Für ein Paar Credits mehr – StarFire Cantina 3 Teil 2, IT


Die dritte Cantina in Fürth stand an und Alex, der LARP- und Star Wars-Fan folgte dem Ruf. Als Seth King, Pilot der Greedy Wampa, ein XS-Frachter der Korrelianischen Ingenieursgesellschaft, wird er die Geschehnisse aus seiner Sicht erzählen.

Die Starfire Cantina

Angekommen: Die Starfire Cantina.

Mein Leben verlief nicht nur immer gradlinig, aber in einem Pilotensitz habe ich mich schon immer wohl gefühlt. Eine Leidenschaft – nach den verdammten Jedi also etwas Schlechtes, oder etwas Gutes, wenn man nach den Sith geht.

Wir waren also auf Tandor angespült worden und unser Captain hatte nach einem kleinem Asteroidensturm einen längeren Aufenthalt im Kolto. Das hieß für den Rest der Manschaft “Landgang” und dafür sorgen, dass die Waffen aus dem Laderaum verschwinden, ehe noch jemand Fragen stellt. Zudem sollten wir noch etwas für diesen schleimigen Wurm Vishnu den Großen erledigen… Hutten und ihre ewigen Geschäfte! Naja, was soll’s! Die Starfire Cantine gehört zur neutralen Zone, also war zu erwarten, dass wir zwischen den ganzen Imperialen, Republikanern und den anderen Verbrechern sicherlich ein paar Kunden finden würden.

Die Crew der Greedy Wampa - Foto : Andreas Brönner

Die Crew der Greedy Wampa  (© Andreas Brönner)

Ich gönnte mir eine Blaue Milch und behielt als stellvertretender Captain die Crew im Auge: Keicho Prine, ein Schwätzer und der Versorger der Greedy Wampa. Aria Triblen, mein Copilot. (Ich glaube, sie will meinen Posten.) Und dann ist da noch Mnektiri – ach nennen wir sie einfach “Betty” – unsere Technikerin. Die Jawa hatte am Ende eines Planetenbesuchs meist mehr Bauteile für das Schiff als sie tragen konnte – wo immer diese auch herstammten. Ich stelle da keine Fragen!

Wir suchten uns erst einmal einen Platz und ich verschaffte mir einen Überblick. Eine Handvoll Imperiale und eine Sith waren hier. Auch das noch. Wir mussten also vorsichtig sein, Sith sind gefährlich, vor allem ihr Temperament. Ein falsches Wort und du hast einen Arm weniger. Und seien wir ehrlich: Die meisten von uns haben nur zwei. Jedenfalls schleppte sie die ganze Zeit eine kleine Kiste mit sich herum.

Bantha Dreck! Keine Ahnung, warum, aber ich wollte sehen, was die Kiste beherbergte. Nein, nicht nur sehen. Ich glaubte zu wissen, was darin zu finden war und – nun sagen wir, ich hatte in meiner Vergangenheit schon einmal ein Gegenstück zu Gesicht bekommen, damals im Tempel. Ah egal, es war gut, dass ich als kleiner Junge abgehauen bin.

Im Laufe des Abends trafen wir Deez, den blinden Kunsthändler. Ein wirklich verschlagener Bursche. Er sprach recht oft mit einer imperialen Offizierin. Also willigte ich nur zu gerne ein, als er sich zu uns gesellte.

Keicho hatte ihn irgendwie ins Herz geschlossen. Aber ich hatte da so ein Gefühl. Wenn es uns jedoch einen Auftrag verschaffen würde, sollte es mich nicht weiter stören. Vielleicht würde sich dadurch sogar eine Gelegenheit ergeben, näher an die Kiste zu kommen.

Den größten Teil des Abends verbrachten wir damit, die Jawa davon abzuhalten, die halbe Cantina in ihren niemals vollen Sack zu packen. Insbesondere dieser mandalorianische Helm schien es ihr wirklich angetan zu haben. Für Betty war es ein ertragreicher Abend, so wechselten einige Schiffsbauteile den Besitzer und eine gute Summe Credits wanderten in unsere Taschen.

Geschäfte , Geschäfte! -Foto : Andreas Brönner

Geschäfte , Geschäfte! (© Andreas Brönner)

Die Zeit in der Cantina war nicht langweilig: Ein Pazzak Turnier, dem ich nur halbherzig folgte, und die ein oder andere Schießerei mit ein paar Jungs vom Hutten Kartell, Captain Parso und seinen Männer. Sie schienen hier recht bekannt und so gesehen standen wir auf derselben Seite. Also kein Grund mit ihnen Streit anzufangen.

Gegen Ende unseres Aufenthaltes wurde es dann noch recht hitzig. Parso verlor wohl einen seiner Leute und die Imperialen waren in heller Aufregung. Das war nicht nur ein Streit, es ging um mehr. Als ich nachsehen wollte, hielt mir einer von Parsos Leuten einen Blaster vor die Nase. Blasterhirn! Ich bin ein wirklich umgänglicher Zabrak, aber man sollte mich nicht wütend machen. Ich schnappte mir also meine Crew und marschierte dort rein. Deren Captain war eher genervt – kein Wunder! Also schnappte ich mir den Kleinen. Ach verdammt, ich wollte ihm eigentlich den Schädel wegpusten, aber er war so ein Frischling. Und wie ich schon sagte: Ich wollte keinen Streit mit ihnen. Also flüsterte ich ihm ein paar “nette” Worte zu und zog wieder ab.

Der ganze Trubel hatte jedoch etwas Gutes. Die Imperialen wollten, dass wir uns ein Schiff ansahen: technische Probleme mit dem Bordcomputer. Die Gelegenheit! Ich kam also endlich mit der Sith ins Gespräch. Ich glaube, ich habe mich ziemlich zum Affen gemacht, da ich zugegeben ein wenig Schiss vor ihr hatte. Allerdings brachte es mir als Lohn für unsere Hilfe einen Blick in die Kiste ein. ENDLICH, meine Aufregung stieg, als die Kiste sich öffnete und…

…sie leer war. Leer? Bantha Dreck! Sie war vollkommen leer und ich war mir so sicher gewesen, ein Holocron darin zu finden. Dreck, Dreck, Dreck!

Ich überspielte meine Entäuschung. Bloß nichts anmerken lassen!

Wir bekamen einen weiteren Auftrag: Wir sollten einen “Imperialen Gast mit seiner Waren” transportieren. Vielleicht ergab sich also doch noch eine Gelegenheit. Da die Offizierin der Imperialen uns offenbar nicht traute – wer kann es ihr verübeln? – schickte sie irgendeinen dahergelaufenen Techniker zu uns rein. Er sollte nachsehen, ob unser Schiff auch wirklich “sicher” wäre. Naja, er kam fluchend und blutend – gefolgt von einer irritiert schnatternden Betty – wieder aus dem Laderaum. Er hätte wohl besser auf sie gehört und ihr “Haustierchen”, einen was auch immer das mal für ein Droide war, besser nicht angefasst. Nun ja! Jedenfalls wurde unser Schiff von ihm als “äußerst sicher” eingestuft und er war viel zu beeindruckt von den mandalorianischen Bauteilen, von denen er immer wieder erzählte und dass er keinen blassen Schimmer habe, wie sie laufen können, um sich noch weitere Gedanken um das Schiff zu machen.

Perfekt!, dachte ich. Als wir jedoch später im Hyperraum waren musste ich feststellen, dass die Kabine leer war. Wir waren bloß ein Lockvogel.

Egal, wir wurden bezahlt, hatten unsere Distruptor Gewehre verkauft und eine Ladung Kyber-Kristalle aufgenommen. Von denen ich mir einen für mich nahm – für die Mühen!

Wir werden auf jeden Fall wieder zur Star Fire Cantina fliegen!

 

Alexander Dorrenbach

Alexander Dorrenbach

Ist meist in irgendeinem Endzeitszenario zu finden, ob nun als LARPer oder Gamer.
Hauptthemen: LARP

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