Es lebt… irgendwie


In Johannisburg hat man beschlossen die Polizei-Teams mit Androiden zu unterstützen die helfen sollen die Strassen wieder sicherer zu machen und die Verluste einzudämmen. Die sogenannten Scouts helfen und machen die Straßen sicherer. Doch wie immer geht irgendwas schief…

Roboter an der Seite der Menschen, um sie zu beschützen.

Roboter an der Seite der Menschen, um sie zu beschützen. Das kann natürlich nur gut gehen.

Dean Wilson, der  diese Scouts entwickelte, strebt jedoch nach mehr. Jedoch hat er einen Konkurrent im eigenen Lager, der versucht sein eigenes Projekt an den Mann zu bringen. Und als Wilson einen Schritt weitergeht, um seiner Schöpfung den Schritt auf die nächste Stufe der Evolution zu ermöglichen, setzt er eine Ereigniskette in Bewegung, die keiner vorhersehen konnte.

Er träumt von der perfekten künstlichen Intelligenz die einen simplen Androiden zu einer selbstständigen Lebensform machen kann. Als er  mit einer neuen Software-Version an einem ausgemusterten Scout-Androiden experimentiert, erzielt er Erfolge, die weit über seine Hoffnungen hinausgehen. Allerdings gerät dieser Prototyp in die falschen Hände und der Android Chappie muss selbst lernen, wo sein Platz ist – wie jedes neugeborene Lebewesen auf unserer Welt. Auch wenn seine Zeit dafür nur sehr knapp bemessen sein wird, da sein Körper fehlerhaft ist.

Suggeriert der Trailer anfangs noch, dass es sich hier um einen Actionfilm à la Terminator und I Robot handelt, stellt sich bald heraus, dass es hier um mehr geht als nur Special Effects und Action. Vielmehr dreht es sich um das Erwachen einer neuen Lebensform und wie leicht dies zu beeinflussen ist.

Das ganze Spektakel erinnert eher an einen Film aus dem Jahr 1986 namens Nr. 5 lebt. Auch hier erlangte eine künstliche Lebensform ein eigenes Bewusstsein und war plötzlich mit dem Leben als solches konfrontiert. Naiv und unerfahren orientiert es sich an äußeren Einflüssen und lernt, entwickelt sich und formt daraus eine eigene Persönlichkeit. Ihr sieht also, anstelle von Action bekommt ihr etwas schwerere philosophische Kost geboten. Es ist zwar interessant zu sehen, wie die neu erwachte K.I. von Gangstern quasi aufgezogen und beeinflusst wird, um für ihre Zwecke nützlich zu sein. Ebenso versucht Chappies Schöpfer, das Gegenstück der Gleichung darzustellen. Auch Pinocchio könnte hier als Referenz dienen.

Die Macher wollten unbedingt mehr Action im Film haben, was aber nicht unbedingt einen besseren Film daraus macht.

Die Macher wollten unbedingt mehr Action im Film haben, was aber nicht unbedingt einen besseren Film ausmacht.

Einerseits versuchen die Macher, Action zu liefern, andererseits aber auch wiederum Drama, um der Story gerecht zu werden. Leider ist es hier als ob man Wasser und Öl mischen will… sehr schwierig und häufig scheitert man. Das Entstehen von Leben und die Sterblichkeit ist ein sehr komplexes Thema und sollte meiner Meinung nach für sich in einem reinen Drama behandelt , aber nicht noch mit einem anderen Thema kombinieren werden, nur um einem Trend zu folgen. Neill Blomkamp, Autor und Regisseur des Films, hat bereits unter anderem mit District 9 und Elysium bewiesen, dass er gern mehr bieten möchte. Dieses Mal hat er aber das Mischverhältnis falsch eingeschätzt

Optisch ist der Film eher Durchschnittskost, Special Effects sind rar gesät und gegen Ende eher minderwertiger Natur.  Da helfen auch Stars wie Hugh Jackman und Sigourney Weaver nicht mehr viel. Die Action ist vorhanden, aber weiß nicht wirklich zu begeistern!

Fazit

4030521740945_22658_pac_01_boxcWie schon geschrieben, habe ich nach dem Trailer einen soliden Actionfilm erwartet. Bekommen habe ich eher Mittelmaß. Das Ganze versucht allem irgendwie gerecht zu werden, bleibt aber letzten Endes doch auf der Strecke.

Der Film beschäftigt sich mit der Frage “Was ist Leben” oder auch “Was ist Bewusstsein” ? Hätte man sich für ein Genre entschieden und wäre dabei geblieben, wäre es sicher gut geworden.  So ist es nicht Fisch und nicht Fleisch.

Ich habe lange drüber nachgedacht und muss leider dem Film das Prädikat Schrott verpassen. Hochkarätige Stars, low Budget Effekte und ein Genre-Mix, der sich nicht wirklich verträgt. Figuren die teilweise nicht nachvollziehbare Handlungen vollziehen, um die Story weiter zu schleppen, obwohl sie eigentlich bereits am Boden liegt. Ich wünsche mir beinahe, ich hätte die Zeit in einen anderen Film investiert. Das Einzige, was mich ein wenig zum Schmunzeln brachte, war das alternative Ende. Aber damit war es das auch schon.

 

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Sven Strobach

Sven Strobach

Isst, trinkt und atmet Filme. Sie sind sein Lebenselixier. Für ein Filmbattle braucht ihr mindestens eine Filmsammlung, die einer Videothek würdig ist.
Hauptthemen: Filme, Serien

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