Wo Link, Kylo Ren, Aperture Science und Jacob Frye ihre Klamotten kaufen


Wo geht man hin, wenn man hochwertige Kleidung aus dem Gaming-Genre kaufen möchte? Na klar, man schaut auf eBay oder Amazon. Das ist natürlich Quatsch. Wenn man wirklich hochwertige Klamotten haben möchte, dann führt der Weg seit knapp sieben Jahren zu den Jungs und Mädels von Musterbrand. Und eben diese Jungs und Mädels haben am 3. und 4. Februar 2017 zu einer Venue in Hamburg geladen. Das haben wir uns nicht entgehen lassen.

Was? Ein Kleidungslabel ohne Garderobe?

Fanshirts, wie wir sie alle kennen.

Hamburg 03.02.2017, 19:30 Uhr am Holstenwall. Wir, das sind Sascha, Jakob und Saschas Freundin Maria, standen vor einem alten Gebäude mitten an einer Hauptverkehrsstraße. Ein kurzer Blick auf das Schild: Musterbrand Venue. Hier waren wir richtig. Eine Fahrt mit dem Fahrstuhl in den vierten Stock später begrüßte uns Derk in den heiligen Hallen der Firma Musterbrand. Derk, seines Zeichens Senior Manager Marketing & Communication, hieß uns gleich mit der Frage: “Was wollt ihr trinken?” willkommen. Erstmal wollten wir aber unsere Jacken und Mäntel los werden. Ging aber nicht. Es gab keine Garderobe. Bei einem Bier und zwei Fritz Cola erklärte er uns auch, warum:

Das liegt daran, dass es sich bei den Räumen eigentlich um ein Büro handelt, welches zu einem Showroom umfunktioniert wurde. Also alles auf eine Fensterbank geschmissen und los ging es. Schließlich waren wir hier, um zu schauen, ob Musterbrand seinem guten Ruf gerecht wird.

Was macht Musterbrand eigentlich?

Musterbrand hat es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige Kleidung zu produzieren, welche jeweils bestimmten Videospielen zugeordnet ist. Wer jetzt Designs im Stile von Qwertee oder ähnlichem erwartet, der liegt falsch. Musterbrand verkauft zwar auch T-Shirts und Pullover in diesem Stil, führt allerdings zum Großteil dezente Sachen. Diese orientieren sich immer noch am Stil des Spiels, auf welches sie basieren, wirken aber sie wirken – wie schon erwähnt – dezenter als das, was man auf Amazon oder eben bei Vertretern wie Qwertee bekommt. Wenn ihr also eurem Lieblingsspiel Tribut zollen und gleichzeitig gut aussehen und nicht sofort als Nerd auffallen möchtet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr bei Musterbrand fündig werdet.

Modenschau mal anders

Jakob übt schonmal als Model für Musterbrand. Passt doch, oder?

Aber zurück zur Veranstaltung. Es hing zwar nicht die gesamte Auswahl aus, aber ein guter Satz an Klamotten war dabei. Und diese haben wir fast alle anprobiert. Von Mänteln aus den Spielen Deus Ex, Warcraft, Warhammer 40k oder Diablo, über Pullover mit den Labeln von Destiny oder The legend of Zelda, bis hin zu Bomberjacken im Street Fighter Style oder der Tie Pilot Leder Jacke. Die richtige Größe war fast immer parat. Und falls sie es nicht war, konnte man einfach einen der Mitarbeiter fragen und er holte etwas Passendes aus dem Lager.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich die Sachen aus der Nähe anzuschauen und auch anzufassen. Die Qualität ist tatsächlich so gut, wie ich immer wieder gehört habe. Überraschend für mich war zum Beispiel, wie warm die Mäntel waren, obwohl sie recht dünn sind. Ich wäre jetzt nicht unbedingt im tiefsten Winter damit rausgegangen. Aber an einem kalten Herbsttag oder bei Temperaturen um Null Grad würde ich ohne Bedenken zugreifen.

Was war sonst noch so los?

Sascha, schau mal angestrengt und stell dich hin wie eine Modepuppe…

Neben dem Anprobieren diverser Kleidung, konnten wir auch mit den einzelnen Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Außer Derk, den ich oben schon erwähnt habe, haben wir uns auch längere Zeit mit dem Community Manager Henrik unterhalten. Das ging dann allerdings nicht mehr um Musterbrand, sondern um Tabletop, Pen and Paper und allerlei Dingen, die hier im Beitrag nicht wirklich wichtig sind. Aber es hat uns gefreut, dass wir uns mit einem Gleichgesinnten auch über andere Themen abseits der Mode austauschen konnten.

Daneben sind wir noch mit Edgar durch die gesamte, angebotene Auswahl gegangen, um den passenden Mantel beziehungsweise die passende Kleidung für uns zu finden. Edgar ist Director für Shop Management & Communications bei Musterbrand.

Leider muss ich hier auch einen – zugegeben persönlichen – negativen Punkt ansprechen. Viele Sachen haben mir gut gefallen, aber oft waren es Kleinigkeiten, die mir nicht zusagten. Mal war es der Verschluss, mal war das Design doch zu extravagant für mich. Und leider saßen die Mäntel oft aufgrund meines wärmenden und damit völlig legitimen “Winterspecks” an verschiedenen Stellen nicht so, wie sie sollten. Man muss keine Modelmaße haben um in die Mäntel zu passen, aber anscheinend habe ich eine komische Zwischengröße. Zu dick für L, zu dünn für XL. Da kann Musterbrand aber nichts für.

Was nehmen wir am Ende des Abend mit?

“Steht er mir wirklich?”

Insgesamt waren wir über drei Stunden in den heiligen Hallen von Musterbrand, haben viele Sachen anprobiert, tolle Gespräche geführt und das Gebäude leider trotzdem ohne neue Schätze verlassen. Denn auch wenn die Qualität der Kleidung super ist, das Design ist bei Kleidung natürlich immer Geschmackssache. Und mein völlig legitimer, antrainierter Waschbärbauch steht ja mal gar nicht zur Diskussion!

Wir konnten uns ein Bild über die Qualität der Produkte machen und jeder von uns hat mindestens mit einem bestimmten Stück geliebäugelt. Auch wenn wir dieses mal nichts gekauft haben, kann ich mir vorstellen, dass sich jeder von uns irgendwann doch noch etwas holen wird.

Wahrscheinlich gönne ich mir zum Beispiel den Legend of Zelda-Schal zum Release der Nintendo Switch, damit ich dann Breath of the Wild mit Stil spielen kann. Der hat es mir nämlich doch recht angetan.

 

 

Sascha Martens

Ist der CTO (Chief of Technology and Other stuff) der Seite und hält im Hintergrund die Technik und alles andere zusammen.
Hauptthemen: Comics, Games, Serien

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