Das Gleichgewicht der vier Elemente


Wer wollte nicht schon immer mal eines der 4 Elemente bändigen? Feuer, Wasser, Wind oder Erde. Genau diesem Thema haben sich Bryan Konietzko und Michael Dante DiMartino angenommen und daraus eine Serie geschaffen: Avatar – The last airbender. Oder wie man in Deutschland schreibt: Der Herr der Elemente.

Zugegeben, die Serie ist schon etwas älter. Sie wurde in Deutschland zwischen den Jahren 2006 bis 2008 ausgestrahlt. Also warum diese Nostalgie? Zum einen, weil die Serie in meinen Augen einfach klasse ist. Und zum anderen, weil uns Cross Cult die ersten beiden Comic Bände zugeschickt haben. Damit ich für diese wieder im Bilde bin, habe ich mir die komplette Serie noch einmal angeschaut und berichte euch nun hiervon.

Worum geht es eigentlich?

Avazar_GroupIn der Welt von Avatar gibt es 4 Nationen. Das Erdkönigreich, die Feuernation, die Wasserstämme und die Luftnomaden. Diese lebten für viele Jahre in Harmonie, bis die Feuernation den anderen den Krieg erklärte.

Die Menschen in dieser Welt können immer nur ein Element beherrschen, beziehungsweise bändigen, wenn überhaupt. Einzige Ausnahme ist der namensgebende Avatar. Eine Person die die Brücke zwischen der Geisterwelt und der echten Welt darstellt und alle vier Elemente in sich vereint. Der Avatar wird stets in einer neuen Reinkarnation geboren, wenn der letzte Avatar stirbt (Doctor Who-Fans, ich weiß dass ihr da seid!). Die Reinkarnation des Avatar wird aber jedes Mal in einem anderen Stamm geboren. Der Zyklus geht wie folgt: Wasser – Erde – Feuer – Luft.

In der Serie geht es um den Feuerlord Ozai, welcher nichts geringeres als die Weltherrschaft anstrebt. Die Aufgabe des Avatars ist es, eben das zu verhindern.

Die harten Fakten

Die Serie ist an das historische Ost-Asien angelehnt und ähnelt einer japanischen Anime-Serie. Tatsächlich wurde sie aber in den USA produziert. Auch fehlen die typischen (klischeebehafteten) Merkmale wie riesige Augen oder Frauen die ständig nur in Miniröcken rumlaufen. Die Serie umfasst drei Staffeln, die in Büchern aufgeteilt sind. Wasser, Erde und Feuer. Wasser und Erde enthalten 20 Episoden, Feuer sogar 21.

In der Geschichte geht es primär um das “Team Avatar” und darum, wie Avatar Aang alle vier Elemente meistern muss. Das Team besteht aus Aang, Katara, Sokka, Toph. Nicht vergessen darf man Aangs Haustier Momo und den fliegenden Bison Appa.

Die Geschichte wird nach dem Staffelfinale in Comicform weiter erzählt. Zur Zeit gibt es drei Comicbände: Das Versprechen, Die Suche und Der Spalt. Daneben gibt es mehrere Bände der Reihe Die verlorenen Abenteuer, welche zwischen den Episoden der Serie angesiedelt sind.

Seit Mitte 2012 strahlt Nickelodeon in Deutschland das Sequel von Avatar aus. In Die Legende von Korra wird der neue namensgebende Avatar Korra begleitet. Die Welt hat sich gewandelt und ähnelt eher einem Steampunk Universum.

Die Geschichte

Spoilerwarnung!

Alles was ihr ab jetzt lest, bis hin zum Fazit enthält Spoiler. Falls ihr die Serie noch nicht gesehen habt und gewisse Details noch nicht erfahren wollt, dann lest einfach beim Fazit weiter. Zwar enthält dieser auch ein paar Spoiler, aber diese sind für die Geschichte eher unwichtig.

Buch 1: Wasser

PrintAvatar Aang wird von Katara und Sokka im Eis eingeschlossen gefunden. Sie befreien ihn und machen sich zu Dritt auf den Weg zum nördlichen Wasserstamm, damit Aang und Katara das Bändigen von Wasser lernen können. Auf ihren Reisen begegnen sie immer wieder Prinz Zuko. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Avatar zu fangen. Damit  will er seine Ehre bei seinem Vater Feuerlord Ozai wiederherstellen.

Ein weiterer Widersacher ist Kommandant Zhao, welcher auch hinter dem Avatar her ist. Im Staffelfinale kommt es zu einer Schlacht beim nördlichen Wasserstamm, bei dem (mittlerweile General) Zhao ums Leben kommt. Katara wird zur Meisterbändigerin und Aang findet in ihr schlussendlich seine Lehrerin.

Buch 2: Erde

TophDa Aang nun das Wasserbändigen beherrscht, muss ein Erdbändiger gefunden werden. Hierfür machen sich die drei Protagonisten auf den Weg in die Stadt Omashu um Aangs alten Freund Bumi um Hilfe zu bitten. Omashu wurde allerdings von der Feuernation eingenommen und Bumi möchte Aang nicht unterrichten. Er wartet lieber auf den richtigen Moment, um seine Stadt wieder zurück zu erobern.

Das Team findet schließlich in dem blinden Mädchen Toph Bei Fong eine würdige Lehrerin. Anfangs kommen Katara und Toph nicht klar und es herrscht “Zickenkrieg”. In diesem Fall allerdings nicht wegen eines Mannes, sondern wegen der Lehrmethoden. Katara ist sanftmütig und arbeitet mit positiven Impulsen. Toph dagegen ist hart und arbeitet mit negativen Impulsen.

Im Laufe der Staffel erfährt das Team von einer Sonnenfinsternis, welche die Feuernation erheblich schwächt. Diese wollen sie nutzen um den Krieg zu beenden.
Dafür reisen sie zur Hauptstadt des Erdkönigreiches Ba Sing Se. Hier will man von einem Krieg allerdings nichts wissen und unsere Protagonisten merken schnell, dass nicht der König sondern sein Verwalter die Fäden in der Hand hat.

Im Staffelfinale fällt Ba Sing Se der Feuernation in die Hände. Prinzessin Azula, Prinz Zukos Schwester hat die Stadt infiltriert und innerhalb kürzester Zeit den König vom Thron gestoßen. Zuko ist weiterhin einer der Widersacher des Avatars, auch wenn ihm mittlerweile Zweifel aufkommen. Als zweiten Widersacher haben die Produzenten Prinzessin Azula eingeführt, welche noch bestimmter und härter gegen ihre Widersacher vorgeht. Am Ende der Staffel wird Prinz Zuko wieder in die Familie aufgenommen.

Buch 3: Feuer

Avatar_AzulaAang, Katara, Sokka und Toph begeben sich getarnt auf das Gebiet der Feuernation, um einen Feuerbändiger-Lehrer für Aang zu finden. Doch sie haben kein Glück. Also bereiten sie sich für den Kampf vor und attackieren gemeinsam mit dem südlichen Wasserstamm und den Freunden der letzten beiden Teil die feindliche Nation.

Dieser Angriff misslingt, da der Feuerlord bereits vorher davon wusste und sich in einem unterirdischen Tunnel versteckt, bis die Sonnenfinsternis vorbei ist. Prinz Zuko erkennt, dass er auf dem falschen Weg ist und verlässt die Feuernation. Er will sich dem Avatar anschließen.

Zuko muss sich allerdings von fast allen aus dem Team das Vertrauen erst erkämpfen. Einzig Toph sieht in ihm einen Freund. Da Zuko seine Energie nicht mehr aus Hass und Wut beziehen kann, werden Aang und Zuko von den letzten beiden Drachen in der ursprünglichen Form des Feuerbändigens ausgebildet.

Es kommt zum finalen Kampf. Aang kämpft gegen den, mittlerweile zum Phönixkönig gekrönten, Ozai und Zuko kämpft gegen seine Schwester Azula, die kurz vor ihrer Krönung zum nächsten Feuerlord steht. Aang besiegt den Phönixkönig, tötet ihn allerdings nicht, sondern nimmt ihm seine Bändigerkräfte. Katara, die als Zukos Unterstützung mitgekommen ist, besiegt Azula und Zuko kann zum neuen Feuerlord gekrönt werden.

Die Serie endet mit einem romantischen Kuss zwischen Katara und Aang, der schon seit der ersten Folge ein Auge auf sie geworfen hat. Und einem Cliffhanger: 
Feuerlord Zuko begibt sich in die Arrestzelle seines Vaters und will von ihm wissen, was mit seiner Mutter passiert ist. Und genau an dieser Stelle setzt der Comic Das Versprechen an. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Fazit

Auch beim zweiten Anschauen aller Folgen, wurde ich sofort von der Welt und ihren Charakteren mitgerissen. Kennt ihr das Gefühl, dass ihr nach einer guten Folge am liebsten selbst in diese Welt eintauchen und mit den Charakteren Abenteuer erleben wollt? Das habe ich nicht oft. Bis jetzt nur bei Doctor Who, One Piece und eben Avatar. Jeder Charakter hat seine eigene Geschichte und diese werden auch erzählt. Es geht hier nicht nur um den Avatar, sondern auch um die Teammitglieder und andere Protagonisten. Mindestens eine Folge ist einem Charakter neben dem Avatar gewidmet.

Und sie können unterschiedlicher nicht sein. 

  • Aang, der Luftnomade der kein Lebewesen töten will und deshalb sogar Vegetarier ist. Er ist immer gut drauf, schnell zu begeistern und lacht herzlich. Gleichzeitig wird er von Selbstzweifel geplagt oder ist manchmal sogar blind vor Zorn, wenn zum Beispiel ihm nahestehende Personen verletzt werden oder in Gefahr schweben.
  • Katara ist die gute Seele in der Serie. Sie versucht, das Team zusammen zu halten, und bemüht sich immer mit allen klar zu kommen. Sie ist aber auch eine Kämpfernatur, welche das Wasserbändigen sehr schnell lernen konnte.
  • Toph ist zwar blind, aber das stört sie nicht. Sie kann durch ihre Erdbändiger-Kräfte ausreichend sehen. Sie wird von ihren Eltern verhätschelt und schließt sich deshalb dem Team an. Sie wirkt sehr schroff und hart, hat aber ein weiches Inneres.
  • Zuko ist anfangs der Bösewicht. Und hat nur ein Ziel: Den Avatar besiegen und seine Ehre wiederherstellen. Er wandelt sich von allen am meisten. Er ist zielstrebig und lässt sich nur selten zu einem lächeln überreden.

Avatar_AangDie Charaktere durchleben alle einen Wandel, werden erwachsener und zum Ende hin hat man das Gefühl, dass jeder von ihnen auch eine Menge lernen konnte. Was mich noch mehr begeistert ist, dass sie nicht nur immer wieder ihre Kleidung wechseln. Selbst ihr Haarschnitt ändert sich im Laufe der Zeit. Was meiner Meinung nach gerade Prinz Zuko sehr gut getan hat.

Durch die gesamte Serie zieht sich ein beständiger roter Faden. Gefühlt darf man nicht eine einzige Folge verpassen. Auch das Konzept der Welt gefällt mir gut: Die verschiedenen Nationen, der ostasiatische Stil, das Bändigen der Elemente und die Geisterwelt. Es ist eine Welt in der ich auch gerne leben wollen würde. Natürlich nur als Bändiger. Ist ja klar.

Falls ihr die Serie noch nie gesehen habt, kann ich sie euch wirklich nur empfehlen. Bis jetzt habe ich noch niemanden getroffen, der mit der Serie nichts anfangen konnte. Selbst Freunde, die vielen Dingen sehr kritisch gegenüber sind, haben sich von der Serie begeistern lassen. Deshalb sage ich, das ist ein klarer Pflichtkauf.

Was diese Bewertung bedeutet, erfahrt ihr nach dem Klick.

Falls ihr euch näher mit der Welt des Avatars beschäftigen wollt, gibt es eigens dafür ein Avatar-Wiki.

 

Fun Facts zu Avatar

Jeder liebt Fun Facts. Deshalb bekommt ihr hier meine Lieblingsfakten bezüglich Avatar.

  • Katara war als einzige Person bei jedem Staffelfinale mit dabei. Selbst in der neuen Serie Die Legende von Korra
  • Zuko lacht in der gesamten Serie nur ganze zwei Mal.
  • Der Brocken ist dem WWE-Star Dwayne “The Rock” Johnson nachempfunden. Auch der Brocken spricht von sich in der dritten Person, was der Sascha in diesem Fall echt gut findet.
  • Toph nutzt den Kampfstil Chu Gar Southern Praying Mantis, welcher angeblich tatsächlich von einer blinden Person erfunden worden sein soll.
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Sascha Martens

Ist der CTO (Chief of Technology and Other stuff) der Seite und hält im Hintergrund die Technik und alles andere zusammen.
Hauptthemen: Comics, Games, Serien

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  • Frosch

    Hab Avatar bereits vor Jahres gesehen und kann dir nur Zustimmen. Die Serie hat ein tolles Konzept und tolles Design! Bin gespannt auf den Bericht zu den Comics, denn die sind mir neu. Und wenn es dann auch noch um Sidestorys geht, umso besser. (:

    Falls ihr euch nun dazu entscheiden solltet, den Realfilm von Aang zu gucken, tut es nicht! Der ist leider richtig schlecht geworden.