Ohne Internet: Urbz


Erkunde eine Stadt, beuge dich den vorherrschenden Szenen-Klischees und treibe deine Freunde in die pure Verzweiflung: Die Urbz: Sims in the City.

Rufpunkte sammeln und berühmt werden

Als großer Sims-Fan war es quasi nur eine Frage der Zeit, bis Die Urbz: Sims in the City in meinem Spieleschrank landen würde. Mein Kumpel musste auch schon öfter den einen oder anderen Sims-Teil mit mir ertragen und so saßen wir eines Abends abermals zusammen, um Urbz zusammen zu spielen. Gut, er hatte nicht wirklich eine Wahl.

In dem Spiel geht es prinzipiell darum, die berühmteste Person der Stadt zu werden. Dafür muss man Ruf in unterschiedlichen Stadtgebieten sammeln.

Die Charaktererstellung ist in Urbz recht schlicht gehalten: Geschlecht, Körperstatur, Haare, Gesicht und Startort können angepasst werden. Ich wählte eine weibliche Figur, er eine männliche und wir einigten uns darauf, beim Bahnhof (Punk/Gothic) zu beginnen. Am Anfang wird uns kurz unser Apartment gezeigt und wir werden von einem Mitglied der Black Eye Peace und der derzeitig berühmtesten Person der Stadt begrüßt. Danach machen wir uns mit der Bahn auf den Weg zum Bahnhof. Unser Ziel ist es, erst einmal in den VIP Club zukommen. Dafür müssen wir nicht nur genügend Rufpunkte unser Eigen nennen, sondern auch das richtige Outfit tragen.

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Das Cover täuscht: Nicht jeder wird freundlich aufgenommen. Wer die falsche Kleidung trägt, wird keine Freunde finden.

Für die Outfits benötigen wir Geld, also ab zum Piercer und per Click Time Event Geld verdienen. Da nur einer zur Zeit arbeiten kann, geht der andere die Leute kennenlernen. Leider kommt mein Kleidungsstil, ein schlichtes T-Shirt und Jeans, in der Szene so gar nicht an und einige Leute sind in der Folge zu mir recht unfreundlich. Wir wechseln also unsere Aufgaben. Danach stellt sich jeder sein Outfit aus einer beschränkten Auswahl (in der Regel vier Ober- und Unterteile, bis zu drei Frisuren, Schuhe und Accessoires) zusammen. Während ich meinen Charakter mit Gürteln, Tattoos etc. schmücke und beim Kauf für mich festhalte, dass die neu erworbenen Stiefel bis zum Ende getragen werden, holt sich mein Kumpel ein T-Shirt mit entsprechendem Aufdruck.

Nun können wir auf einmal recht schnell Rufpunkte sammeln. (Als wir später noch mal in dem Gebiet sind und andere Kleidung tragen, sind die Leute wieder sehr unhöflich.) Zügig dürfen wir in den VIP Bereich, labern da noch ein wenig rum und bekommen schon den Zugang zum nächsten Gebiet: Der Skaterpark. Wieder heißt es Stil anpassen, arbeiten und Leute vollschleimen, um in den VIP Bereich zu gelangen.

Die ersten Gebiete lassen wir relativ schnell hinter uns. Das große Problem ist jedoch, dass jeder für sich separat Rufpunkte sammeln muss, um ins nächste Gebiet zu gelangen. Dadurch entstehen für den anderen Spieler teils längere Wartezeiten (Downtimes), in denen er Gefahr läuft, die mühselig erwirtschafteten Rufpunkte wieder zu verlieren. Im  sechsten Gebiet, dem Diamond Heights, wurde der monotone Spielstil meinem Kumpel zu viel, sodass er letztlich mit Controller in der Hand einschläft.

So entschied ich mich dafür, mit zwei Figuren weiterzuspielen. Das hört sich zwar jetzt danach an, als ob ich das Spiel unglaublich super finde, aber eigentlich dachte ich, lange kann es nicht mehr gehen (es waren schließlich noch vier Gebiete). Der Ansporn, zumindest alle Gebiete durchzuspielen, hatte mich gepackt, und da das Spiel nicht viel Konzentration bedarf, war das Spielen mit zwei Controllern nicht sonderlich schwer.

Nach zwei Gebieten wachte mein Kumpel wieder auf. Sein Blick sprach Bände: pure Verzweiflung, warum das Spiel noch immer lief. Dennoch gesellte er sich für die letzten Gebiete nochmal dazu.

Fazit

Die Urbz: Sims in the City ist ein Spiel, welches nicht viel Spannung mit sich bringt. An einen der typischen Sims-Teile kommt es nicht mal ansatzweise heran – ein Spiel also, über das man streiten kann. Worüber man jedoch nicht streiten kann, ist der Multiplayer. Durch die wiederholten Wartezeiten, während der andere eben arbeitet oder noch nicht genug Rufpunkte besitzt, ist dieser Schrott. Außerdem finde ich es sehr fraglich, in einem Spiel ab sechs Jahren den Kindern vorzuleben, dass sie sich einer Gruppe anpassen müssen, um akzeptiert zu werden.

 

Wie bewerten wir? Lest hier nach.

 

 
Die Urbz: Sims in the City
Plattform: GBA, NDS, GameCube, PS2, Xbox
Genre: Simulation
 

Die Urbz: Sims in the City [EA Most Wanted]

Price: EUR 40,00

3.8 von 5 Sternen (6 customer reviews)

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Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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