Weihnachtliche Filmliste


Die Feiertage sind, wie schön sie auch sein mögen, manchmal ganz schön stressig. Essen kochen, Verwandte und Freunde besuchen, Gäste empfangen usw. Da kann es auch mal ganz gut tun sich einfach mit Familie und/oder Freunden vor den Bildschirm zu setzen und einen entspannten Film zu schauen, um den Abend ausklingen zu lassen. Damit der richtige Streifen auch parat liegt, möchte ich euch die eine oder andere kleine Empfehlung mit auf den Weg geben.

Klassiker

A Christmas Carol

Ein Klassiker für die Weihnachtstage ist die berühmte Eine Weihnachtsgeschichte, die einst von Charles Dicksens geschrieben wurde. Durch die Vielzahl an filmischen Umsetzungen dieses literarischen Meisterwerks kann beinah jeder Filmgeschmack bedient werden. Die Geschichte handelt meist um den alten geizigen Ebenezer Scrooge, der selbst an Weihnachten kein nettes Wort für jemanden übrig hat. In der Nacht zum 25. Dezember erhält er jedoch unerwarteten Besuch: Der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley sucht ihn auf, um ihn vor seinem schrecklichen Schicksal zu warnen. Im Leben selbst ein geiziger und hartherziger Mensch ist Jacobs Geist mit einer schweren Eisenkette gestraft, die ihn an seine Taten erinnert. Damit Scrooge sich doch noch zum Guten wandelt, soll er Besuch von drei Geistern erhalten.

Von den etlichen Verfilmungen möchte ich folgende kurz hervorheben, um die Auswahl ein wenig zu vereinfachen. 1901 wurde die Geschichte unter dem Namen Scrooge, or Marley’s Ghost als 11 minütiger Stummfilm umgesetzt. Leider sind nur noch 3 Minuten des Films erhalten geblieben, die jedoch unter anderem auf der Wikipedia Seite angesehen werden können. Eine der bekanntesten Verfilmungen ereignete sich 1984 unter dem Namen Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte mit George Campbell Scott in der Hauptrolle. Eine humoristische Umsetzung mit Bill Murray als Protagonist findet sich unter dem Namen Die Geister, die ich rief …

Edward mit den Scherenhänden

Warum schneit es? Diese Frage stellt ein kleines Mädchen ihrer Großmutter. Diese erzählt ihr daraufhin eine unglaubliche Geschichte, die mit der Avon-Beraterin Peg (Dianne Wiest) beginnt. Peg ist auf der Suche nach Kunden und trifft auf einen künstlichen Menschen (Johnny Depp), der statt Hände Scheren hat. Die herzensgute Frau nimmt den jungen Mann mit nach Hause, der erst wohlwollend von den Bewohnern des Ortes aufgenommen wird. Doch nicht jeder meint es gut mit dem Exoten und schon bald wendet sich das Blatt.

Typisch für einen Tim Burton Film wird die tiefgründige Geschichte mit einer präzisen Farbwahl, fantastischen Wesen und einprägsamer Musik präsentiert. Wer Edward mit den Scherenhänden noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen. Und welcher Zeitraum wäre dafür besser geeignet als die Tage, die in der Werbung dafür genutzt werden, uns daran zu erinnern auch mal an andere zu denken.

Edward mit den Scherenhänden

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4.7 von 5 Sternen (184 customer reviews)

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Buchverfilmungen

Terry Prachetts – Hogfather

Kommen wir zu einen meiner liebsten Weihnachtsfilme: Terry Prachetts – Hogfather. Ich gestehe gerne, ich bin kein großer Prachett-Fan, doch dieser Film hat es mir angetan: Der Schneevater, also der Weihnachtsmann der Scheibenwelt, ist verschwunden. Damit aber am nächsten Morgen die Sonne wieder aufgeht, übernimmt der Tod die Rolle des Schneevaters und beschenkt die Kinder, während seine Enkelin Susanne (Michelle Suzanne Dockery) versucht, den Verschwundenen zu finden.

Eine phantastische Geschichte mit liebevoll gestalteten Charakteren, die nicht nur Prachett-Fans gefallen wird. Empfohlen sei jedoch die englische Sprachausgabe, um einige Übersetzungsmängel entgegenzuwirken. Weiterhin sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden, denn der Film hat eine Laufzeit von 189 Minuten und darunter eben auch einige Szenen, dessen Verständlichkeit eine aktive Aufmerksamkeitsspanne voraussetzen.

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4.3 von 5 Sternen (171 customer reviews)

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Krabat

Der 14-jährige Waisenjunge Krabat (David Kross) wird in den kalten Winternächten in seinen Träumen gerufen. Sein Weg führt ihn zu einer Mühle im Koselbruch bei Schwarzkolm, in der er bereits von dem Müller (Christian Redl) erwartet wird. Dieser bietet ihm eine Lehrstelle an, die der junge Krabat gerne annimmt. Die Mühle stellt sich jedoch bald als eine „Schwarze Schule“ heraus, in der der Müllermeister jeweils zwölf Mühlknappen in der Schwarzen Kunst unterrichtet.

Das Buch von Otfried Preußler ist zwar deutlich besser, doch insbesondere für diejenigen, die lieber einen fantasievollen Film ohne große Schlachtszenen schauen möchte, sollten zumindest einen Blick in den Film wagen.

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Die Hüter des Lichts

Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Sandmann sie wachen zusammen als Hüter des Lichts über die Kinder der Welt. Solange die Kinder glauben, können sie die größten Wunder verbringen. Pitch Black, der Boogeymann, hingegen ernährt sich von den Ängsten der Kinder und beginnt den Glauben an die Hüter zu untergraben. Der Mann im Mond erwählt einen neuen Hüter, den frechen Jack Frost, um Pitch davon abzuhalten den Glauben der Kinder gänzlich zu zerstören.

Kein Weihnachtsfilm im klassischen Sinne, aber ein sehr rasanter und humorvoller Animationsfilm für die ganze Familie. Mit bewegenden Szenen und zauberhaften Dialogen (insbesondere im Englischen) wird der Film Die Hüter des Lichts dem einen oder anderen länger in Erinnerung bleiben. Aus eigener Erfahrung möchte ich jedoch hinzufügen, dass Pitch auf jüngere Kinder im ersten Moment wirklich beängstigend wirken kann, sich dies jedoch nach seinen ersten Sätzen relativ schnell legt. Die Hüter des Lichts beruhen auf der sehr empfehlenswerten Buchreihe The Guardians of Childhood von William Joyces.

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5.0 von 5 Sternen (55 customer reviews)

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Heldengeschichten

Versprochen ist versprochen

Es gibt immer dieses eine Spielzeug, welches jedes Kind haben möchte. In diesem Fall ist es die Action-Figur Turbo-Man. Auch der kleine Jamie (Jake Lloyd) wünscht sich dieses Spielzeug. Sein Vater Howard Langston (Arnold Schwarzenegger), ein viel beschäftigter Mann, hat vergessen, seinem Sohn die Actionfigur zu kaufen, und hetzt am Weihnachtstag los, um den ersehnten Wunsch doch noch zu erfüllen. Auf seiner verzweifelten Suche nach nur einer Turbo-Man-Figur bekommt er unerwünschte Konkurrenz von dem etwas durchgeknallten Postboten Myron (Sinbad / David Adkins), der seinem Sohn ebenfalls einen Turbo-Man versprochen hat.

Eine lustige und actionreiche Weihnachtskomödie, die den ganz normalen weihnachtlichen Konsumwahn auf die Schippe nimmt. Nicht nur für Fans von Arnold Schwarzenegger geeignet.

He-Man and She-Ra – Weihnachten auf Eternia

Durch Zufall gelangen zwei Kinder von der Erde auf den Planeten Eternia. Da auf der Erde das Weihnachtsfest bevorsteht, bringen die Kinder von dort den weihnachtlichen Geist mit, der auf Eternia völlig unbekannt ist. Der böse Hordes-Prime will die Verbreitung dieses positiven Geistes unbedingt verhindern und befiehlt daher Hordak und Skeletor die beiden Kinder zu entführen. Doch auch die Bösen scheinen dem weihnachtlichen Gedanken nicht gänzlich abgeneigt.

Genau genommen handelt es sich hier um eine weihnachtliche Episode und nicht um einen richtigen Film, doch insbesondere für kurze Pausen bietet He-Man und She-Ra – Weihnachten auf Eternia eine herzerwärmende Geschichte. Leider gibt es keinen Trailer, doch wer möchte, kann sich anschauen, wie die Kinder versuchen Skeletor Weihnachten zu erklären.

Vielleicht habt ihr den einen oder anderen Weihnachtsfilm für euch entdeckt oder gar wiederentdeckt. Schreibt uns doch einfach, welche Filme ihr über die Feiertage so schaut.

 

Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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