NordCon: Wachstum in alle Richtungen


Der NordCon gilt als größtes freies Event für fantastische Spiele und Literatur in Europa. Ich habe mich mit einem der Organisatoren unterhalten, um ein wenig über das Brummen im Hintergrund erfahren.

NPC: Nils, stell’ Dich bitte kurz vor.
Nils: Hallo, ich heiße Nils Holm und kümmere mich auf dem NordCon um den Programmbereich Brettspiel und Tabletop und verantworte die Auf- und Abbaukoordination. Wenn ich nicht gerade auf dem NordCon bin, arbeite ich als Systemadministrator bei MEGA eG, einer Einkaufsgenossenschaft für Maler, Bodenleger und Stuckateure.

NPC: Wie ist die Entwicklung der Nordcon? Ist die Location der aktuellen Größe gewachsen und wie sehen die Prognosen für die Zukunft aus, wenn es welche gibt?
Nils: Die Frage erinnert mich an die Zeit, als der NordCon noch im Hamburg Haus im Stadtteil Eimsbüttel stattfand. Damals war ich als Gast eigentlich nur auf der LARP/Jugger-Wiese unterwegs und habe vom Angebot im Hamburg Haus kaum etwas mitbekommen. Seit 2008 bin ich als Helfer dabei und seit 2012 mit im Orgateam und habe dabei den Verleih meines Spielevereins mitgebracht. Mit dem Umzug vor ein paar Jahren zur Schule Beim Pachthof im Stadtteil Horn konnte vor allem das Angebot an Rollenspielrunden und Lesungen deutlich ausgebaut werden und es ist zusätzlich noch Platz für einige Specials.

NPC: Wer steckt dahinter und wie schafft Ihr das mit der Sponsorenfreiheit? Wie viele Helfer arbeiten auf der durchschnittlichen Nordcon?
Nils: Durch die Sponsorenfreiheit erhalten wir uns die Möglichkeit den NordCon nach unseren Maßstäben zu gestalten. Dies ist aber nur möglich weil sowohl das NordCon Orga-Team als auch circa 200 Helfer und Supporter ihre Freizeit dafür opfern um den NordCon auf die Beine zu stellen.

NPC: Man sieht hier inzwischen neben den drei Klassikern Pen & Paper, LARP und Tabletop-Strategie jede Menge andere Dinge: Von Brettspielen über Cosplay-Artikel bis hin zur Artemis-Runde, die man schon fast als LAN-Party alter Schule bezeichnen könnte. Wo zieht Ihr von der Orga-Seite die Grenze? Was wäre zu sehr off-topic?
Nils: Wir ziehen da keine festen Grenzen und schauen gerne mal über den Tellerrand hinaus wie zum Beispel bei Artemis, Robo Rally Live oder der Zombiecalypse. Wenn es den Gästen gefällt, lassen wir es im Programm. Aber wir probieren auch gerne immer mal wieder etwas Neues aus.

NPC: Du bist auch mit dem Brettspiele-Verein hier vor Ort. Einblicke in die Entwicklungen an dieser Front?
Nils: Mein Spieleverein Spielkultur Hamburg e.V., welcher dem ehemaligen Spielekreis von Holger Gentemann entsprungen ist, existiert nun seit über drei Jahren, ist auf etwa 50 Mitglieder gewachsen und wächst weiter. Wir treffen uns jeden Mittwoch ab 18 Uhr in den Gemeinderäumen der Kirche St. Gertrud in der Nähe U-Mundsburg. Und wir organisieren eigene Veranstaltungen wie zum Beispiel jährlich die Brett am 3. bis 4. Oktober in Kooperation mit der Loge e.V., den Spieleautorentreff am 27. Juni und Stadt, Land spielt am 13. September. Seit letztem Jahr arbeiten wir aktiv an einer Kooperation mit anderen Brettspielvereinen aus ganz Deutschland und werden dieses Jahr in Essen einen eigenen Infostand betreuen.

NPC: Danke für das Gespräch!

Um einen allgemeinen Einblick in den NordCon 2015 zu bekommen, empfehle ich euch übrigens das Video Spielkinder Unterwegs mit Felix und Sascha:

Marten Zabel

Marten Zabel

Bewertet Dich anhand Deiner Spiele, Serien und Rechtschreibung, wenn er nicht gerade selbst Spiele designt oder von größeren Dingen träumt.
Hauptthemen: Pen & Paper, Games, Brettspiele

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