Angst vor wildem Gewusel! Was könnte uns bei Captain America Civil War erwarten?


Erwartet ihr den dritten Captain America schon sehnsüchtig? Möchtet ihr sehen wie Iron Man und Captain America gegeneinander kämpfen? Doch was genau wird uns eigentlich erwarten?

Einigen ist sicher bekannt, dass Civil War eigentlich eine Comicreihe ist, welche von Mark Millar geschrieben wurde.

Wir können also davon ausgehen, dass diese die Grundlage des Geschehens bietet, aber eben nur eine Grundlage. Warum? Also zuallererst haben wir gar nicht alle Charaktere im Marvel Cinematic Universe zur Verfügung. Die Fantastic Four sowie die X-Men sind noch immer in Sonys Hand und werden dementsprechend nicht ihren Weg in den dritten Captain America Film finden. Ehrlich gesagt begrüße ich diesen Umstand sogar, obwohl ich Abweichungen doch immer sehr skeptisch gegenüberstehe.

Der letzte Avengers Film war mir persönlich einfach zu viel. Zu viele Helden, die jemanden der sich nicht unbedingt mit dem Universum auskennt, schnell überfordern können. Somit reicht es, dass nur zwei weitere Helden (Spiderman und Black Panther) eingeführt werden. Wie viel Bildzeit den Einzelnen dann noch übrig bleibt ist fraglich, doch da sich der Film insbesondere als dritter Teil von Captain America sieht, denke und hoffe ich, dass der Fokus auch auf Rogers liegen wird.

MARVELPAPERBACKCIVILWAR_SC_234Grundstory der Civil War Comics, ohne zu viel vorwegzunehmen, ist ein Konflikt mit der Regierung. Durch übermütige Helden kommt es zu einer Explosion, die Zerstörung und zivile Opfer – darunter Kinder einer Grundschule – mit sich bringt. Sowohl Comicleser als auch Liebhaber der Marvel Filme haben sicher festgestellt, dass Zerstörung und leider auch zivile Opfer keine Seltenheit sind.

Sicher, in den meisten Fällen sind es eigentlich die Schurken, die für die Katastrophen verantwortlich sind, aber die Regierung muss dennoch seine Konsequenzen ziehen. Diese verordnet, dass alle Superhelden ihre wahre Identität offenbaren müssen und nur noch nach deren Anweisungen handeln dürfen.

Die Helden sind sich über das Thema uneins. Iron Mann, der kurz vorher von einer Mutter für den Tod ihres Kindes verantwortlich gemacht wurde, vertritt dabei die Seite, die der Registrierung zustimmt. Steve Rogers, der bereits schmerzlich erfahren musste, was eine zu starke Regierung auslöst, ist dagegen.

Die Reihe war insbesondere dafür bekannt, dass wir ein anderes Bild von dem Captain, aber besonders von Iron Man, zu Gesicht bekamen. Hatten wir die beiden in den Filmen bis jetzt als mehr oder weniger strahlende Helden wahrgenommen, könnte sich dies schnell ändern.

Im Comic war Iron Man sogar bereit, mit Schurken wie Venom zu kooperieren, um den Krieg für sich zu gewinnen. Da Venom bis jetzt nicht in den Filmen erschienen ist, gehe ich davon aus, dass dies nicht vorkommt – außer Spiderman bringt sein schwarzes Double gleich mit.

Auch Captain America ist für die eine oder andere Verzweiflungstat bereit. Jedoch denke ich, dass der Film beide Seiten nicht ganz so radikal darstellen wird, wie sie im Comic erschienen sind.

Auch starben einige sehr bekannte Figuren in der Comicreihe. Ob die Filmemacher sich das trauen? Ich würde es mir ein wenig wünschen. Viel zu oft habe ich in Filmen und Serien das Gefühl, dass die Macher sich nicht trauen, mal etwas zu wagen, was den Fans vielleicht nicht unbedingt munden wird.

Im Gegensatz zum Comic werden die Helden auch noch mit einem Gegenspieler konfrontiert. Fans dürfen sich anscheinend auf das Erscheinen von Baron Zemo und Crossbones freuen. Daneben erscheint der Grund für den Kampf zwischen Iron Man und Captain America im Film ein anderer zu sein, als noch in der Comicvorlage – zumindest lässt das der Trailer durchblitzen.

Fazit

Ein Teil von mir freut sich auf den Film, da er durch die Konflikte und eventuellen Tode dem Universum mehr Leben einhauchen kann. Denn ich bin von dem immer relativ gleich ablaufenden Schema gesättigt. Andererseits fürchte ich mich vor dem überfüllten Bildschirm. In Comics ist es kein Problem, die 100 Helden mit einzubauen und dem Leser trotzdem eine Übersicht zu verschaffen.

Der zweite Avengers Film hat mir jedoch deutlich gezeigt, dass in einem Film nicht zu viele Charaktere vorkommen sollten. Insbesondere, wenn diese im Film neu eingeführt werden. Ein Punkt, der mir übrigens bislang auch beim kommenden Superman vs. Batman übel aufstößt.

Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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