Vom Comic zum Spiel und wieder zurück


Batman: Arkham Knight hatte bekanntlich einige Startprobleme. Besonders PC-Spieler (zu denen ich auch gehöre) mussten leider einiges hinnehmen. Obwohl ich darüber enttäuscht war – immerhin hatte ich mich sehr lange auf das Spiel gefreut – möchte ich euch auf eine kleine Reise mitnehmen. Diese wird jedoch nicht zum Spiel Batman: Arkham Knight führen, sondern zum dazugehörigen Comic mit der offiziellen Vorgeschichte.

Zwischen Arkham City und Arkham Knight

Zuallererst: Wer Arkham City nicht durchgespielt hat und das Ende nicht kennt, sollte hier aus Spoiler-Gründen nicht weiter lesen. Denn der Comic beginnt genau da, wo Arkham City aufgehört hatte nämlich ACHTUNG SPOILER mit Jokers Tod.

Batman ist erschöpft von der Nacht in Arkham City und will sich auf den Heimweg machen. Während er mit Alfred spricht, um seine baldige Rückkehr anzukündigen, wird er von einem Angriff überrascht. Bei dem Angreifer handelt es sich um Electrocutioner. Wer Arkham Origins gespielt hat, wird sich sicher noch an ihn erinnern. Er konnte zwar nicht viel, aber seine Elektrohandschuhe haben uns später bei den Kämpfen sehr geholfen. Nun im Comic handelt es sich um den Nachfolger dieses Electrocutioner aus Arkham Origins.

Ob Nachfolger oder Original, beide können anscheinend ähnlich wenig und Batman hat den Kampf in Sekunden für sich entschieden. Mit zerschlagenem Gebiss, aber lebendig, lässt Batman ihn auf dem Dach zurück und macht sich auf den ersehnten Heimweg.

Scarecrow

Die Schurken bereiten sich darauf vor, den leeren Platz des Jokers einzunehmen. Ganz vorne mit dabei: Scarecrow. (© Panini/DC)

Allerdings überlebt der Electrocutioner die Nacht nicht. Nein, Batman hat nicht zu sehr zugeschlagen! Arkham Knight hat seinen ersten Auftritt und macht kurzen Prozess mit dem Möchtegern-Schurken.

Doch der ist nicht das einzige Problem, welches sich im Comic ankündigt und natürlich erst im Spiel gelöst wird.

Der Joker schafft es nämlich selbst nach seinem Tod, die Stadt in Aufruhr zu versetzen, und der Pinguin macht sich auf die Suche nach Scarecrow, der seit dem Vorfall in Arkham Asylum verschwunden ist. Harley will sich noch immer an Batman rächen und hat es geschafft Killer Croc für sich zu gewinnen.

Es werden also mal wieder eine Menge Schurken geboten, auch wenn einige nur kurz in einem Panel zu sehen sind.

Wichtige Fakten

Der Comic hat um die 130 Seiten. Ist als Hard- und Softcover erhältlich. Das Titelbild wurde etwas faul vom Spiel übernommen (damit auch jeder weiß, womit er es zu tun hat). Die Designs sind natürlich stark ans Spiel angelehnt und meist gut getroffen.

Bruce Waynes Gesicht sieht nur auf einigen Bildern etwas zu comicartig (ja, zu comicartig) aus. Auch Harley hätte ein etwas weniger markantes Antlitz gut getan und ich würde mich freuen, wenn bei Killer Croc überhaupt so etwas wie Gesicht zu erkennen wäre.

Arkham Knight

Arkham Knight beseitigt ohne Gewissensbisse den Abschaum von Gotham. (© Panini/DC)

Der Story kann man ohne Probleme folgen. Selbst für diejenigen, die noch nie einen Blick in die Spielreihe geworfen haben – und es auch nicht vorhaben – könnten den Comic ohne Probleme lesen. Auf wichtige Gegebenheiten wird hingewiesen und einige Schurken erklären uns gerne (Scarecrow führt offensichtlich sogar ein Selbstgespräch) ihre Pläne.

Die meisten Seiten werden neben Batman von Joker und seinem „Testament“ eingenommen, in dem er erzählt wer er ist und warum er so ist, wie er ist. Wer jedoch hofft, eine ehrliche Geschichte von Joker zu erhalten, der kennt den Clown schlecht. Jedoch ist es wenigstens eine sehr unterhaltsame Geschichte.

Der Arkham Knight kommt glücklicherweise auch nicht zu kurz. Immerhin gibt er dem Comic seinen Namen, aber ähnlich wie Bane bleibt Arkham Knight vorerst im Hintergrund. Dennoch lässt der neue Widersacher von Batman bereits tief blicken und verheimlicht seinen Opfern nicht, wie wenig er für diese übrig hat.

Fazit

Der Comic Arkham Knight ist eigentlich nur etwas für richtige Fans oder für Spieler, die gerne einen Skin für die PS4 oder die Xbox One haben möchten. Alle anderen würden sich wahrscheinlich eher langweilen, denn es gibt keine großen Überraschungen. Es ist eine Geschichte, die lediglich die Lücke zwischen den Spielen füllt und für das eigentliche Spiel nicht notwendig ist. Damit bleibt nur noch zu sagen: Wem so etwas gefällt, der sollte sich den Comic bei Panini kaufen, wem nicht der lässt lieber die Finger davon. Eindeutig Geschmackssache also.

Was bedeutet diese Wertung? Das erfahrt ihr nach nur einem Klick.

Batman: Arkham Knight

Price: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen (3 customer reviews)

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Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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