Unterwegs in der Indie Arena


Auf der Gamescom treibe ich mich immer gerne in der Indie Arena rum. Dort ist erstens nicht so viel los – was sehr schade ist – und zweites gibt es hier viele interessante Spielkonzepte auf vergleichsweise kleiner Fläche. Ein paar davon kurz hier angerissen.

Shattered World

Dieses Spiel von Black Zeppelin vereint Sammelkartenspiel und rundenbasierte Weltraumkämpfe. Ein außergewöhnlicher und interessanter Ansatz, den ich mir auf jeden Fall genauer anschauen werde.

Dabei handelt es sich um ein auf zwei Fraktionen basiertes Onlinegame. Je nachdem, welche Fraktion aktuell besser ist, verändert sich die Spielwelt entsprechend. Interessant daran: Ihr könnt euch auch mit Freunden zusammenschließen.

Ihr könnt eine Testversion auf der Website von Shattered Worlds gratis herunterladen. Ich denke, ein Anspielen sagt mehr als tausend Worte. Für Strategie- und Sammelkarten-Freunde definitiv ein Muss, da mal reinzuschauen.

Cosmonautica

Bei dem Spiel des Stuttgarter Indie-Studios Chasing Carrots handelt es sich um einen Handelssimulator im Weltraum. Allerdings steuert ihr nicht selbst das Schiff, sondern gebt nur die Befehle. Wichtig dabei ist auch, dass ihr eure Crew entsprechend beschäftigt und ihre sozialen Interaktionen im Blick behaltet.

Cosmonautica gibt es für den PC (unter anderem bei GOG.com) und für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen Android und iOS. Der Einstieg ist relativ schwer und ihr werdet vermutlich häufig sterben oder pleite gehen. Aber selbst für mich, der nicht besonders auf Handelssimulationen steht, hat das Spiel etwas.

Jotun

Ihr kennt das: Obwohl ihr euer Leben sehr gut verbracht habt, sind die Götter nicht gerade von euch beeindruckt und ihr könnt nicht in das schöne Himmelsreich ziehen, wenn ihr sterbt. Also gilt es eben jetzt, den Götter mit heroischen Taten das Erstaunen herauszukitzeln.

Darum geht es bei Jotun. Ihr bekämpft verschiedene Kreaturen der nordischen Mythologie. Dabei handelt es sich in der Regel um Bosskämpfe in einer Arena. Sobald ihr alle Aufgaben erfüllt habt, finden euch die Götter toll und ihr dürft in Valhalla einziehen. Das Spiel ist nicht leicht, was aber auch logisch ist. Wie mir einer der Entwickler vor Ort sagte: “It’s not easy to impress the gods.”

Hero Defense – Haunted Island

Tower Defense Spiele sind fast so alt, wie Handyspiele selbst. Da sind erfrischende Konzepte für das immer gleiche Spielprinzip immer wieder gern gesehen. Happy Tuesday gibt euch also keine Türme, sondern Helden zur Hand, die gegen immer härter werdende Wellen von Monstern bestehen.

In typischer Tower Defense-Manier schlürfen die Feinde dabei einfach an euren Helden vorbei und versuchen bis zum Ziel zu kommen. Schön: Die Helden können jederzeit neu positioniert werden und laufen so über die Karte. Dazu leveln sie auf und können neue Fähigkeiten freischalten, wie es sich eben für einen richtigen Helden gehört.

Das Spiel ist auf Smartphones und Tablets ausgelegt.

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Goliath

“Everybody makes mistakes. You make giants.” Das ist der Spruch, der auf dem Spiel Goliath prangt. Und das ist auch so ziemlich der Kern des Games. In Goliath müsst ihr Ressourcen sammeln, um mächtige Roboterwesen aus Stein, Holz und Eisen zu produzieren. Mit diesen erkundet ihr die Gegend und sammelt noch mehr Ressourcen, damit ihr eure Roboter aufbessern könnt.

Goliath ist ein Exploration-Spiel, bei dem ihr die Welt erkundet und Abenteuer erlebt. Das Kampfsystem ist nicht ohne und obwohl ihr mit einem großen Kampfroboter durch die Gegend lauft, könnt ihr nicht jeden Gegner mit Leichtigkeit besiegen. Ich bin gespannt, wie sich das Spiel noch entwickelt und ob noch etwas mehr Geschichte um das Kernelement gestrickt wird. Die Entwickler starten übrigens am 17. August eine Kickstarter-Kampagne zum Spiel.

Retro Invasion

Last but not least ein Spiel, das ich leider noch nicht anspielen konnte, aber der Trailer und die Idee dahinter haben mich bereits überzeugt. Das Indiestudio Threaks verbindet in Retro Invasion einen Topdown-Shooter mit einem pixeligen Brawler. Ihr steuert dabei entweder den Schießwütigen oder seinen eckigen Prügelkumpel.

Beide verhalten sich dabei komplett unterschiedlich in der Spielwelt. Für ein Retrospiel typisch, kann unser Brawler nicht schwimmen, dafür aber sehr hoch springen. Unser Shooterfreund hat dagegen eine realistischere Physik und paddelt seinem Freund im Wasser davon. Interessantes Konzept, das Potenzial für großen Couch-Koop-Spaß hat.

Felix Mohring

Mit 11 Jahren aus Versehen in die Rollenspielrunde des großen Bruders gerutscht und seither nicht mehr von dem Hobby losgekommen. Gründer und Marketing-Äffchen, Moderator und Formatentwickler der NonPlayableCharacters.
Hauptthemen: Pen&Paper

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