LARP-Bastel-Tricks – Serviettentechnik mal anders!


logohamstercutSchwierigkeit: leicht

Zeitaufwand: mittel

Kosten: gering

Um Umrisslinien auf einen Gegenstand zu übertragen gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Gerade bei bemalten Rüstungen ist es oft nicht ganz einfach, ein Bild zu übertragen… Freihandzeichnen ist nicht jedermanns Stärke, Kohlepapier funktioniert nur bedingt und verschmiert und Durchpausen kann man bei Rüstteilen auch vergessen.

Dennoch gibt es eine recht simple Methode, mit der du entweder nur Umrisslinien, oder gar ein ganzes Bild auf eine Rüstung oder ähnliches übertragen kannst. Besonders geeignet für den Endzeitbereich, aber nicht ausschließlich ist hierfür die sogenannte “Serviettentechnik”

 

 

Benötigtes Material:

Pinsel

Serviettenkleber

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Eine Vorlage und ein wasserfester Stift

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Ein Papiertaschentuch

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Und so gehts:

Zunächst etwas Friemelei zum aufwärmen: Das Papiertaschentuch besteht in der Regel aus 2-4 Lagen feinsten Papiers. Diese gilt es vorsichtig von einander zu trennen, so dass du am Ende eine Lage für die Übertragung der Schablone übrig behältst.

Man kann für die Technik zwar auch Löschpapier oder ähnliches nehmen, aber je weicher, desto besser passt sich das Papier später an die Form des Gegenstandes an.

Wenn anderes Papier als ein Taschentuch verwendet wird, solltest du darauf achten, dass es möglichst saugfähig ist. Sprich mit hochwertigem Druckerpapier oder beschichteten Papieren kommt man meist nicht so weit.

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Als nächstes muss nun vorsichtig mit dem Stift die Vorlage auf das Papiertaschentuch abgepaust werden. Dabei hilft es, die Ränder des Tuches zu fixieren (nicht mit Kleber!), um ein Verrutschen beim Pausen zu vermeiden. Ich lege gern einfach vier Lineale oder ähnliches flaches Holz auf die Kanten. Nach dem Abpausen schneidest du mit einer scharfen Schere zumindest grob die Umrisse des “Decals” aus. Je weniger Material an den Rändern stehen bleibt, desto weniger muss man später kaschieren.

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Der Gegenstand, auf den die Vorlage übertragen wird sollte soweit wie nötig vorbehandelt sein (z.B. ggf farbige Lackschicht etc.). Je sauberer die Klebstelle ist, desto besser!

Jetzt kommt der Serviettenkleber zum Einsatz. (Serviettenkleber ist ein spezieller mit Lack versetzter Leim, der nicht nur klebt, sondern zugleich auch beim trocknen eine wasserabweisende Lackschicht zurück lässt). Pinsele den Untergrund gleichmäßig und deckend mit dem Serviettenkleber ein.

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Sobald du die Fläche vollständig eingepinselt hast, kommt der schwerste Teil! Nimm das zuvor gezeichnete Decal und lege es vorsichtig auf den Kleber. Dabei musst du darauf achten, möglichst wenig Falten zu produzieren. Bei sehr großen Bildern kann man auch schrittweise arbeiten und erst eine Ecke ankleben, um dann nach und nach den Kleber aufzutragen und das Gewebe anzudrücken.

Sobald das komplette Bild angelegt ist, fängt man an, es mit einem weichen Pinsel zu fixieren. Dabei muss man sehr vorsichtig vorgehen, um das Gewebe nicht zu beschädigen. Kleine Schäden sind jedoch kein Weltuntergang, da hinterher eh noch mit Acrylfarbe darüber gemalt wird. Wichtig ist, dass die gesamte Oberfläche am Ende möglichst glatt ist!

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Nachdem das Gewebe vollständig getränkt ist heißt es warten. Der Serviettenkleber trocknet jedoch relativ schnell. Wenn du nicht sicher bist, schau einfach auf der Packung nach, da sollte die empfohlene Trockenzeit vermerkt sein.

Sobald alles durchgetrocknet ist, kann man die nun übertragene Vorlage mit Acrylfarben bemalen – et voilá hat man ein echtes Unikat!

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Hier noch ein paar Beispiele für unterschiedliche Techniken und Trägermaterialien:

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billiges, dünnes Druckerpapier (für große simple Flächen gut geeignet,braucht mehr Kleber um durchzuweichen)

 

 

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teureres, normales Druckerpapier   (liegt nicht gut an, braucht sehr viel Kleber und mehr Zeit zum Durchweichen)

 

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Bei diesem Helm wurde ein Bild auf Löschpapier vorgemalt und  dann einfach komplett auf den Helm aufgetragen.

Danach wurden Teile des aufgebrachten Decals wieder  abgeschabt um einen abgenutzten Effekt zu erzielen

 

In diesem Sinne – Viel Spaß beim nachmachen und herumexperimentieren!

Nora Linse

Nora Linse

Früher nur am Tisch nun in LIVE und BUNT...Larperin durch und durch...und noch mehr Bastlerin und Tüftlerin.
Hauptthemen: Basteln, LARP

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