Die Aliens sind am Zug


Nach den Predators und den Konstrukteuren erhalten die Aliens im dritten Band von Leben und Tod ihren großen Auftritt und dürfen die Menschengruppe weiter dezimieren. Doch dieses Mal geht es einer Person um viel mehr als nur das eigene Überleben.

Endlich mehr Sympathie

Während ein Teil der Gruppe mit einem Konstrukteur und seinem Schiff  spurlos verschwindet, wird die andere Hälfte von den Xenomorphen eingekreist. Zwar gelingt den Menschen der Rückzug, aber Chris wird von den Aliens verschleppt, was insbesondere ihre Frau Jill in ein emotionales Tief reißt. Gerade als die Marines durch die schlechte Situation innerlich bereits ihr Testament unterschreiben, findet Captain Paget ihre Mannschaft und kann diese von dem Planeten schaffen. Es wäre der perfekte Moment endlich abzuhauen, doch dann meldet sich die noch lebende Chris über Funk. 

Die Menschen kämpfen gegen die Xenomorphen (© Cross Cult)

Eine waghalsige Rettungsmission beginnt, die Jill entgegen jeder Vernunft um jeden Preis durchziehen will. Doch auch die Xenomorphen haben einen Grund, Chris um Nichts auf der Welt, wieder gehen zu lassen. 

Wie bereits in den vorangegangenen Bänden wird viel gekämpft und getötet. Der emotionale Antrieb von Jill tut dem Geschehen trotz einiger nerviger Passagen sehr gut, da ich erstmals das Gefühl habe, den menschlichen Figuren näher zu kommen. Der hinzukommende tiefere Einblick in die Bedürfnisse der Xenomorphen macht die mir sonst eher banal erschienen Kämpfe spannender. Es fallen keine namenlosen Marines mehr, sondern der Überlebenskampf wird für mehrere Parteien deutlich. 

Ahab, der bereits einen Teil der Feuer und Stein-Reihe begleitet hat, tritt in diesem Band deutlich in den Hintergrund. Was ich, trotz der vorhandenen Sympathie für diesen durchaus sinnvoll finde, da der Fokus  somit wirklich bei den Aliens liegt. Doch trotz dieser vielen positiven Aspekte gibt es einen ganz großen Minuspunkt.

Die grafische Gestaltung

Auf der Flucht vor den animalischen Wesen wird Chris verschleppt (© Cross Cult)

Das Cover und viele der größeren Bilder sehen durchaus sehr gelungen aus und können trotz der vielen dunklen Farben mit genügend Details und geschickten Lichteffekten punkten. Ebenfalls sind die Xenomorphen liebevoll ausgearbeitet, aber sobald es um die menschlichen Protagonisten geht, kann dieser Comic leider nicht überzeugen. 

1.) Wie bereits bei seinen beiden Vorgängern fehlt es an einem konstanten Stil. Figuren sehen, abgesehen von markanten farblichen Merkmalen, immer wieder anders aus. Das wirkt oft irritierend und trägt zu dem Gefühl bei, dass es sich bei den Personen lediglich um Schablonen handelt. 

2.) Grausige Gesichtsausdrücke. Wenn ein gezeichnetes Gesicht so aussieht:  🙁 , frage ich mich schon, ob der Zeichner keinen Bock mehr hatte. Bei einem humoristischen Werk ist so etwas durchaus mal drin, aber bei diesem eher düsteren Comic ein absoluter Atmosphäre-Killer. Diese simplen Mimiken fallen mal mehr mal weniger stark aus, stören aber bei dem eh schon inkonsequenten Zeichenstil extrem. Sicher erkenne ich beim dritten Band mittlerweile, wer wer ist, aber bin ich doch manchmal dankbar, dass so oft der entsprechende Name gerade ausgesprochen wird. (Nur um ganz sicher zu sein.)

Fazit

Trotz einer optischen Gestaltung, die ich teils als erheblichen Mangel ansehe, überzeugt mich die Story voll und ganz. Insbesondere nach dem neuen Alien-Film hat mir persönlich die Darstellung der Xenomorphen als Schwarmdenker gut gefallen. Eine klare Empfehlung für den bei Cross Cult erschienen Comic. 

 

Was bedeutet diese Wertung? Das erfahrt ihr nach nur einem Klick.

 
Leben und Tod: Aliens
Autor: Dan Abnett
Zeichner: Moritat
Verlag: Cross Cult
Taschenbuch: 104 Seiten

Leben und Tod: Aliens

Price: EUR 15,00

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Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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