Fallout Shelter – Willkommen in der nuklearen Hölle


“Hier spricht der Aufseher aus Vault 888 – wir haben Wasser, Nahrung und Energie im Überfluss! Wenn Ihr uns hört, kommt zur Vault 888 – die Welt braucht euch! Allen die zu weit entfernt sind, möchte ich hilfreiche Tipps geben, wie ihr das Überleben eurer Vault-Bewohner sichern könnt (…)”

Vor einigen Tagen haben wir auf unserem Vorweltkriegs-Android-Handy das Radiosignal des Aufsehers der Vault 888 empfangen. Seine Berichte über die Fortschritte und Rückschläge beim Auf-, Ausbau und der Verteidigung der Vault 888 halfen, unser Überleben zu sichern. Daher haben wir beschlossen seine Erfahrungen in Form eines Walkthroughs von Fallout Shelter an den Rest der Überlebenden weiterzugeben:

Vault 666

Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer

Der Aufseher aus Vault 888 stammt laut seinen eigenen Berichten aus der Vault 666, die aufgrund von Planungsfehlern und massiven Versorgungsproblemen und Raiderangriffen aufgegeben werden musste. Die Probleme durch die Fehlplanung waren so groß, dass sie im Nachhinein nicht mehr geändert werden konnten, da man die Mittelräume nicht abreißen kann sondern hinten anfangen muss. Die Erfahrungen daraus haben dem derzeitigen Aufseher angeblich geholfen, die Vault 888 zu einem besseren Ort zu machen, in dem inzwischen 29 Bürger untergekommen sind – und das bereits nach zwei Tagen harter Arbeit. Aber beginnen wir am Anfang.

Vault 888

Vault 888 Aller Anfang ist schwer.

Vault 888:
Ein Neubeginn

Eine Vault wird Anfangs – wie im Fall der Vault 666 – meist falsch aufgebaut. Leider ist man zu Beginn gezwungen, verschiedene Räume direkt nebeneinander zu bauen. Aber Jammern hilft uns da nicht weiter! Damit die Vault funktioniert, müssen stets drei gleiche Räume nebeneinander im Verbund gebaut werden. Sprich, sobald es die Kronkorken zulassen, muss einer der falsch gebauten Räum abgerissen und in eine neue Etage gebaut werden. Wasser und Nahrungserzeugung sollten dabei möglichst nahe der Stromversorgung liegen. Auch die Klinik, welche überlebenswichtige Medpacks produziert, sollte in der Nähe des Kraftwerks liegen damit der Nachschub stets gesichert ist.

Grundversorgung sicherstellen

Anfangs sind die Energie– (3x) sowie Nahrung– (2x) und Wasserversorgung (1x) am wichtigsten. Dabei gilt, dass in etwa ihr dreimal soviel Energie und zweimal so viel Nahrung wie Wasser produzieren und horten können solltet. Energie ist die wichtigste Ressource, da ohne genügend Energie die anderen Räume abgeschaltet werden, was die komplette Produktion zum Erliegen bringt. Anschließend folgt Nahrung, da ohne Nahrung eure Bewohner Lebensenergie verlieren und wie die Radkakerlaken sterben. Als Drittes folgt trinkbares Wasser, da eure Bewohner sonst gezwungen sind, radioaktiv verseuchtes zu trinken und Strahlungsschaden erhalten.

Ein Upgrade der Räume ist wichtiger, als Ihre Erweiterung, da eure Bewohner dadurch produktiver (etwa 10-15 Prozent) sind. Eine Erweiterung der Räume (auf maximal drei nebeneinander) erhöht vor allem eure Lagermenge. Wenn sich die Räume nicht verbinden, sind sie nicht auf dem gleichen Ausbauzustand, sprich, ihr müsst erst die angrenzenden auf den gleichen Standard bringen. Ein Verbund von Räumen ist produktiver, als wenn ihr mehrere einzelne Räume habt. Ihr solltet mindestens ein Drittel bis die Hälfte der Ressourcen auf Lager nehmen können damit keine Engpässe (zum Beispiel durch den Ausfall von Bewohnern oder die Ankunft neuer Bewohner) entstehen. 

Das Wichtigste ist aber, die Bewohner gemäß ihren SPECIAL-Atributen einzusetzen und ihnen passende Ausrüstung zu geben, welche die benötigten Attribute erhöht. (S) für Energie, (P) für Wasser, (A) für Nahrung. Für Stimpacks und RADways werden später (I) und für die Radiostation (C) benötigt.

Kaffeepause war gestern

Wenn ihr Bewohner erübrigen könnt, sprich, diese sich in der Kaffepause befinden, solltet ihr einen oder zwei davon zur Wache einteilen, sie Paarweise in die Baracken schicken (Nachwuchs) und auf sie Suche nach Ressourcen ins Ödland schicken. 

Eingangsbereich: In den ersten Stunden ist eure Vault nicht so leicht zu finden, doch sobald ihr Bewohner und Radiosignale ins Ödland schickt, lockt dies Raider und feindlich gesinnte Kreaturen wie Todeskrallen an. Daher solltet Ihr früher oder später Wachen aufstellen und sie bestmöglichst bewaffnen und ausrüsten. Wenn ihr genügend Waffen habt, dann bestückt auch die Bewohner in den nachgelagerten Räumen. Die Gegner laufen in der Regel von links nach rechts, dann den Fahrstuhl nach unten und wieder von links nach rechts. Sorgt also dafür, dass vor allem die Bewohner einer Bedrohung gewachsen sind, die als erstes angegriffen werden. Wenn ihr mehrere Räume gleicher Art habt, sorgt dafür, dass die besten Bewohner sich im oben gelegenen Bereich befinden. Dieser wird nämlich zuerst von Gegner heimgesucht. Junge Bewohner sterben wie die Fliegen, wenn Gegner zu ihnen gelangen.

Es lohnt sich die Dialoge zu verfolgen.

Es lohnt sich, die Dialoge zu verfolgen

Ödland: Denkt aber daran, dass die Bewohner erst aus dem Ödland zurückkehren, wenn man sie dazu auffordert und dass sie auch dort draußen bleiben, wenn ihr schlafen geht (die App abschaltet). Diesen Umstand kann man aber auch für sich nutzen, da so auch Leute arbeiten, während man sich zu Bette begibt. Sollten sie dabei das Zeitliche segnen, können sie zum Glück noch mit einer Spende an die Götter (Kronkorken) wiederbelebt werden. Je länger eure Bewohner im Ödland durchhalten, desto mehr und bessere Waffen und Kleidung (teilweise sogar einzigartige Gegenstände), Kronkorken, Stimpacks und Radaways finden sie für euch. Nebenbei erledigen sie Gegner und erhalten so Erfahrungspunkte. Auf dem Rückweg gehen eure Bewohner allen Gefahren aus den Weg: Ihr müsst euch dann also keine Sorgen mehr machen und sie benötigen nur die Hälfte der bisherigen Erkundungszeit. 

Umso länger Ihr das Ödland erkundet umso mehr könnt Ihr entdecken.

Je länger Ihr das Ödland erkundet, umso mehr könnt Ihr entdecken

Der erste Nachwuchs lässt nicht lange auf sich warten.

Der erste Nachwuchs lässt nicht lange auf sich warten

Baracken: In den Baracken finden eure Bewohner zusammen und zeugen, wenn die Chemie stimmt, Nachwuchs. Beachtet aber, dass Schwangere sich nicht an Kämpfen beteiligen und vor jeglichen Gefahren (auch bei Feuer) das Weite suchen. Wenn Ihr genug Platz in der Vault habt, kommen (nach ca. 3 Std.) die Kinder zur Welt und wachsen in eurer Vault heran. Habt auch auf die Anzahl der Kinder ein Auge, denn sobald sie zu vollwertigen Bewohnern herangewachsen sind (nach circa Stunden), fordern Sie Ressourcen ein und wollen beschäftigt werden. Daher solltet Ihr genügend Ressourcen-Puffer aufbauen und unter Umständen schon einmal planen, wie ihr sie später einsetzen wollt und die entsprechenden Räumlichkeiten erstellen. Nach den ersten freiwilligen Bewohnern seid ihr gezwungen, selbst für Nachwuchs zu sorgen. Plant daher rechtzeitig, damit anzufangen. Geschlecht und Attribute des Nachwuchs sind zufällig, aber ihr könnt ihn selbst benennen.

Ziele im Auge behalten

In den Lunchboxen findet man auch einzigartige und Legendäre Bewohner - teilweise inklusive besonderer Ausrüstungsgegenstände

In den Lunchboxen findet man auch einzigartige und Legendäre Bewohner – meist inklusive besonderer Ausrüstungsgegenstände. So eine Karte ist immer der absolute Glücksgriff

Die legendäre und einzigartige Waffen in den Lunchboxen sind der Hammer.

Die legendäre und einzigartige Waffen in den Lunchboxen sind der Hammer

Der Nachwuchs steht bereit

Der Nachwuchs steht bereit

 

Nebenbei muss man seine Ziele im Auge behalten, da man durch diese an wichtige Ressourcen (Kronkorken und Lunchboxen) gelangen kann. Einmal pro Tag könnt ihr ein zu ambitioniertes Ziel auch überdenken und durch ein neues ersetzen. Erledigt die Ziele möglichst schnell, denn über die Belohnungen (Lunchboxen) winken neue Bewohner, Waffen und Kleidung, Med- und Stimpacks, Kronkorken sowie Beiträge zur Grundversorgung. 

Produktions-Beschleunigung:

Es ist verlockend, die Produktion bei einen Engpass zu beschleunigen – zumal man obendrein noch Erfahrung und Kronkorken extra bekommt. Habt ihr genug Feuerkraft und Medpacks in Petto, solltet ihr ab und an die Produktion beschleunigen und die Lagerbestände und Kronkorken erhöhen. Einige Ziele erfordern sogar eine Produktions-Beschleunigung. Doch mit jeder Beschleunigung erhöht sich die Chance auf fatale Fehler. Feuer sind schnell gelöscht (sofern nicht nur Schwangere in den Räumen sind) aber gerade am Anfang können RAD-Kakerlaken euch das Leben zur Hölle machen. Vor allem die später auftretenden Maulwurfratten sind nicht zu unterschätzende Gegner, vor allem, wenn sie in großen Räumen auftauchen. Habt ihr das Ziel mehrere Feuer zu löschen, so könnt ihr diese durch eine mehrfache Beschleunigung hervorrufen. Beachtet aber, dass Fehler in der Produktion die Bewohner unglücklich machen!

Ausbildungsräume:

In der Muckibude können eure Bewohner ihre Stärke trainieren

In der Muckibude können eure Bewohner ihre Stärke trainieren

Ab 24 Bewohnern wird es möglich S.P.E.C.I.A.L. Attribute steigern zu lassen. Hier würde ich die Prioritäten genau so setzen wie die Räume freigeschaltet werden: S->A->P->I->E->C->L
Dabei ist E, C und L zu vernachlässigen. Ich denke aber, dass Ausdauer (E) eventuell auch die Lebensenergie / Widerstandskraft erhöht. Im späten Spiel wird es außerdem für die Nuka Cola Fabrik interessant. Charisma (C) ist eventuell für die Baracken und den Radiosender von Interesse, da diese aber die Produktion nicht direkt beeinflussen, sind sie zu vernachlässigen. Glück ist eine seltsame Geschichte, keine Ahnung was die für Auswirkungen hat – habe dazu (außer das es den Kronkorken-Ertrag bei Beschleunigung zu erhöhen scheint) nicht gefunden.

Fortgeschrittene Produktionsräume:

Ab 60 Bewohnern könnt ihr die verbesserten Produktionsräume bauen. Sie produzieren und lagern deutlich mehr Ressourcen, sind aber auch deutlich teurer. Ich würde sie trotzdem bevorzugen und zu 3er Räumen ausbauen. Wenn das Geld da ist, kann man gegebenenfalls auch einen angefangenen Produktionsraum abreißen und dafür einen höherwertigen erstellen.

Aufbau der Vault

Vault 888  Stand 21.8.15

Vault 888
Stand 21.8.15

Ihr solltet am besten immer Räume im Schema:  3er Raum – Aufzug – 3er Raum – Aufzug – 2er Raum aufbauen (siehe Bild). Leider klappt dies nicht immer. Ich habe die Ausbildungsräume in der Mitte angeordnet. Ob ich dies nochmal machen würde, bezweifle ich allerdings.

Anmerkung: Ich habe den Tipp bekommen, dass es mehr Sinn macht, die Aufzüge an den Rand der Vault zu bauen. Dadurch werden die Maulwurfsrattenangriffe reduziert (greifen nur Räume an, die ans Erdreich grenzen) und die Wege der Raider und Todeskrallen können besser vorhergesagt werden. Dieser Aufbau ist aber deutlich schwerer zu erreichen, da man die Räume nicht von Innen nach Außen erstellen kann.

Die Kosten der Räume steigen mit der Stufe. Eine Übersicht dazu findet ihr unter anderem hier.

 

Fazit

Vor allem, wenn Sie Fallout Shelter spielen ...

Vor allem, wenn sie Fallout Shelter spielen …

Fallout Shelter ist ein rundum gelungenes und süchtig machendes Spielchen für zwischendurch. Ladet es euch auf keinen Fall herunter, wenn ihr in den nächsten Tagen und Wochen noch etwas wichtiges zu tun habt. Dieser Artikel wäre vermutlich schon viel früher fertig geworden, wenn ich nicht zwischendurch meine Vault 888 im Auge behalten hätte. Meine Vault hat inzwischen (Samstag) 101 Bewohner und entwickelt sich trotz einiger herber Rückschläge prächtig.

Ich wünschte es wäre möglich, nach der ersten Vault eine Vault ohne Tutorial zu bauen, so dass man nicht gezwungen ist, Räume falsch zu platzieren. Das Tutorial geht mir außerdem nicht weit genug und die Erklärungen sind meiner Meinung nach nicht ausreichend. Außerdem wäre eine Verbesserung der Eingangstür durch weitere Schleusen, Selbstschussanlagen und Wachen vor der Vault toll gewesen. Die ersten Todeskrallen haben beinahe meine komplette Vault getötet, obwohl ich Wachen mit einem Fokussierten Gatling-Laser habe. Ich würde mir auch wünschen, dass die Wachen automatisch den Gegnern folgen, anstatt im Eingangsbereich stehen zu bleiben, während die Gegner weiterziehen. 

Wer X-COM oder Fallout gespielt hat, wird Fallout Shelter lieben! Ich kann euch eine eindeutige Kaufempfehlung (ihr zahlt mit einer Datenfreigabe, das Spiel an sich ist kostenlos) geben, aber wie gesagt, auf eigene Gefahr für eure Freizeit!

 

Meinungen der Redaktion:

ChristianT:  “Ich habs angetestet, hatte aber keine Geduld rauszufinden wie es nun wirklich funktioniert. Ich war einfach zu doof dafür.”

ElisaH: Netter Zeitvertreib, ab und zu hart frustrierend, wenn du von Molerats überrannt wirst oder zwei Todeskrallenangriffe hintereinander deinen Bunker fast auslöschen.”

SaschaM: “Schönes Spiel welches einen durch den Namen schnell in seinen Bann zieht. Welches mich aber durch die immer gleichen Aufgaben genauso schnell wieder ernüchtern lässt. “

ThomasK: “Sehr schönes, süchtig machendes Spielchen für Zwischendurch, dass an X-COM (Basisaufbau) im Stil von Fallout erinnert und einen nicht mehr los lässt. Aber genug der Worte ich muss dringend Bewohner aus der Waste zurückholen (…)”

ThorstenB: “Drolliger Zeitvertreib für zwischendurch – Nachdem ich etwa 1-2 Wochen damit gespielt habe, kommt langsam etwas Langeweile auf, da es doch recht einfach ist und nun die Ereignisse sich wiederholen. Will jedoch noch versuchen, bis zu 100 Bewohner zu kommen, um zu sehen, was geschieht, wenn man nun alle Gebäude freigeschaltet hat.”

MartenZ: “Auf meinem alten Xperia Mini Pro läuft das nicht :-(.”

 

Thomas Klöck

Thomas Klöck

Hat Pen & Paper mit der Muttermilch aufgesogen und mit sieben Jahren das erste Mal als "Game Master" fungiert. Zaubert aus Papier Drachen und Yodas.
Hauptthemen: Pen&Paper

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