Neo? nein… Constantine… John Constantine


Wenn der Sohn des Teufels aufbegehrt, der Speer des Longinus wieder ans Tageslicht kommt und selbst Engeln nicht mehr zu trauen ist, ist es Zeit für John Constantine, loszuziehen und alles, was nicht auf diese Ebene der Existenz gehört mit einem Arschtritt zurück zu schicken!

2005 kam der Film Constantine mit Keanu Reeves in die Kinos. Er basiert auf den Hellblazer-Comics und begleitet den Exorzisten John Constantine und seinen Gehilfen Chas Kramer (gespielt von Shia LeBeouf).

Als John zu einem Exorzismus einer jungen Frau gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass eine riesige Verschwörung im Hintergrund ansteht. Diese könnte noch das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle massiv erschüttern, wenn nicht sogar gänzlich vernichten! Als Selbstmörder, der damals wieder zurück ins Leben geholt wurde hat John eigentlich schon mehr als genug eigene Probleme: Sollte er nochmal sterben, würde es für ihn direkt in die Hölle gehen – und genau dahin scheinen die Tumore in seiner Lunge das finale Ticket gelöst zu haben! Als er bei dem Erzengel Gabriel nach einem Ausweg aus dieser kleinen Zwickmühle sucht (stilsicher in einer Kirche), begegnet er der Polizistin Angela Dodson, deren Schwester sich von einem Dach stürzte und irgendwie auch in diese Verschwörung zu gehören scheint.

Also rappelt sich der Anti-Held noch einmal auf, um herauszufinden, was Himmel und Hölle so in Auffuhr versetzt… und das nicht auf die nette Art!

Nach dem mittelmässigen Abschluss der Matrix-Trilogie war Constantine der nächste große Leinwandstreifen mit Keanu Reeves. Im Kino hörte man vereinzelt Kommentare wie “Das is aber nicht Matrix” und Ähnliches, nur um dann zu verstummen. Die Hellblazer-Comics waren zu dem Zeitpunkt in Deutschland eher unbekannt, aber niemand kann einen abgewrackten Anti-Helden so gut spielen, wie Keanu. Sei es in dem Sci-Fi Movie aus den 90ern Vernetzt – Jonny Mnemonic oder auch aktuell in John Wick… er weiss, wie man nicht nett ist! John Constantine ist ein egoistischer Dreckskerl, der von Sarkasmus und Zynismus nur so trieft, aber trotzdem tut, was er kann, um die Welt am laufen zu halten.

Auch der Erzengel Gabriel (Tilda Swinton), Balthasar (Gavin Rossdale), Papa Midnite (Djimon Hounso) der Vertreter der Neutralität und Luzifer persönlich (genial gespielt von Peter Stormare) tun ihr Übriges, um Keanu Reeves eine passende Bühne für seinen Charakter zu geben und dem Zuschauer was für ihr Geld zu bieten!

FAZIT

Der Film wird von einigen als 116-minütiger Anti-Raucher-Werbespot bezeichnet, aber Constantine rockt! Die Effekte sind cool gemacht – besonders bei der Hölle hätte ich mir bereits 3D im Kino gewünscht. Die Dialoge sind wunderbar getränkt mit Sarkasmus und Zynismus… eine angenehme Abwechslung in der seichten Popcorn-Kino Actionfilm-Szene. Ihr solltet euch den Film auf jeden Fall mal ansehen! Kaufempfehlung von mir!

Es gab zwar im Oktober 2014 auch eine gleichnamige Serie, diese wurde jedoch schon nach einer Staffel wieder zu Grabe getragen. Ob sich auch dort ein Blick lohnt, gucken wir später mal!

Oh, und bevor ich es vergesse… Auch wenn Constantine zu dem Raster der DC-Comic Helden gehört, sitzen bleiben! Nach dem Abspann kommt noch eine kurze Szene mit Chas, die Gänsehaut-Potential hat!

Sven Strobach

Sven Strobach

Isst, trinkt und atmet Filme. Sie sind sein Lebenselixier. Für ein Filmbattle braucht ihr mindestens eine Filmsammlung, die einer Videothek würdig ist.
Hauptthemen: Filme, Serien

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