Märchen-Do-it-yourself


Es war einmal eine Hexe, ein König, ein Prinz, ein Königreich oder auch ein böser Wolf. Märchen beginnen stets mit den gleichen Einleitungsworten. Bei diesem Spiel ist Kreativität gefragt, denn statt der Erzählung eines Märchens zu lauschen, gilt es sich hier ein Märchen auszudenken – und das am besten noch schneller als die Mitspieler.

Datei 18.01.16, 10 30 32

Die Spielepackung

 Spielablauf

Das Spiel Es war einmal… wurde erstmalig 1993 veröffentlicht und befindet sich in Deutschland seit 2013 bei Pegasus im Vertrieb.

Enthalten sind Karten zweier verschiedener Typen:
Erzähler-Karten: Karten mit einzelnen Begriffen unterteilt in einzelne Kategorien (Charaktere, Orte, Ereignisse, Dinge, Eigenschaften).
Märchenende-Karten: Karten mit typischen Floskeln, wie der einzelne Spieler seine Geschichte abschließen muss.

Beispielhaft: Die Erzählerkarten der verschiedenen Kategorien und eine Unterbrechungskarte.

Beispielhaft: Die Erzählerkarten der verschiedenen Kategorien und eine Unterbrechungskarte.

Zu Beginn des Spieles erhält jeder Spieler abhängig von der Spielerzahl mehrere Erzähler- und genau eine Märchenende-Karte. Der Startspieler beginnt und fängt an, ein Märchen zu erzählen, und spinnt die Geschichte um die Begriffe seiner Karten herum, um diese dann ablegen zu können. Verwendet ein Spieler zufällig einen Begriff, den ein Mitspieler auf der Hand hält, gerät er ins Stocken, schweift ab oder verzwickt sich in Widersprüchen, wechselt der Erzähler und der nächste Spieler setzt die Geschichte fort. Dies geschieht solange, bis ein Spieler alle Begriffe eingebaut hat und dann die Geschichte logisch mit seiner Märchenende-Karte abschließt. Um den Durchmarsch des besten Märchenerzählers verhindern zu können, gibt es Unterbrechungskarten, mit denen der aktuelle Spieler ebenfalls abgelöst werden kann, auch wenn keines der Wechselkriterien erfüllt ist.

Spielspaß

Beispielhaft: Die Märchenende-Karten.

Auswahl an Märchenende-Karten

Wie bei allen Storytelling-Spielen sollten sich die Spieler ganz auf die Geschichte einlassen können. Ein sprödes Abarbeiten der einzelnen Begriffe erzeugt keinen Spaß und ist auch nicht Sinn des Spieles. Es geht eher darum, gemeinsam eine amüsante und spannende Geschichte zu entwickeln. Das Gewinnen der einzelnen Spieler rückt eher in den Hintergrund. Abstruse Wendungen der Geschichte, Lachanfälle und eine gesellige Grundstimmung am Tisch stehen hier an der Tagesordnung.

Fazit

Gerne würde ich Es war einmal… als Pflichtkauf einordnen, aber ich weiß auch, dass Spiele solcher Art nicht jedem gefallen. In meinen Runden kam das Spiel durchweg sehr positiv an und wurde mehrmals hintereinander gespielt. Hierbei entstandene Märchen werden immer noch regelmäßig zitiert und als Anekdoten wiedererzählt. Eine Kaufempfehlung also an alle kreativen Märchenerzähler – oder die, die es noch werden wollen.

Was bedeutet diese Wertung? Klickt hier und findet es heraus.

Es war einmal…

Autor: Richard Lambert, Andrew Rillstone, James Wallis

Verlag: Pegasus Spiele

2-6 Spieler

20-40 Minuten

Pegasus 17870G – Es war einmal, Kartenspiel

Price:

4.7 von 5 Sternen (15 customer reviews)

0 used & new available from

 

Jan Kempf

Ist Anhänger des analogen Spielens zu Tisch. Ein wahrer Wettkampf findet für ihn immer noch im Angesicht seiner Gegner statt.
Hauptthemen: Gesellschaftsspiele

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden