Imperial Assault – Wie soll der ganze Kram nur wieder in die Box passen?


Der letzte Blasterschuss ist kaum verraucht, die Siegesfeier ist noch in vollem Gange, doch der Zeitpunkt des Aufräumens rückt trotzdem unaufhaltsam näher. Wie zum Geier soll der ganze Kram nur wieder in die Box passen?

Zumindest ich habe mir diese Frage nach meinem ersten Spielenachmittag mit Imperial Assault gestellt. Die erste Maßnahme war, wie bei fast jedem Fantasy Flight-Spiel: Raus mit dieser blöden Pappeinlage. Danach ist zwar ausreichend Platz in der Box, jedoch fliegen die Einzelteile wahllos durcheinander. Plastikbeutel mussten her, denn damit kann ich zumindest all die Marker und Karten voneinander trennen und sortiert halten. Sieht blöd aus, reduziert die Zeit beim nächsten Aufbau des Spieles aber signifikant.

Was mache ich nun mit den Spielfiguren?

Klar, sie passen alle in die Box, aber die Gefahr einer abgeknickten Waffe oder mal wieder abgebrochenen Beinen bei den Suchdroiden, haben mich nach anderen Möglichkeiten suchen lassen. Die Lösung kam in Form einer alten Keksdose aus Metall und selbstklebenden Magneten. Von einem Miniaturenprojekt hatte ich noch entsprechende 20x20mm Magnetplättchen rumliegen. Imperial Assault MagneteNach kurzer Bearbeitung mit einer Schere passen diese wunderbar in die flachen Vertiefungen unter den Basen der Imperial Assault-Minis. Da die Figuren zum Glück aus Plastik bestehen, sind die Magnete sogar stark genug, die Figuren auch bei auf dem Kopf stehender Dose zu halten, zumindest meistens.

Feldherr 1

 

Halbwegs zufrieden mit meiner Lösung, stieß ich beim Dealer meines Vertrauens plötzlich auf passende Einlagen von Feldherr. Sollten diese etwa mein soeben beseitigtes Problem noch eleganter lösen können? Unmöglich! Trotzdem bestellte ich mir die 85mm-Einlage für den Kleinkram und die Bodenplatten. Die Figuren hatten schließlich schon ihr perfektes Heim gefunden.

Ein paar Tage später war meine erste Reaktion auf die gerade eingetroffene Einlage sehr zurückhaltend, erschien sie mir doch alles andere als hochwertig.

Bei genauerer Betrachtung fiel mir zudem auf, dass selbst meine zitternden Hände die Anbringung des Bodens bei anderen Feldherr Einlagen bisher immer besser hinbekommen hatten.Feldherr 2

Sobald der Einsatz in der Box war, glätteten sich die gewellten Wände und das Teil schmiegte sich überraschend gut an die Pappwände. Kurz danach waren alle Komponenten des Basisspieles im Einsatz verstaut und es bleibt jetzt sogar noch ausreichend Platz für die ein oder andere Erweiterung. Leider passen die größeren Karten nicht liegend in das dafür vorgesehene Fach, können aber immerhin auf der Seite stehend gelagert werden.

Wer meine grandiose Idee mit den Magneten unter den Minis nicht nachmachen möchte, kann übrigens auf eine weitere Einlage zurückgreifen, die mit ihren 50mm zusammen mit der 85mm Einlage in die Spielbox passt und mit ihren 36 Fächern alle Minis des Basispieles bis auf den AT-ST aufnehmen kann. Bringt ihr die Spielregeln auf den Einlagen unter, müsst ihr damit rechnen, dass der Deckel ganz leicht hochsteht, was aber kein großes Problem sein dürfte. Übrigens sind die angegebenen Höhen der Einlagen die Außenmaße, also inklusive Böden.

Imperial Assaul Box

Fazit

Nach anfänglicher Skepsis konnte mich die maßgeschneiderte Einlage doch überzeugen. Die nicht perfekte Verarbeitung ist unschön, beeinträchtigt die Verwendung jedoch nicht und ist für mich dadurch irrelevant. Es gibt wunderbare Spezialanfertigungen, nicht nur für Imperial Assault, in den USA, jedoch sind diese um ein Vielfaches teurer als die hier vorgestellte rund zwölf Euro kostende Alternative. Wer die zusätzliche Ausgabe nicht scheut und seine Spielkomponenten hübsch geodrnet haben möchte, dem sei der Kauf dieser Einlage von Feldherr empfohlen.

 

Thomas Markwart

Thomas Markwart

Durch DSA 1989 zum Rollenspiel gekommen. Neben Rollenspiel noch Wargamer, Superhelden-Comics-Leser und Brettspieler. Auch unter den Alteregos SirPadras oder Zinnjunkie in Foren unterwegs.
Hauptthemen: Rollenspiel, Tabletop

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