Hat der Trailer bereits den ganzen Film verraten?


Am 24. März startet Batman v Superman: Dawn of Justice in den Kinos. Durch Gespräche und Foren fiel mir recht schnell auf, die Gefühle gegenüber dem Film könnten nicht unterschiedlicher sein. Ob DC endlich das Vorurteil abwerfen kann, dass sie nur gute Animationsfilme machen können?

Sowohl Batman (Ben Affleck) als auch Superman (Henry Cavill) haben eine lange Filmgeschichte zu verzeichnen. In den Comics, als auch in animierten Umsetzungen sind sich die Zwei bereits öfters begegnet. Dawn of Justice ist jedoch der erste Realfilm, in dem die beiden Helden aufeinandertreffen.

Wie viele Andere stehe ich dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber.

Zum einem sehe ich das gleiche Problem, welches ich bei Marvels Civil War Film wittere. Es werden zu viele Figuren auf einmal neu eingeführt und könnten damit den Zuschauer – insbesondere nicht Comicleser – überfordern. Denn neben Superman (welchen wir bereits in Zack Snyders Man of Steel sehen konnten) und Batman sollen Wonder Woman (Gal Gadot), Aquaman (Jason Momoa) und Lex Luthor (Jesse Eisenberg) im Film vorkommen. Alles Figuren mit einem interessanten Charakter und bewegter Vergangenheit. Ich befürchte auch, dass der Film damit diesen Figuren nicht gerecht werden kann.

Zum anderen hat mir der Trailer nicht gefallen. Es mag täuschen, aber ich habe das Gefühl, dass mir der Trailer den Film bereits in Kurzform präsentiert hat: Konflikt zwischen Batman und Superman, Lex Luthor zieht die Fäden im Hintergrund und am Ende taucht eine Art Doomsday (obwohl es genauso gut die Killer Croc Version aus Suicide Squad sein könnte) auf und die Helden kämpfen gemeinsam gegen den Schurken.

Gut, dass Batman und Superman sich bis zum Tod bekämpfen, habe ich auch nicht erwartet. Den Grund der Versöhnung vorwegzunehmen finde ich jedoch schade. Ein Trailer soll doch nur kurz anteasern und mir nicht schon alles vorkauen.

Punkt drei, warum ich zumindest für mich schwarz für den Film sehe: Man of Steel hat mir nicht sonderlich gefallen. Die Figuren im Film waren mir egal. Es war schwer, Sympathie aufzubauen, da die Charaktere auf mich teils gelangweilt wirkten. Die Filme von Superman hatten es bei mir jedoch schon immer schwer, daher könnte sich das Problem durch weitere Helden lösen.

Ich möchte den Film hier auch gar nicht schlecht reden, bevor ich ihn überhaupt gesehen habe. Es gibt auch Punkte, denen ich sehr positiv gegenüberstehe.

Ich freu3e mich darüber, dass Ben Affleck Batman spielt. Viele haben zwar ihre Vorbehalte, da er bei Daredevil nicht die beste Leistung hingelegt hat. An Ryan Reynolds hat man jedoch gesehen, dass jeder noch eine Chance verdient hat. Und ich weiß aus genügend anderen Filmen, dass Ben Affleck eigentlich ein toller Schauspieler ist.

Verbunden mit der Freude auf Ben Affleck als Batman ist auch die Freude auf die darauffolgenden Batman-Filme. Denn ich hoffe noch immer darauf mal Black Mask oder Firefly auf der großen Leinwand zu sehen.

Ebenfalls sehe ich dem Fakt positiv entgegen, dass Wonder Woman mit dabei ist. Wenn es eine Superheldin gibt, die ich gerne in einem Kinofilm sehen möchte, ist es die Amazonenprinzessin. Auch hier hoffe ich natürlich im darauffolgenden Film ein paar ihrer Feinde in einer Realumsetzung begrüßen zu können.

Bei der Schauspielerwahl bin ich mir zwar unsicher, ob Gal Gadot die Richtige für die Rolle ist, aber das wird man dann sehen.

Inspiriert wurde der Film, wie bereits der dritte Nolan Film, von Frank Millers Comicreihe Die Rückkehr des Dunklen Ritters. Snyder sagte aber bereits ausdrücklich, dass es sich hierbei nicht um eine Adaption handeln wird. Daher spare ich mir hier eine kurze Inhaltsangabe.

Interessant ist auf jeden Fall die Ankündigung, dass der Film später auf DVD und Blu-ray deutlich länger sein soll. Da der Kinofilm bereits eine Länge von 2 1/2 Stunden hat, könnte also mit einer dreistündigen Version gerechnet werden. In der längeren Version sollen unter anderem mehr Figuren als in der Kinofassung vorkommen, und wenn man den Gerüchten glauben darf, soll es etwas Großes geben, was wichtig für die Justice League sein soll. Ob das sinnvoll ist?

Hoffnung… zumindest ein bisschen

Ich bemühe mich immer, unvoreingenommen an einen Film ranzugehen. Die heutigen Trailer machen es mir jedoch verdammt schwer. Im Falle von Batman v Superman stellen sich mir die Nackenhaare auf. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass der Trailer ausnahmsweise Mal sinnvoll zusammengeschnitten wurde und der Film die eine oder andere (positive) Überraschung bereithält.

Mit gemischten Gefühlen stehe ich auch der deutlich längeren DVD-Version gegenüber. Wenn die Gerüchte stimmen und etwas wirklich Entscheidendes erst auf dem eigenen Fernseher zu sehen sein wird, ist das mehr als ärgerlich. Kinobesuche sind heutzutage nicht gerade günstig, da möchte ich doch bitte zumindest alles Wichtige im Film sehen!

Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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