Night of Dice: You rock!


Zuallererst ist ein großes Dankeschön an all die Leute fällig, die die entbehrungsreiche Reise nach Hamburg-Wandsbek auf sich genommen haben, um die erste von NPC mitorganisierte Veranstaltung zu einem Erfolg zu machen. Das sonnige Wetter könnte zwar eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt haben, dennoch wird mir bei dem Gedanken daran, dass die Night of Dice so gut verlaufen ist, ganz warm ums Herz.

sie sehen nur von weitem so gemein aus.. ehrlich

Sie sehen nur von Nahem so gemein aus… Versprochen!(Miniaturen der roten Fraktion, Cthulhu Wars)

Zum Start einer Serie von tollen Veranstaltungen, mit denen wir schließlich die Weltherrschaft an uns reißen werden (oder zumindest die Herrschaft über die Spieltische *hier böses Lachen einfügen*), waren insgesamt 138 Spielerinnen und Spieler am Wochenende zum 4. Juni 2016 auf dem Gelände der Kreuzkirche unterwegs.

Darunter war selbstverständlich auch ich selbst. Für diesen einen Tag hatte ich sogar extra meine Introvertiertheit daheim gelassen, um mich mitten ins Geschehen zu werfen und um beim eventuellen Ausbleiben der Gäste alleine alle angebotenen Aktivitäten gleichzeitig auszuführen. Obwohl vollständig dazu in der Lage, war ich dann aber doch froh, dass ich mir für das umfangreiche Angebot letztendlich doch mehr Zeit lassen konnte.

Im Vorfeld war dem gesamten NPC Team noch recht bange zu Mute, ob das denn nun wirklich gut gehen würde. Dies lag vor allem daran, dass es eine Sache ist, Werbung für ein solches Event zu machen, und eben eine ganz andere, dann tatsächlich auch Rückmeldungen zu bekommen. So schwankten die emotional aufgeladenen Erwartungen von “Das wird schon.” bis hin zu “Oh, oh!”.

Als ich schließlich die Event-Lokation erreichte, war die erste Lesung schon im vollen Gange und glücklicherweise gut besucht. Um relativ umgestört zu bleiben, trennten wir den großen Gemeinderaum der Kreuzkirche im Vorfeld vom Rest des Gebäudes ab.

Während nun in der düster-humorvollen Lesung  auf der einen Seite das klassische Märchenrepertoire zum Wohlgefallen der Besucher auf eine ganz neue Art in Szene gesetzt wurde, vermochten die begeisterten X-Winger auf der anderen Seite parallel dazu schon ihre Schlachtfelder aufbauen, oder lieferten sich bereits erste Gefechte.

Unweit des Grills

Sowohl draußen an der frischen Luft und in der strategisch praktischen Nähe zum Grill als auch in den oberen Räumlichkeiten des Hauses wurde dafür dann alles gespielt, dessen man habhaft werden konnte. Dafür stand eine großzügige Auswahl an Brett- und Kartenspielen zur Verfügung, bei denen ich mich auch gleich selbst bedient habe. Zombicide, Pixels und Codenames standen auf meinem Programm, während das Wetter meine Spielrunde ganz klar nach draußen zog.
Während ich bei Zombiecide noch panisch versuchte, eine Gruppe skuriler Charaktere durch eine arg zombieverseuchte Stadt zu lotsen, beruhigten sich meine Nerven bei Pixels wieder etwas. Hier versuchen die Spieler und ich mit viereckigen Magnetblöcken Begriffe zu setzen und mit möglichst geringem Einsatz viele (Flausch)-Punkte abzustauben. Die dabei entstandenen Kunstwerke gefielen meiner Spielgruppe so gut, dass sie diese am liebsten behalten hätten. Bei Codenames kommt es ebenfalls auf schnelles Erkennen und Entschlüsseln an: So versuchte mein Team und ich mit einzelnen Wörtern möglichst viele Begriff zu beschreiben, die auf dem Tisch auslagen. Dabei wollten wir weder versehentlich einen das Match zu unseren Ungunsten beenden Attentäter aufdecken, noch dem gegnerischen Team sonstwie in die Hände zu spielen.
Letztendlich war das alles aber  nur eine Momentaufnahme der ganzen Veranstaltung. So gab es noch hunderte anderer Spiele zu entdecken: Ein paar Meter weiter wurde beispielsweise eine sehr detailverliebte Variante von Risiko gespielt, bei der Cthulhu und die großen Alten über die Vorherrschaft auf der Erde kämpfen. An anderer Stelle zogen wiederum die Werwölfe von Düsterwald aus, um arme Dorfbewohner in Angst und Schrecken zu versetzen.

The next dice

Währenddessen fanden natürlich weitere Lesungen und Vorträge sowie eine Pokerrunde statt. Es gab also mehr als genug zu tun. Glücklicherweise konnten wir auch ausreichend Platz bereitstellen, um einfach mal ein bisschen zu entspannen oder sich seelisch und moralisch auf das nächste Spiel vorzubereiten. Gleichfalls bot sich mir vielfach die Gelegenheit, einen Plausch mit ein paar alten Freunden zu halten, die es gleichfalls hier hin verschlagen hatte.

Insgesamt war die Night of the Dice ein voller Erfolg: Es gab mehr als genug Grund das Wochenende nicht daheim zu verbringen. Ganz nebenbei bot sich mir auch die perfekte Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen beziehungsweise für das Thema Rollenspiel zu begeistern, oder aber sich selbst begeistern zu lassen.

Ich bin jedenfalls gespannt, was die Zukunft noch so bringen wird…
Danke, und bis zum nächsten Mal!

Lukas Kebel

Lukas Kebel

Hat sich schon in früher Kindheit mit Rollenspiel infiziert und gilt als Überträger der Stufe 12. Sammelt nun EP in der Prestigeklasse Artikelknecht.
Hauptthemen: Pen&Paper, Games

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