Ein gelungener Spieleabend: Platzprobleme


Kleine Wohnungen bedeuten oft auch kleine Tische. Dennoch könnt ihr euch als Spieleabend-Gastgeber anbieten, wenn ihr nutzt und günstig erweitert, was ihr habt.

Mir persönlich geht es da übrigens nicht anders: Einen großen Tisch habe und brauche ich normalerweise auch nicht. In einem Zweipersonenhaushalt reicht ein kleiner Esstisch vollkommen aus. Und wenn Gäste zu Besuch kommen, haben zwei bis drei weitere Personen eigentlich ganz gut Platz. Bei einem vollgestellten Tisch wird es dennoch etwas eng.

Für Spieleabende oder -nachmittage ist das aber nur zum Teil geeignet. Da muss schon sehr gezielt ausgewählt werden, was wir spielen. Zwar gehen Kartenspiele im Normalfall klar, aber bei Brettspielen muss ich dann schon schauen, was wirklich hinpassst – und das am besten schon vorher. Wählt also gezielt aus, was auf eurem Tisch noch Platz hat, erst Recht wenn Knabbereien im Spiel sind.

Für ein Pen&Paper Spiel wird es gerade aus diesem Grund mit Platz zum Würfeln, Landkarten, Zeichnungen und Charakterbogen echt knapp. Daher heißt es: Alternativen suchen, die wenig kosten.

Denkt dreidimensional

Eine praktische Möglichkeit, um etwas höher zu stapeln (und bei Amazon erhältlich *hustaffiliatelinkhust*)

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Solltet ihr ein Tablett mit ausklappbaren Standbeinen haben, wäre das ideal. So könnt ihr dann zweischichtig Snacks und Getränke stapeln: unten die Snacks, oben die Flaschen. Wobei Flaschen auch sehr gut auf dem Boden nahe am Tischbein abgestellt werden können. Übrigens: Immer nahe am Tischbein oder an der Wand. Hier ist die Unfallgefahr nämlich am geringsten. Wenn ihr also die Flaschen unter dem Tisch abstellt, könnt ihr das Tablett als Würfelfläche oder für Kartenauslagen und ähnliches nutzen.

Ihr habt kein entsprechendes Tablett? Baut es euch am besten einfach selbst: Bücher als Standbeine, ein Brett oder einen festen Karton darauf und fertig. Schon habt ihr die Tischfläche erweitert. Braucht ihr nicht übermäßig viel zusammenhängende Fläche, könnt ihr vielleicht noch ein weiteres Tablett mit aufstellen oder gar noch eine zusätzliche Ebene oben drauf bauen. Aber Vorsicht: Irgendwann wird es wackelig! Am besten vor dem Spielabend ausgiebig auf Stabilität prüfen.

Spielen auf dem Sofa

Ich selbst bin mit meiner Gruppe auch einmal in das Wohnzimmer ausgewichen. Viele Couchtische haben eine zweite Ebene unter der Platte, wo Snacks oder gerade nicht gebrauchtes Material super verstauen werden kann – und dennoch ist es griffbereit. Um mehr Platz für das Würfeln zu schaffen, eignen sich abermals Bretter auf dem Sofa oder noch besser: die Deckel von Spielkartons.

Zwei Malerböcke, eine Holzplatte und schon habt ihr einen neuen, und platzsparenden Tisch, solange er nicht in Gebrauch ist.

Zwei Malerböcke, eine Holzplatte und schon habt ihr einen neuen, und platzsparenden Tisch.

Charakterbögen und weitere spielerspezifische Materialien kann jeder nahe bei sich aufbewahren. Schließlich muss keiner ständig alle seine Werte im Blick haben. Ein großer Vorteil: Der Spielleiter braucht nicht mal einen Sichtschirm, da er ohnehin recht schnell auf Abstand gehen und im Zweifelsfall Sachen neben oder hinter sich ausbreiten kann.

Tisch to go

Wenn ihr übrigens eine günstige und temporäre Alternative für einen großen Tisch sucht: Nehmt euch Malerböcke zur Hand, packt große Bretter drauf und fertig. Wenn der Spieleabend vorbei ist, stellt ihr einfach alles zusammen an die Wand, hinter einen Schrank oder wo immer ihr sonst einen entsprechenden Stellraum zur Verfügung habt.

Ihr seht also, es gibt viele Möglichkeiten, eure “Spielfläche” entweder effektiv zu nutzen oder entsprechend zu erweitern. Aber bei allem ist ganz wichtig: Vor dem Spieleabend solltet ihr alles einmal ausprobieren und eventuell auch probesitzen. Es wäre nur allzu ärgerlich, wenn zwar in der Theorie ausreichend Platz da wäre, aber in der Praxis alles zusammenbricht oder eure Gäste eingezwängt da sitzen müssen.

Felix Mohring

Jahrelanger Pen&Paper-Spieler und -Leiter. War mal in der Gamesbranche tätig. Leitet als Chefredakteur NonPlayableCharacters inhaltlich.
Hauptthemen: Games, Pen&Paper

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  • Das mit dem Tablett ist eine super Idee!
    Eigentlich besitze ich einen sehr großen Tisch (6-8 Plätze), aber bei einer Partie “Zombies” inkl. 3 Erweiterungen und 6 Spielern wurds dann doch knapp. Da wäre so ein Tablett sicherlich hilfreich gewesen.

  • Cpt Toast

    Wir haben zuletzt auf meinem Esstisch Splittermond gespielt. Der wurde mit der Tickleiste in der Mitte (wir wollten eine relativ große mit Platz in der Mitte für das Kampfgeschehen) dann doch recht klein. Wir haben die dann auf ei e Spanholzplatte geklebt und diese dann aufgebockt. Zack, ganz viel Platz drunter für Snacks, Würfel, Charakterbögen und so weiter.

  • Frederik Vogt

    Was auch gut geht sind die kleinen Tische von Ikea (Lack. Zwischen 6 und 8€ ja nach Farbe).
    Die kann man leicht verdreht gut übereinander stapeln und bei Bedarf dann zu einer großen Fläche zusammen stellen. Hat schon häufiger gut funktioniert (für Brett- und Rollenspiele) 😀