Blogstöckchen – 11 Fragen, viele Antworten


Elf Fragen sollt ihr sein… Ein Teil unseres Teams hat Fragen zum Spielverhalten beantwortet. Auch wenn nicht alle ihren Senf beitragen konnten, kam doch einiges zusammen.

Vor einiger Zeit haben uns die Teilzeithelden ein Blogstöckchen zugeworfen, das wir nun endlich aufgreifen. Elf Fragen sollten die NonPlayableCharacters beantworten und am Ende das Stöckchen weiter reichen. In welcher Rollenspielwelt wir also gerne auf Erkundungstour gehen würden oder ob wir den PC der Konsole vorziehen, erfahrt ihr hier.

In welcher Rollenspielwelt würdet ihr gerne mal selber als Person auf Erkundungstour gehen?

Christian: Eclipse Phase, den Transhumanismus selbst erleben und verschiedene Körper ausprobieren.

Felix: Eigentlich in keiner, die meisten sind entweder zu gefährlich oder zu sehr an unsere Welt angelehnt. Da diese Antwort aber langweilig uns spießig ist: Power Plüsch und Plunder, aber als Stofftier natürlich – auf Waschmittel!

Thomas: Arcane Codex, als Troll Waffenmeister.

Marco: Sanktuario. Allerdings befürchte ich, dass ich aufgrund mangelnder Kampffertigkeiten schon nach drei Minuten von einer primitiven Stachelratte getötet werde.

Jasmin: Ich liebe die Welt von Fable. Auch wenn hier die Wege zwischen den Dörfern sehr gefährlich sind, würde ich Albion wohl am ehesten erkunden gehen.

Marten: Kommt auf die Modalitäten der Erkundungstour an. Wie gefährlich könnte es für mich werden? Ich glaube, dass ich vor allem Welten mit Magie meiden würde. Irgendwas mit alltäglicher Raumfahrt.

Gibt es irgendein Charakterkonzept, von dem ihr sagen würdet „Das kann ich nicht spielen“?

Christian: Grundsätzlich würde ich jedes Konzept spielen, Hauptsache es passt in die Gruppe.

Felix: In Computerspielen bin ich als typischer Schleicher echt schlecht, egal in welchem Setting. Beim Pen&Paper bin ich meist Spielleiter, da muss ich irgendwie alles machen und können. Ich hoffe zumindest, dass ich die Charaktere einigermaßen gut kann. Fragt da also lieber meine Spieler.

Thomas: Jain. Eigentlich kann ich mich in jede Rolle einfinden. Als Spieler hätte ich aber Probleme eine Frau zu spielen.

Jasmin: Alles, was einen religiösen Hintergrund hat, fällt mir schwer. Davon abgesehen, dass ich ein unglaublich schlechtes Namengedächtnis habe und entsprechende Gottheit wohl alle fünf Minuten nachschauen müsste, bevorzuge ich es meine Figur keiner geistlichen Ordnung unterzuordnen.

Marten: Alles, was WIRKLICH böse ist, hat bei mir bisher immer zum Scheitern von Rollenspiel oder gar Runden geführt.

PC oder Konsole?

Christian: Hat beides seinen eigenen Reiz (Strategiespiele für den PC, der Rest eher Konsole). Ich habe aber neben meinen anderen Hobbies, leider zu wenig Zeit für Videospiele.

Vanessa: Eine der schwersten Fragen überhaupt. Beides hat unbestreitbare Vorteile und ist für mich bei jedem Spiel eine individuelle Entscheidung. LAN-Partys mit PC haben genauso ihre Vorzüge wie gemütliche Konsolenabende im kleinen Kreis. Seit alles online ist, sind Spielern auf allen Gerätevarianten kaum mehr Grenzen gesetzt. Warum also nicht beides? Nur über den bequemsten Controller lässt sich vielleicht noch streiten.

Felix: PC, schon immer.

Thomas: Konsole (PS3, z.B. Skyrim) oder Handy (z.B. Dragonsoul).

Marco: PC, aber beim gemeinsamen Daddeln auf dem Sofa drücke ich auch mal ein Auge zu.

Jasmin: Hmmm… schwere Frage. Kommt auf das Spiel drauf an. Früher habe ich an Konsolen den Couch-Coop geschätzt. Leider gibt es kaum noch Spiele, die man ohne Internet mit Freunden spielen kann.

Marten: PC seit ca. 1987 – also seit ich drei Jahre alt bin, obwohl ich zwischendurch Konsolen besessen habe. Aber mein PC taugt eben zu mehr als nur zum Spielen und ist nicht proprietär gebunden. Als leidenschaftlicher Indie-Gamer bleibt er für mich alternativlos, und als Arbeitsgerät auch.

Nehmen wir mal an, ihr hättet das Geld, die Zeit und die Ressourcen, um euer eigenes PC-/Konsolenspiel zu erstellen: Wie lautet der Titel und worum würde es gehen?

Christian: Real Heroes. Ein VR-Spiel, in dem der Spieler Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und Notärzte unter Stress spielt. So realistisch, dass man es zu Ausbildungszwecken nutzt.

Felix: Schwierige Frage. Ich würde vermutlich eines meiner Rollenspiel-Systeme umsetzen, eventuell mein Hack’n’Slay System zur Zeit des römischen Imperiums. Es wird dann entweder ein Sandbox Game, vermutlich Multiplayer, oder ich müsste mir noch eine coole Story ausdenken (lassen).

Thomas: Ein Bloodwych Remake oder mein eigenes, selbst geschriebenes Pen&Paper Rollenspiel: WoL.

Jasmin: Ein DC Rollenspiel mit eigenem Charakter, der sich sowohl der guten als auch der bösen Seite zuwenden kann oder eine Art Harry Potter Rollenspiel,ebenfalls mit eigenem Charakter und mit einer Multiplayerfunktion. Der Multiplayermodus wäre im Übrigen nicht nur online. Beim Titel bin ich jedoch noch überfragt.

Marten: Oni Online. Ein MMO basierend auf Bungies total unterbewertetem Anime-Prügel-Shooter mit voll costumizebaren Charakteren und Servern, die ganze Städte darstellen können. Kämpfe würden dann nicht auf Stats sondern auf Skill basieren – und auf fiesen PVP-Hinterhalten und Raidmöglichkeiten für Ressourcen der Player-Driven-Economy. Wäre vermutlich wirtschaftlich nicht wirklich tragfähig.

Nutzt ihr Cheats? Wenn ja, warum?

Christian: Cheats nicht aber wenn es gar nicht weitergeht, gerne mal einen Walkthrough. Wenn ich schon mal Zeit für ein Videospiel habe, möchte ich keine Stunden an einem Problem sitzen.

Vanessa: Ja. Weil Zeit begrenzt ist, man manchmal einfach nur mit unbegrenzter Munition rumballern möchte und weil es mehr Spaß macht, wenn man individueller und abwechslungsreicher spielen kann. Potenzielle Lieblingsspiele werden durchgespielt – egal, wie lange es dauert. Anschließend sind Cheats okay, wenn sie den Spielspaß fördern.Klares Nein für Spiele, in denen es einen unfairen Vorteil bietet. Ein Sieg mit Cheat ist kein Sieg. Wenn Cheaten allerdings erwünscht ist, gibt es kein Halten mehr.

Felix: Früher mit einem Freund bei GTA. Wir haben uns riesige Schlachten mit dem Militär geliefert. Der eine steuerte die Figur, der andere die Cheats. Seither jedoch nicht mehr. Warum auch?

Thomas: Jain. Ich nutze Bugs aus, z.B. bei Skyrim (Händlertruhen Bug).

Marco: Nein, aus dem Alter bin ich raus.

Jasmin: Ja, aber nur in Sims. Familien, die ich nicht aktiv spiele, bekommen am Anfang mehr Geld, damit die Wohnung einmal ordentlich eingerichtet wird. In Sims 2 habe ich auch gerne durch Cheats Tode verursacht.

Marten: Eher nicht, da ich Permadeath und ähnliche Dinge liebe. In älteren Spielen habe ich sie gerne für selbst gesetzte Challenges genommen: Level im originalen Hitman als Shooter in Bullet Time schaffen, bei GTA III allen Zivilisten Raketenwerfer und Maschinengewehre geben, alle auf Amoklauf stellen und dann lebend von einer Seite der Stadt zur andere kommen, während drum herum alles in die Luft fliegt…

Habt ihr ein PC-/Videospiel schonmal nicht durchgespielt? (weil es zu schwer war oder ihr nicht weitergekommen seid etc.). Welcher Titel war das?

Christian: Ja, viele. Aber meist, weil ich lieber was anderes spielen/lesen/schauen wollte.

Vanessa: Hell Yeah! von Arkedo. Mir fehlt die Errungenschaft „Entchen gut, alles gut!“, für die man das Spiel abschließen muss. Der letzte Boss steht noch, was ein bisschen peinlich ist – aber irgendwie fehlt mir die Muße, das Spiel extra dafür noch einmal zu installieren.

Felix: Früher als Kind und Jugendlicher habe ich so viele Spiele zur Seite gelegt, weil mir die Geduld fehlte. Am meisten schmerzt mich da heute noch Gothic 2. Kurz vor Schluss war mein Speicherstand beschädigt. Und nochmal das Ganze, da hatte ich keinen Bock drauf.

Thomas: Ja. Army of Two.

Marco: Aus Zeitgründen leider viel zu viele. The Witcher z.B…

Jasmin: Einige ältere Tomb Raider Spiele sind nicht durchgespielt, aber die Speicherstände existieren noch. Ansonsten habe ich Dark Souls während des Tutorials abgebrochen, da ich einfach nicht mehr aus der Totenwelt herausgekommen bin.

Marten: Silent Hill 2 hat mich zu sehr deprimiert, da habe ich aus Stimmungsgründen relativ schnell aufgegeben. Nosferatu – Wrath of Malachi hat mich so sehr unter Druck gesetzt und gestresst, dass ich es keine zwanzig Minuten durchgehalten habe. Und Sonic 2 auf dem GameGear habe ich nie geschafft, da mich der erste Boss immer dermaßen durchgenommen hat, dass ich hinterher nicht mehr genügend Leben hatte, um die Gleitfliegermechanik zu lernen…

Du hast zwei Stunden Zeit, um eine Rollenspielsitzung mit totalen Neulingen vorzubereiten. Welches System würdest du wählen?

Christian: Fate2Go oder Savage Worlds, je nachdem wie ich Spieler einschätze.

Felix: Ich würde eines meiner eigenen Systeme wählen, da ich mich hier am besten auskenne. Wenn die Gruppe auf High Fantasy steht, dann wohl Bardelion. Wenn nicht, dann hoffe ich, dass ich für mein generisches System ein passendes Setting vorbereitet habe, sonst wird die Zeit knapp.

Thomas: Arcane Codex.

Jasmin: Kleine Ängste, da die Charaktergenerierung hier sehr flott geht und die Regeln sehr simpel ausfallen. Außerdem hätte ich dafür immer Abenteuer bereitliegen.

Marten: Mein eigenes, kartenbasiertes. Das System ist in drei Minuten erklärt und sehr intuitiv, sodass ich jede Menge Zeit für eine gute Geschichte im Stile von Fiasko oder so hätte.

Du darfst 100 € im Rollenspielladen deines Vertrauens verjubeln: Was würde in deinem Einkaufskorb landen?

Christian: Im Moment: Shadow of the Demonlord, inkl. einiger Zusatzbände und Abenteuer.

Vanessa: Eine Basisausstattung von Das Schwarze Auge. Darauf hätte ich echt mal wieder Lust, schon aus reiner Nostalgie.

Felix: Ganz ehrlich? Sehr wenig. Vermutlich ein paar Würfel und das System zu den Valiant Comics, das habe ich schon länger im Blick. Wenn der Laden breiter aufgestellt ist, dann vielleicht noch ein Brettspiel.

Thomas: D&D5, Pathfinder, Arcane Codex, Würfel, Munchkin.

Marco: Die größte Actionfigur des Diablo-Universums, die ich für 100€ kaufen kann!

Jasmin: Da ich zurzeit keine Wünsche offen habe, vermutlich das, was mir spontan zwischen die Finger kommt und mir zusagt.

Marten: Alles von Zak Smith, was ich mir sonst nicht gönnen würde. Wenn was übrig bleibt: Mir fehlen noch Würfel, die im Dunkeln leuchten.

Was ist das nerdigste, was man in deiner Wohnung findet?

Christian: Einen von der Decke hängender Lego Tie Fighter, der einen Lego X-Wing verfolgt. Vor einem Star Wars Weltraumposter.

Felix: Ich habe eine Serenity Firefly im Miniformat, die man überall hinhängen kann, perfekt für den Weihnachtsbaum.

Thomas: Zwei Schaukampfschwerter, die extra nach meinen Vorstellungen angefertigt wurden.

Marco: Meine funktionstüchtige Sega Mastersytem II Spielekonsole mit genialen Spielen wie Alexx Kid in the MiracleWorld, Jurassic Park uuuuuuund Mortal Kombat. So geil!

Jasmin: Mh… das ist schwer zu sagen. Bei gekauften Objekten wären es wohl meine Skeletor- und meine Dr. Doom-Figur, die beide noch in ihrer Origonalverpackung hausen.

Marten: Das vom gesamten Team signierte Memoria-Poster, das gerahmt über unserer Couch hängt. Alternativ den motorisierten Lego AT-AT hoch oben außer Kinderreichweite auf dem Bücherregal.

Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, wovor würdest du dein ahnungloses Vergangenheits-Ich bewahren wollen?

Christian: Für zu wenig Geld zu viel zu arbeiten.

Felix: Vor nichts. Alles, was in den letzten Jahren passiert ist, hat zu jetzt und heute geführt. Und eigentlich will ich nichts missen.

Thomas: Ich würde nichts ändern wollen, lediglich ein letztes Mal mit meinem besten Freund einen schönen Abend verbringen, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Jasmin: Da gibt es eigentlich Nichts. Jede Kleinigkeit, die ich verändern würde, könnte weitere Sachen ungeschehen machen, die mir evtl. gefallen. Von daher lasse ich die Finger lieber von solchen zeitspielerrein.

Marten: Vielleicht könnte ich mir meine Emo-Phase aus dem Schädel scheuern. Aber vermutlich nicht. Also würde ich vielleicht auf eine meiner Weltreisen an einen der Punkte gehen, an denen ich aus falscher Vorsicht umgedreht bin, und würde mich dazu bringen, dort weiterzureisen. Denn jeder Dschungel (figurativ und wörtlich) ist auf der anderen Seite auch irgendwo wieder zu Ende.

Hast du einen bevorzugten Charaktertypus im Rollenspiel? Was für Eigenschaften hat dieser?

Christian: Das ist immer wieder mal anders. Ich spiele jetzt schon ziemlich lange (fast zwei Jahre) einen guten, gottesfürchtigen Character in einem Urban Fantasy Setting (ähnlich Michael von den Dresden Files). Jetzt wäre es mal wieder Zeit einen moralisch flexibleren Typen zu spielen. Ich denke da an jemanden wie Raymond Reddington von „The Blacklist“.

Felix: Ich wechsel eigentlich gerne durch und lege mich sehr ungern auf einen Typus fest.

Thomas: Kampflastiger Allrounder mit Magiefähigkeiten.

Marco: Moralisch flexible Charaktere, die sich abseits der Norm bewegen.

Jasmin: Ich stehe unheimlich auf Attentäter – sowohl im Fantasybereich mit Dolchen ausgestattet, als auch in moderneren Settings mit Scharfschützengewehr bewaffnet. Früher war es im Übrigen der klassische Magier.

Marten: Großmaul mit Herz aus Gold. Ein wenig wie im richtigen Leben. Ich bin auf keinen Fall gerne Fachidiot und Systeme, die mir das vorschreiben, mag ich grundsätzlich nicht.

And the Nominees are…

Klassischerweise müssen wir ja selbst auch noch jemanden für die nächste Runde mit neuen Fragen nominieren. In diesem Sinne ernennen wir:

Weltenbau Wissen

Orkig im Geschmack

ErklärPeer

Und hier sind eure Fragen:

In welche fiktiven Welt würdest du gerne einmal einen Ausflug machen?

Wie bist du zu deinem Hobby gekommen, über das du schreibst?

Du darfst mit einer Person aus der “Nerdszene” (egal ob tot oder lebendig) einen Tag verbringen. Wer wäre das und was würdet ihr unternehmen?

Was ist in deinen Augen die beste Geschichte in einem Spiel, Film, Buch oder Comic? Warum?

Was hat dich dazu bewogen über dein Hobby zu schreiben?

Digital oder analog?

Welche Convention möchtest du gerne mehr Leuten näherbringen?

Hast Du schonmal Geld in Crowdfunding gesteckt? Und wenn ja, in was für ein Projekt?

Gibt es etwas in der Vergangenheit, das du gerne ändern würdest?

Ein Spieleabend (Pen&Paper, Gesellschaftsspiele, Videospiele) steht an: Was gibt es bei dir zu Essen?

Was darf in deinem künftigen Spiel- oder Lesezimmer auf keinen Fall fehlen?

Marten Zabel

Marten Zabel

Bewertet Dich anhand Deiner Spiele, Serien und Rechtschreibung, wenn er nicht gerade selbst Spiele designt oder von größeren Dingen träumt.
Hauptthemen: Pen & Paper, Games, Brettspiele

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