Inspiration für Spielleiter: Auf in ein neues Abenteuer


Wir Spielleiter wissen es: Es ist nicht besonders einfach, einen Spielabend vorzubereiten. Ihr braucht Inspiration und Ideen, die wir euch in dieser Reihe liefern wollen, für alles was ihr so braucht: Abenteuer, Charaktere, Anpassungen…

Nachdem wir regelmäßig den Spielern Inspirationen für Charaktere liefern, wollen wir uns nun einmal den Spielleitern unter euch widmen, dem wichtigsten Volk unter den Pen&Paper-Rollenspielern. Denn ohne Spielleiter existiert (in den meisten Fällen) eben auch kein Spiel. Selbst beim Fertigen von Videospielen gibt es sie: die Gamedesigner, die Autoren und die künstliche Intelligenz selbst.

Dieser Artikel ist der Auftakt für eine Reihe, die von allen Spielleitern dieser Redaktion regelmäßig fortgeführt wird. Diese dreht sich darum, woher ihr Inspirationen für Geschichten holen könnt und wie ihr ein Abenteuer aufbauen könnt. Und wir liefern euch einige Nichtspielercharakter nach Hause, die ihr für eure Runden nutzen könnt.

Außerdem werden wir hier Gedankenspiele zu Regelanpassungen anstellen oder euch Hinweise geben, wie ihr ganz schnell ein eigenes Spiel anhand bestehender Materialien erstellen könnt. Sehr umfangreich also.

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, einige Artikel unserer Reihe Ein guter Spielleiter durchzulesen, die euch vielleicht schon inspirieren zu vermögen. Ebenso unsere oben erwähnte Reihe der Beispielcharaktere. Denn jeder potenzielle Spielercharakter könnte schließlich auch ein guter und interessanter NPC eures Abenteuers werden.

Noch ein allgemeiner Tipp: Seht in allem und jedem eine Inspirationsquelle: ein Film, eine Serie, ein Buch, ein Comic, ein Computerspiel… Ich war einmal mit meiner DSA-Gruppe in einem Abenteuer unterwegs, das sehr stark an den alten Conan-Film mit Arnold Schwarzenegger angelehnt war. Selbst Trash kann also als Inspiration dienen. Haltet deshalb immer eure Augen und Ohren offen. Inspiration lauert überall – nicht nur für Autoren, die Geld damit verdienen wollen.

Kreativität zeichnet sich nicht dadurch aus, Ideen aus dem Nichts zu haben, sondern inspirative Quellen als solche zu erkennen und zu nutzen.

Namensgeneratoren für Zwischendurch

Als Abschluss dieser ersten, recht inhaltsschwachen Einführung – das muss ich leider zugeben – möchte ich euch noch meinen ganz persönlichen Namensgenerator mit auf den Weg geben. Dieser hat mir schon sehr häufig gute Dienste erwiesen, sei es für Personen, Länder oder Städte: das Mischen von zwei oder mehr Wörtern.

Ein Beispiel: Ich sitze gerade auf einem Stuhl im Garten. Also nehmen wir doch diese beiden Wörter, schreiben sie untereinander auf und wechseln die Buchstaben immer ab:
Stuhl
Garten
=Sautl Gtrhe

Ok, ich muss leider abermals eingestehen: Es klappt nicht immer. Sollte es mit den Buchstaben im Wechsel nicht klappen, dann nehmt einfach Wortteile: Sturt Gahlen. Ich finde, das klingt schon nach einem gar nicht mal so schlechten Namen für einen Charakter.

Auf diese Weise habt ihr mit zwei simplen, euch “umgebenden” Wörtern einen Namen geschaffen. Wenn ihr etwas gezielter vorgehen wollt, nehmt Begriffe, die auch als Eigenschaft oder Beschreibung funktionieren soll. Die Wolfsbucht klingt gleich viel interessanter, wenn ihr einen neuen Kreation aus Wolf und Bucht zusammenschiebt und es als fremde Sprache verkauft. Probiert es doch einfach mal aus!

Alternativ könnt ihr übrigens auch einzelne Buchstaben weglassen oder ändern, um etwas komplett Neues zu erhalten. Ich weiß nicht, ob Paolini wirklich so gearbeitet hat, aber wenn ihr von Eragon den ersten Buchstaben durch ein D ersetzt, dann klingt diese Vorgehensweise doch durchaus plausibel, oder?

Artikelbild ©Matt Katzenberger/flickr.com

Felix Mohring

Mit 11 Jahren aus Versehen in die Rollenspielrunde des großen Bruders gerutscht und seither nicht mehr von dem Hobby losgekommen. Gründer und Marketing-Äffchen, Moderator und Formatentwickler der NonPlayableCharacters.
Hauptthemen: Pen&Paper

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden