Lost Legacy – Ja, wo is’se denn?


Kennt ihr das, wenn man mal wieder auf einen verspäteten Mitspieler wartet oder noch 20 Minuten totschlagen muss? Das ist genau die richtige Zeit, um sich auf die Suche nach dem verlorenen Vermächtnis zu machen – im Kartenspiel Lost Legacy.

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Bild: Pegasus Spiele

 

Lost Legacy erschien Ende 2014 bei Pegasus. Die Spieleautoren sind Seiji Kanai und Hayato Kisaragi. Kanai wurde 2012 durch das Spiel Love Letter bekannt und versucht nun, mit Lost Legacy einen weiteren großen Hit zu landen. Ob ihm das gelungen ist?

 …und wie finde ich das Vermächtnis?

Ziel des Spiel ist es, die Lost-Legacy-Karte zu finden und bis zum Ende des Spiels, mit dem Wissen wo sie ist, durchzuhalten. Gespielt wird mit nur 16 Karten. Davon bekommt jeder Spieler eine, eine weitere kommt verdeckt in die Tischmitte. Wer am Zug ist, zieht eine Karte vom Kartenstapel, und entscheidet sich, welche von den beiden Karten, die er nun auf der Hand hat, er ausspielt. Die Karten haben verschiedene Effekte und Werte. So gibt es Karten, die einen in die Handkarte der Mitspieler schauen lassen und Karten, mit denen man Karten tauschen oder mit der man sogar Mitspieler „verwunden“ und ausscheiden lassen kann. Das geht so lange reihum weiter, bis entweder alle bis auf einen Spieler ausgeschieden sind, oder bis der Nachziehstapel leer ist. Falls mehrere Spieler bis zum Ende durchgehalten haben, entscheidet der Wert der Karte über die Reihenfolge, in der die Spieler den Ort der gesuchten Lost-Legacy-Karte benennen dürfen. Diese kann entweder auf der Hand eines Spielers, oder eine von mehreren Karten in der Tischmitte sein. Wer hier nun zuerst den richtigen Tip abgibt, hat das Spiel gewonnen.

Sternenschiff und Fliegender Garten?Lost Legacy1

Wenn ihr die Beschreibung der Regeln zum ersten Mal lest oder hört, mögt ihr euch wundern, was an dem Spiel denn überhaupt dran ist. Tatsächlich wird man das erst im Verlauf der ersten ein oder zwei Partien verstehen. Das Konzept ist so einfach, dass man zu Beginn vermutet, dass nicht viel dran ist. Aber dadurch, dass Lost Legacy so kurz ist, ist jede Entscheidung in diesem Spiel relevant. Suchst du nach der Legacy-Karte? Möchtest du doch lieber versuchen, einen der Mitspieler rauszuwerfen? Oder tauschst du deine Karte mit der Auslage, in Hoffnung auf eine bessere?

Die Mischung aus Deduktion, Bluff und Taktik weiß hervorragend zu unterhalten und macht das Spiel spannend – trotz der geringen Anzahl von Optionen, die jede Runde zur Verfügung stehen. Die Grafik der deutschen Version ist sehr stimmungsvoll und passt auch hervorragend zu den Effekten der Karten. Und das Beste ist: Während die Spiele Lost Legacy – Das Sternenschiff und Lost Legacy – Der fliegende Garten in anderen Ländern getrennt verkauft werden, hat Pegasus sich dazu entschieden, beides in einem Paket zu veröffentlichen. Die Regeln für beide Spiele sind die selben, aber die Karteneffekte sind unterschiedlich und das Spielgefühl ist auch ein anderes. Wer möchte, kann aus beiden Spielen sogar ein eigenes Deck bauen, um so dem Spiel die eigene Note zu verleihen. Dafür sollte man aber beide Decks schon einige Male gespielt haben.

Fazit

Lost Legacy

Jede Spielesammlung sollte ein solches Spiel beinhalten: Kurz, knackig, einfach genug, um es auch Nichtspielern zu erklären, und trotzdem so anspruchsvoll, dass auch Vielspieler ihren Spaß daran haben. Auch der Preis für den enthaltenen Spielspaß ist unschlagbar. Klare Kaufempfehlung!

 

 

 

 

 

 

Pegasus Spiele 18215G – Lost Legacy, deutsche Ausgabe, Kartenspiele

Price: EUR 8,91

4.3 von 5 Sternen (7 customer reviews)

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Christian Turkiewicz

Liest bevorzugt Regeln zu Brett- und Rollenspielen. Liebt Bingewatching, hat aber keinen TV-Anschluss.
Hauptthemen: Gesellschaftsspiele, Pen&Paper, Serien

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