Ein ungleiches Team


Anfang September stellte ich euch den dritten Band der Feuer und Stein Reihe vor. Mit dem vierten Band Predator schließt die Reihe ab und ich konnte erfreuliche Verbesserungen feststellen.

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Galgo und Ahab (© Cross Cult)

Die Story erzählt zum einen die Handlung der vorherigen Bände weiter, kann jedoch auch alleine gelesen werden. Galgo Helder, der sein Team nach einem Xenormorph-Angriff einfach im Stich gelassen hat, um lieber seine eigene Haut zu retten, muss feststellen, dass er einen ungebetenen Gast auf seinem Schiff hat: Ein Predator, der später den Namen Ahab erhält. Dieser zwingt Galgo, umzukehren und sich dem Schrecken auf LV-223 zu stellen.

Erst etwas widerwillig, dann sich allmählich aneinander gewöhnend begeben sich die beiden auf die Jagd. Die Beute: ein Konstrukteur. Dabei treffen sie auf Überlebende, die Galgo zurückgelassen hatte. Es handelt sich dabei um drei sehr hübsche Damen, die von Angela Foster angeführt werden.

So viel zur eigentlichen Geschichte, der Comic bietet jedoch noch eine Abschlussstory mit dem Titel Omega. Diese führt alle Stränge zusammen und zeichnet sogar eine Art Freundschaftsbeziehung zwischen Mensch und Predator, indem dieser die letzten Überlebenden mit Nahrung und Waffen versorgt.

Der Beginn einer Freundschaft?

galgo

Christopher Mooneyhams und Josh Lucas Zeichenstil (© Cross Cult)

Im Gegensatz zum dritten Teil, der mit seinem Titel etwas irreführend war, fokussiert sich der vierte Band wirklich auf den Predator. Er ist unser ständiger Begleiter, dessen Sichtfeld wir immer wieder einnehmen. Die bunten Farben durch die Wärmesicht fallen durch die sonst eher schlichten Farben zwar heraus, da sich meine Begeisterung für die Zeichnung jedoch eher in Grenzen hält, störte es mich weniger.

Die Zeichnungen von Christopher Mooneyhams und Josh Lucas zeigen grundsätzlich alles, was in der Szenerie wichtig ist, aber mehr auch nicht. Dabei fallen die Zeichnungen teils sehr grob fallen aus, was im Falle einer Kampfszene nicht stören würde, aber in einem ruhigen Bild sehr lustlos wirkt. Es hat den Anschein, als wäre das ganze Werk unter massivem Zeitdruck entstanden.

Dafür punkten die Zeichnungen von Kelly Sue DeConnick in der Omega Geschichte umso mehr. Details finden sich hier nicht nur bei den Charakteren, sondern auch die Hintergründe sind sehr liebevoll ausgearbeitet.

Besonders gut hat mir das Zusammenspiel zwischen Ahab und Galgo gefallen. Ahab ist ein älterer Predator, der sich auf seine letzte große Jagd begeben hat. Ruhig und überlegt stellt er sich jeder Herausforderung.

Galgo hingegen ist jemand, der immer auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und sein Leben über das aller anderen stellt, ohne dabei wirklich ein schlechter Mensch zu sein. Immer wieder schimmert hier und da seine gute Seite hervor, die ihn manchmal doch das Richtige tun lässt.

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Kelly Sue DeConnicks Zeichenstil (© Cross Cult)

Galgo, der den Predator eher unfreiwillig begleitet, bemüht sich trotz Sprachschwierigkeiten immer wieder eine Unterhaltung ins Rollen zu bringen. An einem Lagerfeuer sitzend erzählt Galgo Ahab, wie er zu seinen Narben gekommen ist. Diese Geschichte mag etwas ausgeschmückt sein, doch der Predator beginnt etwas von sich preiszugeben und erzählt Galgo seine Geschichte anhand von Hologrammen.

Fazit

Obwohl mir dieser Band ein wenig besser als der vorangegangene gefallen hat, weist der Comic durch die Zeichnung doch erhebliche Mängel auf. Würde ich nur die Geschichte ins Auge fassen, wäre es eine klare Empfehlung, besonders für diejenigen, die bereits die vorherigen Feuer und Stein Comics gelesen haben.

In Anbetracht der Zeichnungen und besonders im Hinblick darauf, dass diese bei einigen Lesern eher als störend aufgefasst werden können, kann ich den Band nur als eine unterhaltsame Lektüre ansehen.

 Was bedeutet diese Wertung? Das erfahrt ihr nach nur einem Klick.

 

Feuer und Stein: Predator

Price: EUR 16,80

4.8 von 5 Sternen (4 customer reviews)

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Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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