Ready for your Showdown!


Die dänischen Entwickler Beta Dwarf lieferten mit Forced ihr Erstlingswerk ab: Ein kooperatives Hack and Slay mit cleveren Puzzles. Mit ihrem zweiten Spiel Forced Showdown bauen sie auf ihre gesammelten Kenntnisse auf, kämpft euch allerdings durch eine Art Unterhaltungssendung. Also: Llllllet’s get ready to rrrrumble!

BOOM Motherfuckers! ©Beta Dwarf

BOOM Motherfuckers! ©Beta Dwarf

Kurz zusammengefasst hackt ihr euch bei Forced Showdown durch mehrere Stages bis zu einem Endboss. Und das immer wieder, um dann schließlich zum ultimativen Endboss zu kommen. Das mag vielleicht etwas eintönig klingen, ist es aber nicht. Denn die Arenen haben verschiedene Erscheinungsformen, die wiederum verschiedene Gegnertypen mit sich bringen. Zusätzlich sind die einzelnen Stages mehr oder weniger zufallsgeneriert. Zwar kommen einige Elemente immer wieder vor, aber genau gleich sieht wohl keine Arena aus.

Je nachdem, wie weit ihr in der von euch gewählten Herausforderung kommt, sammelt ihr Punkte. Jeder getötete Gegner bringt euch also weiter voran. Die Punkte schalten dann automatisiert neue Charaktere und Begleiter für euch frei. Außerdem bekommt ihr für eure Punkte auch Münzen, die ihr manchmal auch in der Arena einsammeln könnt. Mit diesen Münzen kauft ihr euch dann neue Karten.

Shuffle your cards!

Skat, Maumau oder Uno können wir mit den Karten nicht spielen... ©Beta Dwarf

Skat, Maumau oder Uno können wir mit den Karten nicht spielen… ©Beta Dwarf

Achja… Karten. Die hätte ich beinahe vergessen. Forced Showdown mag wie ein typisches Hack and Slay Arena Game daher kommen, wenn da nicht der Kniff mit den Karten wäre. Wie in Genrevertretern wie Heartstone stellt ihr für jeden der vier möglichen Charakter Decks zusammen. Die Karten umfassen dabei Upgrades für eure Fähigkeiten, Zauber oder Gegenstände. Upgrades bleiben für die komplette Dauer einer Arena bestehen, bis ihr beim Endgegner landet. Zauber wirken teilweise nur für eine Stage. Gegenstände dagegen können verbraucht werden.

Pro Stage erhaltet ihr einen Manapunkt hinzu, ähnlich wie bei Hearthstone. Das bedeutet: Auf jeder Stage lädt sich euer Manavorrat neu auf und ihr könnt entsprechend Karten legen, die eurem Manavorrat entsprechen. Dies passiert immer vor Beginn der Stage, nachdem ihr eine neue Karte gezogen habt. Dadurch erhält Forced Showdown eine interessante taktische Komponente, da ihr eure Karten eurem Spielstil entsprechend ausspielen solltet. Zuerst die Heilung oder doch nochmal auf volles Risiko und eher Schaden austeilen?

Taktische Auswahl dank vier Charaktere

Wer gewinnt, Endboss oder Hammer? ©Beta Dwarf

Er wirft mit Steinen… er ist ein Hobbit! ©Beta Dwarf

Ansonsten ist Forced Showdown ein klassisches Hack and Slay, bei dem ihr die Skills eures Charakters clever einsetzen und vor allem treffen müsst. Gespielt wird aus der isometrischen Sicht, wobei ihr Blickrichtung und Laufrichtung unabhängig voneinander steuert. Je weiter ihr in einer Arena voranschreitet, desto schwieriger wird es. Dies kann jedoch mit euren wachsenden Fähigkeiten dank Karten kompensiert werden.

Neben den Karten spielt die Wahl des Charakters eine wichtige Rolle für eure Strategie. So ist der erste Charakter Squire of Lights der einfachste: Er ist schnell, besitzt einen Angriff mit mittelweiter Reichweite und eine akzeptable Angriffsgeschwindigkeit. Der typische Allrounder eben. Ich persönlich kam mit dem zweiten Charakter Volco dagegen überhaupt nicht klar: Er schwingt zwar einen zweihändigen Hammer und teilt dementsprechend ordentlich Schaden aus, ist mir aber einfach zu langsam. Letztendlich müsst ihr das mit euch ausmachen. Die Charaktere drei und vier sind dann noch ein Bogenschütze sowie ein schneller Nahkämpfer. Es ist also für jeden was dabei.

Fazit

Na Kleiner, wie heißt du denn? ©Beta Dwarf

Na Kleiner, wie heißt du denn? ©Beta Dwarf

Alles in allem finde ich Forced Showdown unterhaltsam und es ist gerade für zwischendurch ein gutes Spiel. Was mir persönlich fehlt, ist eine Mehrspieler-Option, sei es nun ein kooperativer Kampf oder vielleicht das gegeneinander auf Zeit durchrushen durch die Stages. Trotz der recht bekannten Gameplay-Mechanik wird das Spiel nicht so schnell langweilig und fesselt gerade durch seine große Herausforderung auch gerne einmal länger vor den Rechner. Und gerade der punktuell platzierte Humor in der Gestaltung sowie durch den Roboter-Kommentator C-SAR (See what they did?) laden trotz Niederlage immer wieder zum Schmunzeln ein.

Das Spiel kann unter anderem bei GOG erworben (Affiliate Link) werden.

Was bedeutet diese Bewertung? Findet es hier heraus.

 

 

 

 

Felix Mohring

Jahrelanger Pen&Paper-Spieler und -Leiter. War mal in der Gamesbranche tätig. Leitet als Chefredakteur NonPlayableCharacters inhaltlich.
Hauptthemen: Games, Pen&Paper

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden