Ohne Internet: Aliens: Colonial Marines


Alien, ein Franchise, das sich auch in der Spielewelt bereits sehr lange hält und uns sowohl gute als auch schlechte Spiele bescherte. Aliens: Colonial Marines gehörte zu den Spielen, die eher schlechter wegkamen – und dennoch gehört es zu den mittlerweiler weniger werdenden Spielen, die uns einen Couch-Coop bieten. Doch kann der Multiplayer die anderen Mängel ausgleichen?

Nach den Ereignissen von Alien – Die Rückkehr wird ein Rettungsteam losgeschickt, um nach Ellen Ripley und anderen vermissten Personen zu suchen. Der Spieler schlüpft in die Rolle von US Colonial Marine Winter. In klassischer Ego-Shooter Manier können wir diverse Waffen nutzen, um die Horden von Aliens wegzuballern. Und hier fängt eigentlich schon der Fehler an, doch schaut euch erst Mal den Trailer an, der eigentlich sehr vielversprechend aussieht:

Ganz nett, aber…

Ich spielte Aliens: Colonial Mariens zusammen mit meinem Bruder auf der XBOX360. Als Fan der Alien-Filme freute ich mich darauf, ein Spiel in dieser Welt mit jemand zusammen zu genießen. Mein Bruder übernahm den US Colonial Marine Winter. Meine Figur als Zweitspieler blieb namenlos, da trotz des Splitscreens nur der Geschichte des Protagonisten gefolgt wird. Das ist an sich kein Makel, zerstört aber in Szenen, in denen eine zweite Person keinen Sinn ergibt, ein wenig die Stimmung.

Im Gegensatz zu Alien: Isolation setzt das Spiel auf einen recht zügigen Einstieg. Es war nicht mal gefühlt eine Minute vergangen, da stürzten sich bereits mehrere Aliens auf uns. Diese lassen sich im normalen Schwierigkeitsgrad relativ schnell erledigen, bieten aber eine wirklich schöne Soundkulisse. Die Schreie der Kreaturen sind sehr stimmig und wären sogar schauderhaft gewesen, könnte man das Gemetzel nicht mit der Anstrengung von Heckenschneiden vergleichen. Beim ersten etwas größeren Getümmel zeigte sich dann auch gleich eine Macke des Spiels. Immer wenn ich als Zweitspieler zu weit weg war, weil ich noch mit etwas anderem beschäftig war, teleportierte mich das Spiel prompt neben die Figur meines Bruders. Eine Eigenschaft bei einigen Spielen, die ich grundsätzlich nicht leiden kann. 

Dennoch konnte das Spiel anfänglich gut unterhalten. Insbesondere interessant wurde es, wenn ein Facehugger auf eine unserer Charakter zuspringt und der Schuss wirklich sicher sitzen musste, wenn man nicht einen der gemeinsten Tode sterben wollte. Gegenseitig konnten wir uns ebenfalls helfen, indem der andere Spieler die Viecher von einem runter geschossen haben. Auch eine kleine Schleichpassage, in der es galt waffenlos unentdeckt an den Aliens vorbeizukommen, war eigentlich sehr nett gemacht.

Der Spielspaß nahm aber grundsätzlich im Laufe der Spielzeit ab. Anfänglich haben wir uns über kleine Details gefreut, über die magere Grafik amüsiert und fröhlich auf die Aliens geschossen. Immerhin haben sich die Macher mit dem Spiel wirklich Mühe gegeben: Synchronsprecher von Filmschauspielern, Settings aus dem Film, schöne Musik und eine gute Soundauswahl. Und auch der Multiplayer war eine nette Idee. Doch wenn ich ehrlich bin, wäre es nicht Alien gewesen, hätte ich das Spiel wohl aus dem Fenster geworfen.

Texturen mussten des Öfteren nachladen und die Animation der Aliens hätte aus jedem X-beliebigen Shooter geklaut sein können. Denn sie hatten wenig, bis gar nichts mit diesen unglaublich schön animalisch tödlichen Lebewesen aus den Filmen zu tun. Nach der Hälfte des Spiels konnte die Begeisterung für Alien oder das gemeinsame Spielen über das ermüdende Spiel, welches uns immer wieder vor die gleichen “Herausforderungen” setzte, nicht mehr hinwegtäuschen. Das ist eigentlich sehr schade, da mich selbst Resident Evil Racoon City bis zum Ende begeistern konnte – und selbst das ist so ziemlich das Gegenteil einer Gaming-Offenbarung.

Fazit

Selbst mit Multiplayer wird Aliens: Colonial Mariens leider nicht besser. Für einen Abend stumpfes Geballer lässt sich das Spiel sicherlich mal ausleihen, doch von einem Kauf würde ich dringlichst abraten. Für Alien-Fans wie mich vielleicht noch ab und zu interessant dank der Schauplätze und des Sounddesigns, macht es für andere wohl überhaupt keinen Spaß. Daher ganz klar nur Geschmackssache.

Wie bewerten wir? Lest es hier nach.

 

Aliens: Colonial Marines
Studio: Gearbox Software TimeGate Studios
Publisher: Sega
Plattform: PC, XBOX360, PS3
Genre: Ego-Shooter

Aliens: Colonial Marines Limited Edition – [PlayStation 3]

Price: EUR 9,91

3.0 von 5 Sternen (95 customer reviews)

28 used & new available from EUR 4,96

Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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