Überlebenskampf in einer fernen Galaxie


Heute geben wir euch einen kleinen Ersteinblick in die Early Access Version des Survival Adventure Games The Solus Project von Teotl Studios. Hier seht ihr, was Rüdiger auf seiner Reise über den Planeten “Gliese-6143-C” so alles erlebt hat.

Wir schreiben das Jahr 2151. Die Erde wurde zerstört und die Menschheit harrt nun in der Nähe des Pluto in einer “Safe Zone” aus. Von hier aus wurden fünf Raumschiffe entstandt, um einen neuen Heimatplaneten zu finden.

Das Unternehmen trägt den Namen The Solus Project – und es ist die einzige Hoffnung der Menschheit auf das Überleben…

Immer dabei: unser PDA

Immer dabei: Unser PDA, der uns sagt, wann wir schlafen müssen und wann wir frieren. Praktisches Teil!

Wir gehören selbstverständlich auch einem der Teams an und finden uns in einem sehr schön animierten Raumschiff wieder, welches gerade im Begriff ist, den neu entdeckten Planeten Gliese-6143-C zu observieren. Doch dann kommt es zur Katastrophe: Unser Schiff wird ohne Vorwarnung von einem fremden Objekt abgeschossen! Wir sind gezwungen, auf dem neuen Planeten notzulanden.

Hier übernehmen wir nun das Spiel aus der Egoperspektive. Den Absturz haben wir zwar überlebt, wie es jedoch mit unserem Team aussieht, ist zunächst unklar. Also begeben wir uns wohl oder übel alleine auf eine Reise noch unbekannten Ausmaßes durch eine neue Welt.

Insbesondere diese Einsamkeit ist es, die einen sehr großen Teil der Atmosphäre ausmacht. Nicht nur unser Protagonist, sondern auch der Spieler ist im Spiel auf sich alleine gestellt. Ein kleines Tutorial beinhaltet lediglich den Bau einer Fackel sowie das Trinken aus einer Wasserquelle, danach muss jeder selber zusehen, wie er zurechtkommt. Okay, vielleicht nicht ganz. Immerhin haben wir unseren PDA dabei, welcher uns über die wichtigsten Dinge informiert.

Keiner will mir ans Leder… oder?

Diese Einsamkeit hat jedoch auch seine Vorteile: Im Gegensatz zu anderen Survival Games müssen wir uns keine Kämpfe mit Zombies, wild gewordenen Online-Mitspielern oder Aliens liefern. Stattdessen gerät The Solus Project zu einem Kampf gegen Hunger, Durst und Schlaflosigkeit. Was sich relativ simpel anhört, stellt im Laufe des Spiels eine sehr große Herausforderung dar!

Und das ist noch nicht alles: Auch das Wetter macht uns ziemlich zu schaffen, denn die Temperaturen auf Gliese-6143-C sind alles andere als konstant: von arktischen Minusgraden bis hin zu rekordsommerlichen Temperaturen. Auch sehen wir uns mit der ein oder anderen Naturkatastrophe wie etwa Tornados oder Meteoritenschauern konfrontiert.

Aufgrund der stark schwankenden Temperaturen ist es unerlässlich, dass wir nicht nur unsere Grundbedürfnisse im Auge behalten, sondern auch die eigene Körpertemperatur. Sinkt diese zu stark, stirbt der Charakter schnell den Kältetod.

Was haben wir denn so alles dabei...

Was haben wir denn so alles dabei… Schlüssel, Taschenlampe, zwei verschiedenfarbige Dildos, ein Medipack, ein Schwert… Alles was man so zum Überleben braucht.

The Solus Project ist insgesamt ein sehr atmosphärischer Titel. Schon die ersten Minuten auf Gliese-6143-C haben mich wirklich in Staunen versetzt. Die Oberfläche des Planeten ist sehr schön und detailreich gestaltet, die dichte Graslandschaft bei unserer Absturzstelle und der Horizont sind definitiv eine Augenweide. Dazu gesellt sich der passende und zu keiner Zeit aufdringliche Soundtrack. Etwas düsterer wird es dann beim Erkunden von Höhlensystemen – hier beschlich mich häufiger das Gefühl, eben doch nicht GANZ alleine auf diesem Planeten zu sein. Vielleicht ist das auch der Paranoia zuzuordnen, die mich ganz allein gestellt irgendwann erfasste.

Während die Atmosphäre im Spiel voll überzeugen kann, ist das Gameplay momentan noch nicht ganz ausgereift. Bisher kommt mir das Spiel allgemein noch etwas hakelig vor und auch das Crafting-System ist hier und da vielleicht ein wenig ZU simpel geraten. Oftmals reicht es aus, zwei Gegenstände miteinander zu kombinieren, um einen neuen zu erhalten. Lustigerweise wird selbst das Herausschneiden von Gestrüpp mit Hilfe eines spitzen Steines als “Crafting” bezeichnet.

Letztendlich liegt das aber wohl daran, dass das Hauptaugenmerk weniger auf “Aufbau” gerichtet wurde als viel mehr auf das Überwachen der Vitalwerte sowie der Nahrungs- und Schlafplatzsuche. Insofern unterscheidet sich The Solus Project durchaus von anderen Vertretern des Survival Genres. Aber vielleicht tut sich hier ja noch was, bis das Spiel offiziell erscheint.

Noch in 2016 soll das Spiel komplett fertiggestellt sein, im Early Access sind aktuell insgesamt drei Abschnitte des Spiels verfügbar. Teotl Studios bringt uns hier jedenfalls einen äußerst interessanten Titel mit, den ihr auf jeden Fall im Auge behalten solltet. Gerade für Survival Fans ist der Titel mehr als nur einen Blick wert!

Rüdiger Dinges

Rüdiger Dinges

Meister des kommentierten Gameplays und Videokünstler. Passionierter Retro-Zocker. Muss wohl am fortgeschrittenen Alter liegen!
Hauptthemen: Games

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