Der Ork, dein Freund und Helfer


Als in Los Angeles bekannt gegeben wurde, dass die örtliche Polizei im Rahmen ihres Gleichberechtigungprogramms einen Ork als Polizist im Straßendienst einsetzen wird, erhoben sich viele Gegenstimmen und prophezeiten nichts weniger als den Weltuntergang oder zumindest den Untergang unserer Zivilisation.

 

Wir brauchten 2000 Jahre, um Elfen, Menschen und Orks in einer friedlichen Gesellschaft zu vereinen. Basierend auf den Fähigkeiten der Rassen kamen Orks da aber ein wenig kurz. Dass ein Ork, Nicholas Jakoby, nun versucht, sich in einem Menschenberuf zu beweisen, sorgt natürlich für Bedenken. Den Angreifer auf seinen Kollegen, Officer Ward, entkommen zu lassen, ist in diesem Bestreben sicherlich nicht hilfreich.

 

Nun werden Gerüchte laut, dass eben im Einsatzgebiet jenes Orks ein Zauberstab mit einem neuen Bright, also einem oder einer Magiebegabten, aufgetaucht ist. Berichte von Schießereien und diversen Auseinandersetzungen zwischen L.A.P.D., Orks, Latino Gangs und – weiteren Gerüchten nach – Elfen machen nun die Runde. Diese Vorkommnisse werfen ein Scheinwerferlicht auf die zerrütteten Verhältnisse in unserer Gesellschaft, in der Elfen sich in ihre Viertel zurückziehen, um im Luxus zu leben und den Rest sich selbst überlassen. Dass Elfen sich überhaupt an den Kämpfen beteiligen, unterstreicht nur den Wahrheitsgehalt jener Gerüchte um den sagenumwobenen Zauberstab.

 

Mit einem Ork in der Nähe eines solch mächtigen Stückes Magie und zwischen den Fronten, wer weiß, was nun alles möglich ist.

 

Wer umfassendere Informationen zu diesem Thema haben möchte, kann seit gestern Bright auf Netflix sehen. Ein hochwertiger Film mit Will Smith über unsere Lieblingsfantasyvölker in der echten Welt. Ein schönes Weihnachtsgeschenk von Netflix bei dem sich das auspacken, wie ich finde, lohnt.

 

PS.: Es kommen nach meinem Kenntnisstand keine Zwerge vor. Eine Schande!

 

Bright
Regisseur: David Ayer
Schauspieler: Will Smith, Joel Edgerton, Lucy Fry, Èdgar Ramìrez
Genre: Fantasy
Laufzeit: 117 Minuten
FSK: 16
Jakob Rabenhorst

Jakob Rabenhorst

Er zockt, wie es ihm gefällt, und liest sich durch die Welt. Wenn er nicht gerade am PC daddelt oder einen Roman liest, denkt er daran und freut sich darauf.
Hauptthemen: Games, Bücher.

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