Der Racheplan


Die Geschichte um das Land Galkiddek geht mit dem zweiten Band weiter und Lady Lillewyn spinnt ihre Intrige gegen den Mörder ihres Vaters.

Lady Lillewyn übt sich in der Kunst des Harfenspiels und studiert das Lied ein, welches einst Sir Galohans Frau am liebsten sang. Beim ersten Fest am Hofe nutzt die junge Frau die Gelegenheit und macht trotzt des Verbots zu musizieren, mit dem Spiel auf sich aufmerksam. Ihr Plan geht auf und Sir Galohan ist ihr wohlgesinnt. Lady Lillewyn spielt ihre Rolle als vergebenes Weib dermaßen gut, dass selbst ihre treue Freundin Nara glaubt, sie hätte Gefühle für den Herrscher von Galkiddek entwickelt. 

Lady Lillewyns Plan geht auf. (© Splitter)

Während die hübsche Dame versucht, Sir Galohan um den Finger zu wickeln, bemüht sie sich um ein freundschaftliches Verhältnis mit dem Alchimisten Alcantor. Dieser nimmt sie des Öfteren zum Kräutersammeln mit, und offenbart ihr dabei, wie viel Macht in einer einzigen Pflanze enthalten sein kann, wenn man sie richtig nutzt. 

Die Charaktere erscheinen mir genauso zwielichtig wie noch im ersten Band und es ist schwer zu sagen, wer hier eigentlich wen an der Nase herumführt, obwohl schlussendlich wohl Sir Galohan das Nachsehen haben wird. Lady Lillewyn, deren Motivation ich durchaus nachvollziehen kann, wird vermutlich früher oder später die Quittung für ihre Handlungen kassieren. 

Die besten Karten hat wohl der Alchimist in der Hand. Inwieweit seine Motivation jedoch nachvollziehbar ist, lässt sich bis jetzt nicht sagen. Er ist schwer zu durchschauen und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, auf wessen Seite er steht – falls er denn auf einer zu finden ist. Das macht den zweiten Band sehr spannend. Die Charaktere legen ihre Pläne noch nicht offen und geben die Lösung (hoffentlich) erst im finalen dritten Band bekannt. Wer gewinnt? Wer verliert? Wer ist Freund? Wer ist Feind? Wer weiß…

Storytechnisch wird der zweite Band seinem Vorgänger somit durchaus gerecht. Leider konnten mich die Zeichnungen diesmal nicht überzeugen. Sie fallen grob und unordentlich aus. Insbesondere die Figur Nara wirkt oft hingeklatscht und dadurch sehr hässlich. Lady Lillewyn und Alcantor sind hingegen durchgehend gut umgesetzt und je nach Panel mit vielen Details ausgestattet. 

Die junge Lady sieht recht hübsch aus, doch Nara wurde weniger Aufmerksamkeit geschenkt. (© Splitter)

Die Koloration des Comics gefällt mir recht gut und fängt die Stimmung des Geschehens ein. Besonders die Szenen des Alchimisten profitieren von den Farben und geben diesem etwas Mystisches. 

Fazit

Trotz einiger zeichnerischer Mängel, die wohl auf einen straffen Zeitplan zurückzuführen sind (immerhin sehen Paolo Grellas Zeichnung sonst recht gut aus), empfinde ich Galkiddek Band 2: Der Magier als eine unterhaltsame Fortsetzung. Ich bin gespannt, wie die Geschichte ausgeht und wer schlussendlich seine Ziele erreicht. 

 

Was bedeutet diese Wertung? Lest es hier.

 

Galkiddek Band 2: Der Magier
Autor: Frank Giroud
Zeichner: Paolo Grella
Verlag: Splitter
Hardcover: 48 Seiten
Band: 2 von 3
 

Galkiddek. Band 2: Der Magier

Price: EUR 14,80

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Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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