Die Zwerge werden interaktiv


Mit dem Roman Die Zwerge schaffte Markus Heitz seinen Durchbruch als Autor. Nun macht King Art Games aus Bremen ein Rollenspiel daraus. Auf der gamescom konnten wir uns zumindest die Techdemo anschauen, die uns schon einen ganz guten Eindruck gab.

Dass das Thema rund um Die Zwerge zu mehr als einem Buch reicht, hat bereits das kooperative Brettspiel bewiesen. Daneben ist eine Fernsehserie geplant und eine Comicreihe erscheint ebenfalls. Nun also auch ein Computerspiel. Als großer Freund des ersten Buchs bin da ja immer skeptisch. Oder um unseren Brettspielredakteur Christian zu zitieren: “Lizenzspiele gibt es wie Sand am mehr, und die meisten davon gehören in die Kategorien „überflüssig“ bis „schmerzhaft“.”

Charakterkonzept zu Boindil Zweiklinge, oder auch Ingrimmsch genannt.

Charakterkonzept zu Boindil Zweiklinge, oder auch Ingrimmsch genannt.

Doch der erste Blick auf das Spiel ist vielversprechend. Zwar wurden mir nur eine Techdemo sowie die World Map gezeigt, aber der gute Ansatz ist da und die Story für die Hauptquest kennen Heitz-Leser ja ohnehin bereits aus dem Roman.

Die Zwerge ist in drei verschiedene Funktionen aufgeteilt: Die World Map, auf der ihr reist und marodierende Orkhorden verfolgen oder umgehen könnt, einen Entdeckermodus, in dem ihr aus isometrischer Sicht die Gegend erkundet, Quests annehmt, handelt und Rätsel löst, und zu guterletzt der Kampf, der in Echtzeitstrategie stattfinden wird. Von eben diesem habe ich auch am meisten bisher gesehen.

Der Kampf soll zum einen darauf beruhen, dass bis zu vier unserer Helden gegen eine große Masse an Gegnern bestehen. “Wir wollen hier eher so eine Art Moria-Feeling aus Herr der Ringe beschwören”, erklärt Jan Theysen, Creative Director von King Art. Diese könnt ihr dann mit euren Waffen, Zaubern und Fähigkeiten beharken. Der zweite Punkt: Sowohl Fähigkeiten als auch andere Angriffe sollen sehr auf der Physik basieren. Das bedeutet, dass Gegner zurück oder gar eine Brücke hinuntergestoßen werden. Dabei kann es aber durchaus auch vorkommen, dass ein Schwinger eines Ogers die eigenen Orks durch die Gegend wirft.

Konzeptgrafik zum Protagonisten Tungdil.

Konzeptgrafik zum Protagonisten Tungdil.

Die Dialoge sind vollständig vertont. King Art greift daneben auch auf einen Erzähler zurück, der euch so besser abholt und Sachen wie Mimik oder Gestik mit in das Spiel nimmt. Dialoge sind mit Multiple-Choice aufgebaut. Der Protagonist Tungdil wird übrigens von Torben Liebrecht gesprochen, der unter anderem Tom Hardy und Richard Armitage (Thorin in Der Hobbit) seine Stimme leiht.

Insgesamt könnt ihr in eurer Gruppe zwölf bis 13 Helden um euch scharen: Zwerge, Magier, Menschen und auch den mysteriösen Djerun. Vor jedem Kampf müsst ihr euch also jedes Mal entscheiden, wen ihr mitnehmt. Hinzu kommt, dass ihr bei euren Charakteren aus bis zu sechs Fähigkeiten jeweils nur vier mit in den Kampf nehmen könnt. Es gilt also auch hier jedes Mal, sich zu entscheiden.

King Art wird übrigens in den kommenden drei Wochen eine Kickstarter-Kampagne zum Spiel starten, damit es auch so fertig gestellt werden kann, wie sie es sich wünschen. Sobald es hier losgeht, werden wir euch sicherlich auf Facebook darüber informieren.

Felix Mohring

Jahrelanger Pen&Paper-Spieler und -Leiter. War mal in der Gamesbranche tätig. Leitet als Chefredakteur NonPlayableCharacters inhaltlich.
Hauptthemen: Games, Pen&Paper

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  • Die Vorschau macht Lust auf mehr! Das Spiel will ich unbedingt antesten und hoffe das sie auch noch die Welt rund um das Geborgene Reich herum nachreichen werden.

    • Wenn es nach dem ersten Teil auch noch weitere Bücher schaffen, dann sicherlich. Nun gilt es aber erst mal dieses Spiel richtig gut zu machen.