Die #Spiel16 in Essen


Der Oktober eines jeden Jahres lässt vor allem für Anhänger von Gesellschaftsspielen immer wieder das Herz höher schlagen: Zu dieser Zeit findet die SPIEL, die größte Messe für Brett- und Kartenspiele, in Essen statt. Auch für mich ist das ein Pflichttermin, sodass ich mich letzten Donnerstag früh morgens auf den Weg ins Ruhrgebiet gemacht habe.

Vormittag

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Warten auf den Einlass

Nach einer überraschend staulosen Anfahrt betraten wir gegen 9 Uhr den großen Vorraum zu den Hallen am Eingang Süd und bereits jetzt hatte sich eine erhebliche Menschenmasse angesammelt. Die wuchs bis zum Einlass um 10 Uhr noch weiter an, sodass schon zu erahnen war, wie voll es heute werden würde.

Mit dem Öffnen der Tore war der erste Anlaufpunkt direkt der Stand des Heidelberger Spieleverlages, der wie jedes Jahr wieder eine eigene Einkaufspassage mit eigenem Eingang aufgebaut hatte. Bereits um 10:03 Uhr war die Warteschlange so lang, dass wir diese Passage erst mal ausgelassen haben. Eine Entscheidung, die ich später noch bereuen würde.

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Topoum vom spanischen Kleinverlag Looping Games

Wir haben uns stattdessen erst mal einen freien Tisch gesucht, die es zu der frühen Stunde auch noch leicht zu finden gab. Gestartet haben wir somit mit der neuen Pandemieversion Schreckensherrschaft des Cthuhlu.

Wie bei dem eigentlichen Pandemie geht es auch hier darum, eine Ausbreitung zu verhindern. Aber diesmal dreht es sich nicht um Krankheiten, die uns das Leben schwermachen, sondern um Kultisten und Shoggothen, die versuchen die Großen Alten zu erwecken. Zu Beginn verlief alles noch sehr reibungslos, aber gegen Endes des Spiels haben wir dann noch richtig auf den Sack bekommen und konnten schlussendlich Arkham und Umgebung nicht retten. Auf der Messe war ich noch etwas unschlüssig, ob ich das Spiel brauche, aber inzwischen habe ich es mir doch online bestellt.

Der restliche Vormittag stand dann unter dem Motto „Kaufen, Kaufen, Kaufen“. Die von mir vor der Messe erstelle Liste der Must-Haves wurde abgearbeitet und die Anzahl der Taschen stieg schnell an. Gegen Mittag musste die erste Ladung an Spielen dann schon mal ans Auto gebracht werden.

Nachmittag

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Kingdomino von Blue Orange

Nach der kurzen Pause ging es wie am Morgen direkt wieder du den Heidelbergern und diesmal war die Schlange auch erträglich. Leider war das Spiel Last Friday, das auf meiner Liste ganz oben stand, inzwischen ausverkauft. Spätestens jetzt ärgerte ich mich, dass ich mich nicht direkt morgens angestellt hatte.

Den restlichen Tag verbrachten wir dann eher in den kleinen Hallen, die dann vor allen von ausländichen Verlagen besiedelt waren. Highlight war da ganz eindeutig das Spiel Topoum vom spanischen Looping Games Verlag. Es geht darum, im ersten Weltkrieg Maulwürfe (Ja, die Tiere) über den Plan zu schieben. Vor allem grafisch machte das Spiel einiges her.

Zum Abschluss waren wir nochmal bei dem französischen Blue Orange Verlag und ließen uns das Spiel Kingdomino erklären. Dabei handelt es sich um ein dominoartiges Spiel, bei dem wir eine Landschaft erschaffen. Sehr nett und vor allem was für Familien. Vom Erklärbären haben wir dann noch drei 5-Euro-Gutscheine nach dem Spielen erhalten. Diese Marketingmaßnahme ging genau auf, denn wir dann auch noch drei Spiele beim Verlag gekauft.

Fazit

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Meine Ausbeute

Die Messe war wieder ein Highlight des Jahres. Da die Messe nächstes Jahr erst Ende Oktober stattfindet, ist die Wartezeit diesmal leider noch länger. Folgende Fakten kann ich außerdem noch festhalten:

  • 35 Gekaufte Spiele und Erweiterungen (ohne Promos), 13 mehr als im Vorjahr.
  • Drei Spiele auf meiner Wunschliste waren bereits am Donnerstag ausverkauft.
  • Die Messe war durchgehend voll und vor allen in den großen Hallen gab es kaum durchkommen.
  • Es herrschte wie bei Brettspielern üblich überall eine angenehme Atmosphäre und Freundlichkeit.
  • Die angesagtesten Spiele laut der Fairplay-Scoutaktion waren unter anderem Great Western Trail, Terraforming Mars und Ein Fest für Odin. Zwei der drei Spiele habe ich bereits gespielt und ich kann diesem Voting voll und ganz zustimmen.

Jan Kempf

Ist Anhänger des analogen Spielens zu Tisch. Ein wahrer Wettkampf findet für ihn immer noch im Angesicht seiner Gegner statt.
Hauptthemen: Gesellschaftsspiele

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