Eine Geschichte hat immer zwei…drei….vier… irgendwer hat immer ‘ne andere Meinung


Na, wer kennt alles die Geschichte von dem Mädel das ja unbedingt mal gucken musste ob die Spindel wirklich spitz ist? Hat jeder in seiner Kindheit bestimmt schon mal vorgelesen bekommen oder den Klassiker von Disney gesehen… mit der hübschen Prinzessin, der bösen Fee und den guten Feen die dem Prinzen helfen den Tag zu retten!

Was aber, wenn das Ganze irgendwie gar nicht so war, wie es die Geschichtenerzähler immer verbreitet haben? Der Film Maleficent von Disney zeigt mal eine andere Möglichkeit, wie es abgelaufen ist.

Eigentlich war und ist die böse Fee Maleficent gar nicht sooo böse, sie hat nur ziemlichen Zoff mit ihrer ersten großen Liebe. Und wie das nunmal so ist, kann sowas ganze Königreiche erschüttern. Kennt ihr sicherlich auch. Als junge gutgläubige Fee traf sie einen jungen Burschen, der sich in den Mooren herumgetrieben hat und für Unruhe sorgte. Es kommt wie es kommen muss: Die beiden Teenager verlieben sich ineinander.

Aber ein Happy End ist den beiden nicht vergönnt und die Verbindung stellt die Weichen der Zukunft in eine düstere Richtung am Horizont. Maleficent wird zur Beschützerin ihres Heimatreiches und ihre alte Liebe soll sich der mächtigen Fee entledigen. Sodann wird er König des Reiches und die Fee wird von ihrem Hass und ihrer Rache aufgefressen. Der König bekommt eine Tochter, alle sind glücklich und Maleficent verflucht das Kind. Soweit ist die Geschichte bekannt.

Angelina Jolie spielt eine wunderbare Maleficent und ist wirklich bemüht, die Prinzessin aus vollem Herz zu hassen. Im Gegensatz zur Kinofassung bekommt man für das Heimkino die ungeschnittene Fassung. Es wurden zwar “nur” knapp 40 Sekunden entfernt, aber die Hintergründe hier will ich gar nicht so genau überdenken. Sehr schön ist, obwohl es ein Disney-Film ist, dass die Darsteller nicht spontan anfangen aus voller Kehle zu singen und zu tanzen. Auch der von Disney gepflegte Kitsch der “ewigen Liebe” kommt, wie bereits in Frozen, nicht ohne einige Seitenhiebe davon.

Insgesamt macht der Film auf Englisch etwas mehr Spass, da hier die Spitzen von Angelina Jolie gegen die kleine Prinzessin wunderbar zur Geltung kommen. Die Musik des Films ist schön episch, greift sehr gut in die Handlung ein und untermalt das ganze wunderbar.

Fazit

Vielleicht ist der Film nicht für die kleinsten Kinder geeignet, aber ab 12 ist er freigegeben und passt damit auch gut in die Mindest-Zielgruppe an Zuschauern. Maleficent ist zwar nicht DAS Highlight, aber für einen verregneten Abend auf der Couch super geeignet. Ihr solltet ihm auf jeden Fall eine Chance geben…. eventuell werdet ihr ja positiv überrascht von dieser so ganz anderen Fassung der alten Geschichte. Ich fand ihn unterhaltsam.

Sven Strobach

Sven Strobach

Isst, trinkt und atmet Filme. Sie sind sein Lebenselixier. Für ein Filmbattle braucht ihr mindestens eine Filmsammlung, die einer Videothek würdig ist.
Hauptthemen: Filme, Serien

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