die Anschuldigungen an die verbündeten Frey bestrafen. Aber wenn es eine Vision war und ich ihm davon erzählte, würde ich damit die Vision verändern. Was soll ich blos tun, wenn es wirklich so kommt wie ich geträumt habe?

Werde ich die gleichen Entscheidungen erneut treffen? Wäre es mir mit dem Wissen, das ich in meinem Alptraum erfahren habe, vielleicht möglich Bowen zu retten? Und wenn ja, was wird passieren, wenn ich ihn rette und sich dadurch alles, was ich gesehen habe, ändert? Würde ich es ohne das Wissen, aus meiner Vision, schaffen zu überleben? Vermutlich nicht. Wieviele schmerzhafte und grausame Tode bin ich im Traum gestorben? Nicht einen davon möchte ich erneut erleben. Und im Hier und Jetzt werde ich nicht erneut aufwachen, hier habe ich nur diese eine Leben!

Andererseits, würde es sich vielleicht mit der Hilfe von Bowen zum besseren wenden. Vielleicht können wir gemeinsam erfolgreich sein, wo ich scheiterte. Vielleicht können wir gemeinsam schneller Roderik oder den Lord erreichen, um sie im Kampf gegen die Verräter zu unterstützen. Vielleicht können wir gemeinsam gegen die Frey siegen! Vielleicht … vielleicht … verdammt! Es gibt so viele Vielleichts!

Ihr alten Götter, ihr Kinder des Waldes, helft mir – was soll ich blos tun!

 

Game of Thrones – A Telltale Game

Also ich würde Gared und Euch dringend raten, die Videorezension des Telltale Spiels von RüdigerD anzusehen. Aber ich muss die Fans der Bücher von  George R. R. Martins sowie der TV-Serie Game of Thrones warnen: Ihr werdet anschließend nicht drumherum kommen das Spiel zu kaufen! In diesem Sinne:

Iron from Ice!

Euer ThomasK

 

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Thomas Klöck

Thomas Klöck

Hat Pen & Paper mit der Muttermilch aufgesogen und mit sieben Jahren das erste Mal als "Game Master" fungiert. Zaubert aus Papier Drachen und Yodas.
Hauptthemen: Pen&Paper

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