Die Wahrheit – Rebirth Wonder Woman Finale


Das große Finale der Wonder Woman Rebirth-Saga ist im Januar erschienen. Mit gewisser Vorfreude habe ich den vierten Band Wonder Woman: Die Wahrheit erwartet und mir einige Antworten erhofft. Ob meine Vorfreude berechtigt war? 

Die Suche nach Themyscira geht weiter

Am Ende des letzten Bandes (Achtung Spoiler!) wird Wonder Woman mit der Wahrheit konfrontiert, dass ihre ganzen Erinnerungen an ihre Heimkehr reine Lügen waren. Von dieser Erkenntnis schwer getroffen, verliert Diana den Verstand und verweilt am Anfang des neuen Bandes in einer Zelle unter der wachsamen Beobachtung einiger Ärzte. Während diese über ihren geheimnisvollen Gast nicht gerade nett reden, unterhält sich Diana mit einer Schlange, die aus ihrem Handgelenk kommt.

Zur selben Zeit sind ihre Freunde auf der Flucht vor Veronica Cales Schergen, die noch immer bereit sind mit allen Mitteln Themyscira zu finden. Um für die Sicherheit von Steve Trevor und Etta Candy zu sorgen ist Dr. Minerva alias Cheetah bereit, einen großen Preis zu zahlen. Zeitgleich haben die Amazonen eine böse Vorahnung und bereiten sich auf einen Kampf vor, der der letzte für die Amazonen werden könnte.

Ein spektakuläres Finale?

Dianas Gespräche mit der recht süßen Schlange, die ein wenig an Kaa aus Das Dschungelbuch (1967) erinnert, heucheln eine gewisse Tiefgründigkeit vor, die jedoch viel zu wenig Raum für Entfaltung hat. Tatsächlich hatte ich trotz des recht ruhigen Storyverlaufs irgendwie das Gefühl, dass die Geschichte zu wenig Zeit hat und sich somit an einigen Passagen selber hetzt.

Trotz Action schlägt der letzte Band einen eher ruhigen Ton an. (© Panini/DC)

Dennoch nimmt sich Greg Rucka die Zeit, die Hintergrundgeschichte eines weiteren Charakters genauer zu beleuchten. Dieses Mal trifft es Ares, dessen Vergangenheit zwar eine andere Facette des Kriegsgottes zeigt, mich aber irgendwie nicht wirklich zufrieden stellen konnte. Selbiges gilt im übrigen für das Ende des Comics und somit auch für einige Auflösungen, Lösungen und Charakter-Schicksale. Es ist zwar ganz okay, aber auch nicht wirklich mehr. 

Charakter-Entwicklungen gibt es im vierten Band nur ansatzweise – hier und da gibt es sogar einige Rückfälle in alte Muster. Dialogtechnisch geht es oft um die Themen Lügen oder Liebe, wobei mich zweiteres im Laufe der Handlung zunehmend störte. Kampfszenen verlaufen sauber und zügig, wirken jedoch leider nie wirklich spannend oder mitreißend. 

Zeichnerisch ist Wonder Woman: Die Wahrheit im Gegensatz zum vorigen Band sehr stimmig und profitiert von dem einheitlichen Stil. Farblich wechselt der Comic je nach Setting zwischen kalten, warmen, starken und dezenten Farben, wodurch die Stimmung immer passend unterlegt wird, ohne dabei zu übertreiben. 

Fazit

Wonder Woman: Die Wahrheit ist ein passabler Band, aber kein großartiges Finale. Dennoch schließt der Comic Greg Ruckas Geschichte um die Rebirth Wonder Woman ab und gehört somit zu einer sehr empfehlenswerten Reihe. 

Was bedeutet diese Wertung? Das erfahrt ihr nach nur einem Klick.

Rezensionen zu der Reihe:
 
Wonder Woman: Bd. 3 (2. Serie): Die Wahrheit
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Liam Sharp, Bilquis Evely
Verlag: Panini
Taschenbuch: 172 Seiten

Jasmin Dahler

Jasmin Dahler

Lebt in der Welt der Superhelden. Gut eigentlich in der Welt der Superschurken. Egal ob Comics, Games oder Filme, alles wird leidenschaftlich konsumiert.
Hauptthemen: Comics, Hörspiele, Games

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